2. Basketball-Liga Pro A

Eisbären kassieren erste Niederlage

Die imposante Siegesserie der Eisbären Bremerhaven ist beendet. Der Erstligaabsteiger verlor das Spitzenspiel in der 2. Basketball-Liga Pro A gegen die Niners aus Chemnitz mit 95:103.
03.11.2019, 21:52
Lesedauer: 3 Min
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Eisbären kassieren erste Niederlage
Von Frank Büter
Eisbären kassieren erste Niederlage

Starke Ausbeute: Sid-Marlon Theis erzielte 25 Punkte, dennoch kassierten die Eisbären gegen Chemnitz ihre erste Saisonniederlage.

Sven Peter/Hansepixx

Bremerhaven. Die imposante Siegesserie der Eisbären Bremerhaven ist beendet. Der Erstligaabsteiger verlor das Spitzenspiel in der 2. Basketball-Liga Pro A gegen die Niners aus Chemnitz mit 95:103 (42:47) und büßte damit aufgrund des direkten Vergleichs auch die Tabellenführung an den punktgleichen Konkurrenten aus Sachsen ein. „Es tut natürlich weh“, sagte Eisbären-Kapitän Adrian Breitlauch. „Wir hätten dieses Topspiel gerne für uns entschieden. Aber man muss anerkennen, dass Chemnitz heute über 40 Minuten die bessere Mannschaft war und verdient gewonnen hat.“

Acht Spieltage lang waren die Eisbären in der Pro A von Sieg zu Sieg geeilt und hatten sich zuletzt sogar beim Verfolger in Jena eindrucksvoll mit 20 Punkten Differenz behauptet. Und das, obwohl dort mit Rohndell Goodwin einer der Topscorer frühzeitig verletzt ausgeschieden war. Der Amerikaner fehlte nun aufgrund seiner Muskelblessur am Oberschenkel auch gegen Chemnitz, und dieses Fehlen sollte sich bemerkbar machen. Denn ohne Goodwin fehlte Bremerhavens Coach Michael Mai ein wichtiger Mann nicht nur für die Punkte, sondern auch in der Rotation. „Rohndell hat uns gefehlt, ja“, sagte Breitlauch. „Aber das soll keine Ausrede sein.“

Unterm Strich war es eine verdiente Niederlage für den Gastgeber, der im gesamten Spielverlauf nicht einmal in Führung lag und lediglich beim 5:5 in der Anfangsphase mal einen Gleichstand erzielt hatte. Chemnitz, das mit Jan-Niklas Wimberg, Dominique Johnson und Geburtstagskind Ivan Elliott (er wurde 33) gleich drei Ex-Bremerhavener in seinen Reihen hat, ging von Beginn an mit großem Zug zum Korb zu Werke und machte deutlich, warum dieses Team im bisherigen Saisonverlauf die höchste Punktausbeute der Liga aufweist.

Es waren dann auch ausgerechnet zwei Ex-Eisbären, die den Niners zur schnellen Führung verhalfen. Sieben der ersten 15 Zähler der Chemnitzer gingen allein auf das Konto des gebürtigen Bremerhaveners Johnson, weitere vier steuerte Wimberg bis zur 15:10-Führung bei. Das erste Viertel in einer sehr temporeichen Partie hielt Bremerhaven trotzdem noch offen (23:26), in der Folge aber setzte sich der Gast über 47:42 zur Pause durch einen Dreier von Elliott auf 67:55 nach dem Wechsel ab (27.). In der 34. Minute betrug der Rückstand der Gastgeber sogar 18 Zähler.

Die Eisbären kämpften zwar, doch Chemnitz bot an diesem Abend vor rund 1100 Zuschauern das bessere Teambasketball und wusste zudem die Fehler auf Seiten des Heimteams konsequent zu bestrafen. „Chemnitz war einfach tiefer besetzt“, sagte Breitlauch. Je länger die Partie dauerte, umso mehr fiel dann auch der Ausfall Goodwins ins Gewicht, weil ein entlastendes Element – auch in puncto Kraft – fehlte. Ins Gewicht fiel aber auch die schwache Wurfausbeute der Eisbären von der Freiwurflinie, gleich acht Versuche verfehlten das Ziel. Wirklich unzufrieden war Coach Michael Mai nach dem Ende indes nicht. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die bis zum Schluss gekämpft hat“, sagte er. „Ich hoffe, dass wir aus dieser Niederlage lernen und Chemnitz dann im Finale wiedersehen.“

Bester Werfer in Reihen der Gastgeber war Sid-Marlon Theis mit 25 Punkten, dahinter folgten mit Joshua Braun (18), US-Pointguard Kasey Hill (17), Adrian Breitlauch (16) und Will Vorhees (14) vier weitere Spieler im zweistelligen Bereich. Gleich sieben Akteure mit zehn und mehr Punkten hatte Chemnitz im Aufgebot, bester Schütze des neuen Spitzenreiters war dabei Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen mit 17 Zählern.

Die Partie gegen die Sachsen war für Bremerhaven die vorerst letzte in der heimischen Stadthalle. Für die Eisbären stehen nun zunächst vier Ligaspiele in fremden Gefinden an. Das nächste Heimspiel findet erst am 14. Dezember statt, dann geht es ab 19 Uhr gegen Paderborn.

Eisbären Bremerhaven: Braun (18), Hill (17), Canty (2), Breitlauch (16), Clay (3), Theis (25), Vorhees (14), Pölking.

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