Fünftes Spiel, fünfter Sieg Eisbären rocken die ProA

Eisbären Bremerhaven verteidigen die Tabellenspitze mit 77:75 in Heidelberg und beeindrucken die Experten. Hill nervenstark bei Freiwürfen
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Eisbären rocken die ProA
Von Mathias Sonnenberg

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 10:0 Punkte, 445:382 Körbe, weiter Platz eins – die Eisbären Bremerhaven bleiben auch nach dem fünften Spieltag das Maß aller Dinge in der zweiten Basketball-Bundesliga, der ProA. Bei den Academics Heidelberg, bislang ebenfalls ungeschlagen, setzten sich die Bremerhavener letztlich knapp, aber verdient mit 77:75 (41:31) durch.

Nils Ruttmann, der erst seit ein paar Wochen die Geschäfte beim abgestiegenen Bundesligisten führt, musste die Partie im heimischen Bremerhaven verfolgen. Erst im Live-Stream, und als der immer wieder hakte, dann per Live-Ticker. Aber als es am Ende dann noch mal so richtig eng wurde, ließ er sich von einem Zuschauer von vor Ort live auf das Handy tickern. Und wie so oft im Basketball vergingen die letzten Sekunden gefühlt wie Stunden, bis die Eisbären das Spiel und die Punkte eingesackt hatten. „Das war schon hochdramatisch“, erzählte Ruttmann kurz nach dem Abpfiff.

Zehn Punkte hatten die Gäste zur Pause vorne gelegen, ein solider, aber kein riesiger Vorsprung. Und der war im dritten Viertel auch schnell wieder weg, Heidelberg kam Punkt um Punkt näher und führte zu Beginn den Schluss-Viertels plötzlich sogar mit 63:56. „Aber die Mannschaft hat dann gezeigt, dass sie kritischen Situationen sehr wohl gewachsen ist“, fand Ruttmann.

Besonders Kasey Hill übernahm im Schlussspurt immer wieder Verantwortung und führte die Bremerhavener fünf Minuten vor dem Ende mit dem 66:65 erstmals wieder zu einer Führung. Er behielt auch den Überblick, als Heidelberg 15 Sekunden vor dem Ende wieder ausglich zum 75:75. Nervenstark verwandelte Hill seine letzten beiden Freiwürfe – das war der Sieg. „Das spricht für den guten Charakter der Mannschaft“, sagte Ruttmann. Schließlich habe die Mannschaft erst sehr spät im Sommer zusammen gefunden und eine verkürzte Vorbereitung gehabt. Dass es jetzt schon so gut laufe, liege auch an Trainer Michael Mai. „Er hat eine erstklassige Expertise für die ProA, kennt Spieler, Schiedsrichter, die ganzen Abläufe. Das hilft uns jetzt total.“ Am nächsten Sonntag empfangen die Eisbären um 20 Uhr in der Stadthalle die Karlsruhe Lions.

Eisbären Bremerhaven: Rohndell Goodwin (19 Punkte), Kasey Hill (16), Sid-Marlon Theis (9), Adrian Breitlauch (8), Oliver Clay (8), Joshua Braun (8), William Vorhees (6), Anthony Canty (3).

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