Eishockey

Pinguins sind bereit für die Play-offs

Zum Abschluss der Hauptrunde bezwangen die Fischtown Pinguins die Nürnberg Ice Tigers mit 4:2. „Es war ein guter Prüfstein für die Play-offs“, sagte Trainer Thomas Popiesch. Dort ist Wolfsburg der Gegner.
18.04.2021, 18:55
Lesedauer: 3 Min
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Pinguins sind bereit für die Play-offs
Von Frank Büter
Pinguins sind bereit für die Play-offs

Die Pinguins um Carson McMillan (links) sind bereit für die Play-offs: Dienstag geht's los, Gegner sind die Grizzlys aus Wolfsburg.

Jasmin Wagner

Die Hauptrunde ist beendet – und das erklärte Ziel ist erreicht. 38 Partien haben die Fischtown Pinguins in der Deutschen Eishockey-Liga bestritten, zum Abschluss gab es an diesem Sonntag einen 4:2 (2:2, 1:0, 1:0)-Erfolg über die Nürnberg Ice Tigers, die als Schlusslicht der Südstaffel angereist waren. Das Bremerhavener Eishockeyteam stand zuvor bereits als Tabellenzweiter der Nordgruppe fest, nun geht es in die Play-offs, zum fünften Mal in Folge übrigens seit dem DEL-Aufstieg im Sommer 2016. Gegner im Viertelfinale, das zunächst noch gruppenintern und im Modus best of three ausgespielt wird, sind ab diesem Dienstag die Grizzlys aus Wolfsburg (Erstes Bully 20.30 Uhr/live auf Magenta Sport).

Nach dem abschließenden Erfolg gegen Nürnberg gehe man nun mit einem guten Gefühl in die Play-offs, sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch. Zweimal lag Bremerhaven gegen die Ice Tigers im ersten Drittel zunächst zurück, kam aber in der vor allem läuferisch intensiv geführten Partie durch Luca Gläsers zweites Saisontor und Chris Hilbrich jeweils zum Ausgleich. In der Folge waren es dann Ross Mauermann (23.) und Kapitän Mike Moore mit einem Empty-Net-Goal über die gesamte Eisfläche (60.), die den Erfolg festzurrten. Die Serie der Nürnberger, die in acht Spielen zuvor gepunktet hatten, war damit beendet. Und die Pinguins hatten ihrerseits reichlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt.

„Nürnberg war noch mal ein guter Prüfstein“, sagte Thomas Popiesch auf der anschließenden Pressekonferenz. Der Pinguins-Coach hatte seine Reihen abermals etwas umstellen müssen. Neben dem verletzten Topscorer Jan Urbas, der nun schon im sechsten Spiel in Folge aussetzen musste und auf der Tribüne saß, fehlte auch der erst im Januar nachverpflichtete Kanadier Tye McGinn aus privaten Gründen. Und mit Blick auf die Play-offs war es vor allem die Personalie Urbas, die für Rätselraten und Gesprächsstoff sorgte. Ausgeschlossen sei es nicht, dass Jan Urbas am Dienstag ins Team zurückkehre, sagte Popiesch auf Nachfrage. „Wir versuchen alles, aber wir wollen weder den Spieler noch Ärzte und Physiotherapeuten unter Druck setzen“, so der Coach weiter.

Die Rückkehr der in dieser Saison so erfolgreichen und zuletzt gesprengten Slowenenreihe mit Jan Urbas, Miha Verlic und Ziga Jeglic, die zusammen auf 101 Scorerpunkte kommt, wäre sicherlich ein Faustpfand für das anstehende Viertelfinale. Immerhin durfte Verlic, neben Dominik Uher, Kapitän Moore, Patch Alber und Vladimir Eminger einer von nur fünf Aktiven im Kader der Pinguins, die alle 38 Hauptrundenpartien bestritten haben, diesmal wieder an der Seite des genesenen Ziga Jeglic stürmen, der zuvor beim 2:3 in Ingolstadt noch gefehlt hatte. „Ich hoffe, dass wir alle fit und gesund aus diesem Spiel gehen“, sagte Pinguins Dauerbrenner Ross Mauermann. „Wir sind bereit für die Play-offs.“ Seit 2016 stürmt der Deutsch-Amerikaner schon für Bremerhaven, sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2022. Nun fiebert auch Mauermann den Play-offs entgegen. Ein guter Start am Dienstag wäre dabei wichtig, sagte er. Und der 30-Jährige sagte auch: „Wir wollen für die Fans gewinnen, die leider nicht dabei sein können in der Arena.“ Teamkamerad Luca Gläser pflichtete bei: „Wir wollen Dienstag da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“

Sechsmal haben die Fischtown Pinguins in den vergangenen fünf Monaten gegen Wolfsburg gespielt. Im Vorbereitungsturnier um den Magenta-Cup hat Bremerhaven beide Partien gewonnen (3:2 und 3:1), in der Liga gab es bei vier Vergleichen drei Siege bei 11:6 Toren und nur eine Niederlage beim 3:4 am 8. Februar in Wolfsburg. „Wolfsburg verfügt über eine hohe Qualität im Kader. Das ist eine Mannschaft, die defensiv sehr stark steht und auch offensiv gute Akzente setzen kann“, sagte Thomas Popiesch. Aber, und das sagte der Pinguins-Coach auch: „Wir kennen Wolfsburg. Wir wissen, wie wir sie zu packen haben!“

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