DEL Huskies kämpfen vor Gericht gegen DEL-Ausschluss

Kassel. Die Kassel Huskies geben im Kampf um ihre Zugehörigkeit zur Deutschen Eishockey Liga nicht auf. Der finanziell angeschlagene Verein wird «alle erforderlichen rechtlichen Schritte einleiten», um auch in der kommenden Spielzeit in der DEL zu spielen.
28.05.2010, 12:21
Lesedauer: 2 Min
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Kassel. Die Kassel Huskies geben im Kampf um ihre Zugehörigkeit zur Deutschen Eishockey Liga nicht auf. Der finanziell angeschlagene Verein wird «alle erforderlichen rechtlichen Schritte einleiten», um auch in der kommenden Spielzeit in der DEL zu spielen.

Dies teilten die Huskies in einer Presseerklärung mit. «Wir werden definitiv alles unternehmen, damit der Ausschluss aus der DEL rückgängig gemacht wird», sagte ein Huskies-Sprecher.

Zuvor waren die sich derzeit noch im Insolvenzverfahren befindlichen Hessen von der Gesellschafterversammlung der DEL ausgeschlossen worden, obwohl sie zuvor beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen den drohenden Ausschluss erwirkt hatten. «Der Beschluss der Gesellschafter (...) stellt einen eklatanten Verstoß gegen eine Verfügung des Landgerichts Köln dar», kritisierten die Huskies in ihrer Erklärung.

In der Verfügung hatte das Landgericht Köln deutlich gemacht, dass den Gesellschaftern bei einer Zuwiderhandlung eine Geldstrafe in Höhe von 250 000 Euro oder ersatzweise sechs Monaten Haft droht. Die Liga hatte erklärt, der Beschluss sei den Gesellschaftern nicht formgerecht zugestellt worden.

Dies weisen die Kasseler Verantwortlichen um Interims- Geschäftsführers Fritz Westhelle vehement zurück. «Die förmliche Zustellung des Beschlusses durch die seitens des LG Köln beauftragte und anwesende Gerichtsvollzieherin scheiterte ausschließlich daran, dass sich die zunächst anwesenden DEL-Gesellschafter vor Beginn der eigentlichen Versammlung der Zustellung durch Flucht entzogen», heißt es in der Erklärung des Vereins. Die Club-Verantwortlichen hatten sich zu ihren Beratung spontan in einen anderen Raum zurückgezogen.

«Das ist ein laufendes Verfahren, deshalb werden wir uns dazu nicht weiter äußern», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Er geht aber davon aus, dass sich das Verfahren noch eine Weile hinziehen wird.

Die Huskies, die mit 2,8 Millionen Euro verschuldet sind, sich auf einer Versammlung in der vergangenen Woche aber bereits mit ihren Gläubigern geeinigt haben, sind unvermindert optimistisch, dass sie auch in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Eishockey-Liga spielen. Es sei davon auszugehen, dass der Beschluss der Liga spätestens zu Beginn der kommenden Woche wieder aufgehoben werde, teilten sie forsch mit. (dpa)

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