DEL Iserlohner Clubchef will DEL-Gehälter begrenzen

Iserlohn. Angesichts der Finanzprobleme in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fordert der Clubchef der Iserlohn Roosters, Wolfgang Brück, die Einführung einer generellen Gehalts-Obergrenze.
09.06.2010, 14:42
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Iserlohn. Angesichts der Finanzprobleme in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) fordert der Clubchef der Iserlohn Roosters, Wolfgang Brück, die Einführung einer generellen Gehalts-Obergrenze.

«Nur so können wir die Liga grundsätzlich auf finanziell gesunde Füße stellen», sagte Brück auf einer Fan-Veranstaltung zum sogenannten Salary Cap.

Kritik übte Brück auch am Lizenzierungsverfahren der DEL. Es könne nicht sein, dass Vereine ihre Lizenz erhalten und ab Oktober ihre Spieler nicht mehr bezahlen könnten, sagte Brück. «Jedes Lizenzierungsverfahren ist löchrig, das haben wir auch in der Fußball-Bundesliga am Beispiel Bielefeld gesehen. Dennoch muss man in der DEL dafür sorgen, dass die faulen Eier zukünftig durchfallen», forderte Brück. Die Iserlohn Roosters gehören zu den wenigen Vereinen in der DEL, die in den vergangenen Jahren kleine Überschüsse in ihren Jahresbilanzen ausweisen konnten.

Außerdem warnt der Iserlohner Rechtsanwalt vor den Folgen des Falles Kassel Huskies, der derzeit auch ordentliche Gerichte beschäftigt. «Es darf nicht sein, dass sich ein finanziell kranker Club im Sommer per Planinsolvenzverfahren entschuldet und dann ganz normal am Ligaspielbetrieb teilnehmen darf. Eine solche Entscheidung der Gerichte im Fall Kassel hätte Auswirkungen auf jede andere Sportart in Deutschland», warnte Brück. Kassel wurde von den Gesellschaftern der DEL ausgeschlossen, erreichte vor Gericht jedoch die vorläufige Aussetzung des Beschlusses.

Neben Kassel leiden auch die Frankfurt Lions, die einen Insolvenzantrag gestellt haben, unter großen finanziellen Sorgen. Die Kölner Haie haben nach eigenen Angaben mit Hilfe einer Investorengruppe den Verbleib in der DEL gesichert. Offen ist, ob Zweitliga-Meister EHC München aufsteigen darf. Die Gesellschafter der Liga wollen abschließend auf einer Versammlung am 2. Juli über die Lizenzen und die künftige Größe der Liga entscheiden. (dpa)

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