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NHL-Profi Hecht: Ärger über drohendes Olympia-Aus

Mannheim. NHL-Profi Jochen Hecht hat mit Unverständnis auf die Entscheidung von Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp reagiert, ihn vorläufig nur in das erweiterte 35-köpfige Olympia-Aufgebot für Vancouver zu berufen.
08.01.2010, 18:30
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NHL-Profi Hecht: Ärger über drohendes Olympia-Aus

Unverständnis

dpa

Mannheim. NHL-Profi Jochen Hecht hat mit Unverständnis auf die Entscheidung von Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp reagiert, ihn vorläufig nur in das erweiterte 35-köpfige Olympia-Aufgebot für Vancouver zu berufen.

«Ich kenne die Hintergründe nicht. Aber klar ist: Ich habe mich natürlich geärgert, als ich davon erfuhr, dass ich nicht im 23er-Kader stehe», sagte der Stürmer der Buffalo Sabres dem «Mannheimer Morgen». Die Spiele 2006 in Turin hatte der 32-Jährige wegen einer Verletzung verpasst.

Seinen Traum, in Vancouver dabei zu sein, hat der gebürtige Mannheimer aber noch nicht aufgegeben. «Ich rechne weiter mit meiner Olympia-Teilnahme und gehe davon aus, dass mich jemand vom DEB anrufen und mir sagen wird, dass ich dabei bin», fügte Hecht hinzu. Olympische Spiele seien etwas ganz Besonderes. «Dass das Turnier im Mutterland des Eishockeys stattfindet, ist das i-Tüpfelchen. Es gibt nichts Schöneres, als gegen die Besten der Welt sein Können zu zeigen», betonte Hecht, der schon mehr als 700 NHL-Spiele absolviert hat und mit den Buffalo Sabres die Nordost-Division klar anführt.

In den ersten 42 Saisonspielen erzielte Hecht bislang aber nur neun Tore. In der Nationalmannschaft konnte er zudem häufig nicht sein ganzes Können abrufen. Auch bei der vergangenen Weltmeisterschaft in der Schweiz, als nur die Gastgeberrolle bei der WM 2010 die deutsche Mannschaft vor dem Abstieg bewahrte, zeigte der Mittelstürmer nicht sein volles Leistungsvermögen. Neben Hecht steht in Christoph Schubert von den Atlanta Thrashers ein weiterer deutscher NHL-Profi nur im erweiterten Kader. Auch Schubert war bei der enttäuschenden WM 2009 dabei und hatte sich ebenfalls kritisch über die Auswahl von Krupp geäußert.

Eine Entscheidung über den Kader soll vor der zweiten Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 22. Januar fallen. Änderungen in den Aufgeboten sind jedoch sogar noch bis zum 15. Februar möglich. Deutsche Vorrundengegner sind ab dem 17. Februar Olympiasieger Schweden, der Olympia-Zweite Finnland und der Weltranglisten-Achte Weißrussland. (dpa)

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