Fußball-Bezirksliga

Elfmeter entscheiden

Der VfL Wildeshausen unterliegt im Topspiel der Bezirksliga mit 1:2 beim SV Brake. Beim Stand von 1:1 verschoss der VfL einen Strafstoß, nur drei Minuten später traf der SV einen Elfer.
08.10.2017, 19:34
Lesedauer: 2 Min
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Elfmeter entscheiden
Von Michael Kerzel
Elfmeter entscheiden

In der 57. Minute verschoss Wildeshausens Lennart Flege einen Elfmeter. Es wäre die 2:1-Führung gewesen, die dann der SV Brake quasi im Gegenzug erzielte.

Ingo Moellers

Brake. 57 Minuten waren gespielt, als Lennart Flege für den VfL Wildeshausen im Topspiel der Fußball-Bezirksliga beim SV Brake zum Elfmeter antrat. Der Spielstand bis dahin lautete 1:1. Flege scheitert an SV-Torwart Patrick Lahrmann. „Das war der Knackpunkt im Spiel. Ich bin sicher, wenn der Elfer reingeht, gewinnen wir 3:1, weil Brake dann aufmachen muss“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula. Einen Vorwurf machte er Flege aber nicht. „Das passiert. Und hätte, wenn und aber nutzen nichts“, so Bragula weiter. Nur drei Minuten später machte es Norman Preuß für die Platzherren besser: Er versenkte vom Punkt sicher zum 2:1 für den SV (60.). „Wir verschießen, die machen ihn. Das ist Fußball. Jetzt heißt es Mund abputzen und nächste Woche geht es weiter“, meinte Bragula. Nach der 1:2 (1:1)-Niederlage stehen Wildeshausen und Brake punktgleich an der Tabellenspitze. Beide haben 24 Zähler nach neun Partien auf dem Konto, der VfL weist das um zehn Treffer bessere Torverhältnis auf.

Bragula verzichtete in seiner Startelf auf Toptorschütze Rene Tramitzke, der seine Stärken klar im Strafraum hat und von Flanken lebt. Wildeshausen setzte taktisch aber auf Konter und schnelles Umschalten. „Vom Ergebnis bin ich natürlich enttäuscht, vom Spiel aber nicht“, sagte der VfL-Trainer. „Wir hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel, dann hat Brake die Kontrolle übernommen. Mit dem 1:0 für Brake kam die Taktik natürlich etwas ins Bröckeln“, meinte Bragula. Nach einer Ecke landete der Ball bei Andre Jädtke. Dieser zirkelte ihn aus rund 14 Metern in die Maschen (23.). „Das hat er gut gemacht“, erkannte Bragula an. Auch der VfL traf im ersten Durchgang nach einer Standardsituation. Michael Eberle schlenzte einen Ball aus etwa 20 Metern um die Mauer herum flach ins Eck zum 1:1 (45.). Mit dem Unentschieden ging es in die Kabinen.

Auch in der zweiten Hälfte blieb die Partie recht ausgeglichen, Wildeshausens Kontertaktik funktionierte laut Bragula, auch wenn seine Mannen die Angriffe nicht immer sauber zu Ende spielten. Unter anderem resultierte der Elfmeter aus einem schnellen Gegenangriff. Nach den beiden Elferszenen und dem daraus resultierenden Rückstand brachte Bragula Sturmtank Tramitzke in der 71. Minute und beorderte wenig später auch Torben Schütte in den Sturm. Zählbares sprang für die Karndelkicker jedoch nicht mehr heraus. „Es war ein insgesamt sehr faires Spiel mit einer guten Kulisse. Die Qualität war auf beiden Seiten hoch“, fasste Bragula zusammen. Ein Unentschieden hätte seiner Meinung nach dem Spielverlauf eher entsprochen. „Die Niederlage ist unglücklich, aber das ist nun mal so“, sagte er. Die Braker seien etwas robuster, die Wildeshauser etwas beweglicher gewesen. Das Spiel war aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes im Krandelstadion im Vorfeld nach Brake verlegt worden. Die Mannschaften tauschten also das Heimrecht, sodass der VfL den Aufstiegsfavoriten aus Brake in der Rückrunde zu Hause empfängt.

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