Handball-Landesliga: Grüppenbühren spielt 30:30-Unentschieden gegen Schüttorf und fertigt am folgenden Tag Aurich II mit 38:16 ab

Engelmann-Team macht einen Sprung in der Tabelle

Ganderkesee-Bookholzberg. Die Strapazen haben sich gelohnt: Nach zwei Spielen an zwei Tagen haben die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Tabelle den Sprung auf Platz fünf geschafft. Am Freitagabend trennte sich die Mannschaft von Trainer Sven Engelmann 30:30 (11:15)-Unentschieden vom FC Schüttorf 09, am Sonnabend folgte dann ein klarer 38:16 (18:6)-Erfolg über den OHV Aurich II.
01.02.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Frederic Oetken
Engelmann-Team macht einen Sprung in der Tabelle

Lasse Wiosna traf beim 30:30-Remis gegen den FC Schüttorf viermal für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Den 38:16-Erfolg gegen den OHV Aurich II am nächsten Tag verpasste er dann aus beruflichen Gründen.

Ingo Moellers

Die Strapazen haben sich gelohnt: Nach zwei Spielen an zwei Tagen haben die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Tabelle den Sprung auf Platz fünf geschafft. Am Freitagabend trennte sich die Mannschaft von Trainer Sven Engelmann 30:30 (11:15)-Unentschieden vom FC Schüttorf 09, am Sonnabend folgte dann ein klarer 38:16 (18:6)-Erfolg über den OHV Aurich II.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - FC Schüttorf 09 30:30 (11:15). Ein Remis gegen den Tabellenvierten Schüttorf ist nicht zu verachten, aber es war sogar mehr drin für Grüppenbühren. „In der Schlussphase fehlte uns ein wenig die Cleverness“, sagte Coach Engelmann. Erst einmal erwischte sein Team aber einen sehr guten Start und ging mit 4:1 in Führung (5.). „Danach haben wir katastrophal nachgelassen“, monierte Engelmann. In der Abwehr agierten die Gastgeber nun zu statisch und packten nicht mehr richtig zu. Die Schüttorfer erzielten daher mehrere einfache Tore und setzten sich bis zur Pause auf 15:11 ab.

Zudem kassierte Grüppenbührens Julian Stolz eine Rote Karte mit Bericht, weil er sich zu einer unsportlichen Geste hatte hinreißen lassen (23.). Noch mehr als über diesen Platzverweis ärgerte sich Engelmann allerdings über das „kollektive egoistische Verhalten“ seiner Mannschaft. „Jeder hat sein Ding gemacht und wir haben uns gegenseitig angemeckert, da muss auch ich mich mit einschließen. Das war sehr enttäuschend“, hielt der Coach fest.

Während der Halbzeitpause kehrte dann aber wieder etwas Ruhe ein, und die Hausherren zeigten nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht. „Alle haben es begriffen, und wir haben uns danach gegenseitig angefeuert. Auch die Bank hat eine super Stimmung gemacht“, freute sich Engelmann. Das wirkte sich auf dem Feld positiv aus: In der 48. Minute glichen die Grüppenbührener durch Kevin Pintscher aus. Bis kurz vor Schluss führten sie dann sogar mit 29:27, doch es wurde noch einmal richtig spannend. 35 Sekunden vor dem Ende stand es 30:29, und Engelmann nahm eine Auszeit. Er appellierte an seine Mannschaft, den Ball nicht mehr zu verlieren. Im folgenden Spielzug kam dann Routinier Werner Dörgeloh zum Wurf, traf jedoch nur den Innenpfosten. Daraufhin nahmen die Schüttorfer sofort eine Auszeit und warfen mit der Schlusssirene noch den Ausgleich. „Das war bitter, und dadurch haben wir leider einen Punkt verschenkt. Trotzdem bin ich mit der Leistung in der zweiten Hälfte sehr zufrieden“, resümierte Engelmann.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - OHV Aurich II 38:16 (18:6). Nicht einmal 24 Stunden nach dem Remis gegen Schüttorf dominierten die Grüppenbührener die Partie gegen den Tabellenzwölften Aurich klar. Dabei legten sie ihr Hauptaugenmerk auf das Tempospiel. Die Gäste agierten im Angriff äußerst harmlos und zeigten im Rückraum kaum Durchschlagskraft. Somit gelangen den Gastgebern viele einfache Ballgewinne, die sie zu Gegenstoßtoren nutzten. Bereits beim Pausenstand von 18:6 war die Begegnung entschieden. Dennoch gaben die Hausherren im zweiten Durchgang weiter Gas. Nach Gegentreffern spielten sie sofort über die schnelle Mitte und setzten Aurich unter Druck. Da bei den Gästen zunehmend auch die Kräfte nachließen, fuhr Grüppenbühren einen völlig ungefährdeten Erfolg ein. „Das war ein Start-Ziel-Sieg von uns. Die Abwehr hat mir sehr gut gefallen, das Tempospiel war hervorragend“, lobte Trainer Engelmann.

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