Galopp Engländer Buzzword gewinnt deutsches Galopp-Derby

Hamburg. Der englische Hengst Buzzword hat als erstes ausländisches Pferd das deutsche Derby gewonnen und den einheimischen Top-Galoppern die Schau gestohlen. In der 141. Auflage des Rennens der Dreijährigen setzte sich Buzzword in Hamburg gegen 19 Konkurrenten durch.
18.07.2010, 21:14
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Hamburg. Der englische Hengst Buzzword hat als erstes ausländisches Pferd das deutsche Derby gewonnen und den einheimischen Top-Galoppern die Schau gestohlen. In der 141. Auflage des Rennens der Dreijährigen setzte sich Buzzword in Hamburg gegen 19 Konkurrenten durch.

15 000 Zuschauer wurden Zeuge des historischen Ereignisses im Rennen um das begehrte Blaue Band. Buzzword und sein 34 Jahre alter Jockey Royston Ffrench waren nach 2400 Metern des mit 780 000 Euro dotierten Rennens zu stark die Konkurrenz.

Wie erwartet war Zazou unter Olivier Peslier als Zweiter der beste deutsche Galopper, Dritter wurde der von Jozef Bojko gesteuerte Russian Tango. Der Galopper aus dem Besitz von Hamburgs Renn-Club-Vize Albert Darboven erhielt diesen Platz durch die Rennleitung zugesprochen, der vor ihm eingekommene Norweger Sir Lando hatte ihn 100 Meter vor dem Ziel behindert.

«Ich muss mein Pferd loben», sagte Ffrench nach dem Rennen, «das ist ein tolles Pferd und vor allem ein sehr harter Bursche.» Schon zwölfmal war er vor dem Derby-Start gelaufen, zeigte sich trotz des strammen Pensums in Hamburg enorm frisch. Ffrench bekam den Derbyritt, weil Buzzwords eigentlicher Jockey Ahmed Ajtebi gesperrt war. «Wir haben uns lange unterhalten, er hat mir gute Tipps gegeben, mein Dank gilt ihm», betonte Ffrench.

Am 12. Juli war Buzzword gegen eine Gebühr von 50 000 Euro nachgemeldet worden, die Investition zahlte sich durch einen Rennpreis von 300 000 Euro allemal aus. Scheich Mohammed al Maktoum aus Dubai erhält die Siegbörse. Buzzword hatte die weltbekannten blauen Rennfarben des Scheich-Rennstalles Godolphin zum Sieg getragen.

Für den Jockey Roytson Ffrench und Trainer Mahmood al Zarooni wird der Derby-Sonntag unvergesslich bleiben. Der Coach hatte erst vor wenigen Monaten mit der Trainingsarbeit angefangen, für den schon länger im Geschäft befindlichen Jockey war es der erste Derby-Erfolg und auch zugleich der wichtigste Sieg der Laufbahn.

Der als Favorit an den Start gegangenen Monterosso, ein weiterer für 50 000 Euro nachgemeldeter Scheich-Galopper, enttäuschte als Siebter. Blass blieb auch Seventh Sky, Bruder der früheren Derbysieger Samum und Schiaparelli, als Dreizehnter. «Wir kamen in eine Rangelei», sagte Jockey Andrasch Starke nach dem Rennen, «da war es gelaufen.» Sehr zufrieden zeigte sich das Lager des Zweitplatzierten Zazou. «Wir sind sehr stolz auf diese Leistung, der Sieger muss ein sehr gutes Pferd sein. Zazou ist ein großartiges 2000 Meter-Pferd», sagte Trainer Mario Hofer. Die 2400 Meter-Strecke des Rennens wurde Zazou am Ende ein wenig zu lang. (dpa)

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