Triathlon-DM in Düsseldorf: Gold für Manfred Hinzmann, Silber für Gesine Rösner Entschlossenheit zahlt sich aus

Bei den Deutschen Triathlon-Meisterschaften über die Kurzdistanz in Düsseldorf haben Gesine Rösner (Tri-Team Schwarme) und der Stuhrer Manfred Hinzmann (Triathlonclub Bremen) zwei weitere Erfolge gefeiert. Mit einer rasanten Aufholjagd erkämpfte sich Rösner in der Altersklasse der 50 bis 54-jährigen Seniorinnen die Silbermedaille. Hinzmann sicherte sich derweil seinen ersten Deutschen Meistertitel in der Altersklasse M75.
04.07.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christiane Golenia

Bei den Deutschen Triathlon-Meisterschaften über die Kurzdistanz in Düsseldorf haben Gesine Rösner (Tri-Team Schwarme) und der Stuhrer Manfred Hinzmann (Triathlonclub Bremen) zwei weitere Erfolge gefeiert. Mit einer rasanten Aufholjagd erkämpfte sich Rösner in der Altersklasse der 50 bis 54-jährigen Seniorinnen die Silbermedaille. Hinzmann sicherte sich derweil seinen ersten Deutschen Meistertitel in der Altersklasse M75.

Düsseldorf·Landkreis Diepholz. So hatte sich Gesine Rösner ihren DM-Start in Düsseldorf über die Olympische Distanz, die ja eigentlich ihre Paradedisziplin ist, wirklich nicht vorgestellt. Bereits nach dem Schwimmen im Medien-Hafen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt schienen alle Medaillenchancen vergeben. Bei Wassertemperaturen um 16 Grad hatte Rösner Probleme, in ihren Wettkampfrhythmus zu kommen. Nach 28:08 Minuten für die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke betrug der Rückstand auf die beiden Führenden in ihrer Altersklasse bereits mehrere Minuten. Den Abstand konnte Rösner auf der 40 Kilometer langen Radstrecke trotz ansprechender Leistung von 1:05:57 Stunden nur wenig verkürzen, was sie doch einigermaßen irritierte: "Nach dem Radfahren hatte ich noch das Gefühl, aufgrund des starken Windes kaum vorangekommen zu sein. Ich habe auch deutlich weniger Athleten als sonst eingeholt. Umso größer war zunächst der Frust, und ich habe alle Energie in das abschließende Laufen gesteckt", erklärte Rösner. Und ihr Mut zahlte sich aus: Auf den 9,6 Kilometern gelang es der Schwarmerin in ausgezeichneten 41:42 Minuten noch auf Rang zwei vorzulaufen. Hinter Silke Tesseraux (ASC Darmstadt, 2:20:23std.) sicherte sich Rösner in 2:21:00 Stunden den Vizetitel vor Nicola Lange (USC Kiel, 2:21:46std.).

Im krassen Gegensatz zu Rösners Aufholjagd gestaltete Manfred Hinzmann sein Rennen und musste im Nachhinein darüber schmunzeln. "Fast hätte ich den Titel noch verbummelt", stellte er fest. Nach einer ordentlichen Schwimmzeit von 33:47 Minuten hatte sich der Stuhrer mit einer für seine Altersklasse ausgezeichneten Radzeit von 1:11:36 Stunden einen Vorsprung von rund zehn Minuten auf Verfolger Wolfgang Arnold (EOSC Offenbach) verschafft. Von einem Sportfreund zusätzlich noch falsch informiert, bemerkte der Stuhrer gar nicht, wie sich der Abstand zusehends verringerte. Im Ziel brauchte Hinzmann nach 2:58:43 Stunden nur noch eine gute Minute auf seinen Konkurrenten zu warten, die Goldmedaille war ihm natürlich dennoch sicher.

Doch nicht nach London

Der Erfolg von Hinzmann ist umso bemerkenswerter, als dem Stuhrer erst zwei Wochen zuvor beim "Ironman Berlin 70.3" in 6:46:54 Stunden ebenfalls der Altersklassensieg gelungen war. Die damit verbundene Startberechtigung für die Ironman-WM 70.3 in Las Vegas ließ der 75-Jährige allerdings verfallen. Ebenso wird er nach langem Zögern von seinem Startrecht bei der Kurzdistanz-WM in London nun doch keinen Gebrauch machen: "Für mich bedeutet das in diesem Jahr einfach zu viel Aufwand", sagte er.

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