15. JFK-Cup

Erfahrungen in anderen Ländern sammeln

Bei der Baltic-Football-School bilden Spieler aus verschiedenen Vereinen eine Mannschaft. Beim JFK-Cup in Thedinghausen landete das Team auf Rang 15.
15.01.2018, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Nastassja Nadolska
Erfahrungen in anderen Ländern sammeln

Kinder aus sieben verschiedenen Vereinen müssen in kürzester Zeit als ein funktionierendes Team agieren. Das ist die Philosophie der Baltic-Football-School (schwarze Trikots).

Björn Hake

Zum ersten Mal war die Baltic-Football-School beim Jugendförderkreis-Cup in Thedinghausen dabei und obwohl das Team von Trainer Dzintars Kazaks nur den 15. Platz erreichte, ist er zufrieden mit der Leistung: „Wir sind glücklich, dass wir überhaupt mithalten konnten. Außerdem haben sie in den zwei Tagen sehr viel lernen können“, sagt Kazaks.

Sie und die Deutsch-Tschechische-Fußballschule arbeiten gemeinsam, unterscheiden sich aber doch ein wenig. „Die Baltic-Football-School ist ein Partnerverein der Deutsch-Tschechischen-Fußballschule. Auch wir nehmen uns Spieler aus den kleineren Vereinen. Allerdings tun wir das aus den osteuropäischen Ländern, wie unter anderem aus Polen, Lettland, Estland, Litauen und der Slowakei“, erklärt Robert Kilin, Sportlicher Leiter beider Schulen. Dabei sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, gegen namhafte Mannschaften zu spielen. „Wenn sie hören, dass sie gegen Werder, Ajax oder Porto antreten, ist es schon etwas anderes und Besonderes für die Kinder. Da sind sie doch ganz schön aufgeregt“, erzählt Kilin.

Teambildende Maßnahmen gehören zu den Schwerpunkten beider Mannschaften. „Die Spieler müssen sich gegenseitig akzeptieren. Sie kennen sich nicht, haben noch nie zusammen gespielt und müssen als Turniermannschaft funktionieren. Akzeptanz steht bei uns an oberster Stelle“, betont der Sportliche Leiter.

Vor allem die Kommunikation untereinander sei nicht immer ganz einfach – mehrere Nationen treffen dort aufeinander und müssen in kürzester Zeit zusammenwachsen. „Wir suchen die Spieler aus sieben Vereinen aus. Die dürfen dann auf vier bis sechs Turnieren mit. Bevor das stattfindet, kommen sie eine Woche zusammen und müssen im Camp lernen, in kürzester Zeit gemeinsam klar zu kommen“, erklärt Trainer Kazaks.

Zwischen dem west- und osteuropäischen Fußball sei ein fußballerischer Unterschied eindeutig zu sehen. „Von der Intensität ist es ganz anders als bei uns. Sie gehen wesentlich härter in die Zweikämpfe. Außerdem spielen die Mannschaften einen schnelleren und von der Qualität doch noch besseren Fußball als wir. Deswegen nehmen wir an solchen Turnieren teil, damit wir die jungen Spieler irgendwann in den Profifußball bringen können“, hofft Kazaks.

Da seien weite Strecken vorprogrammiert, allerdings nehme man diese Herausforderung dankend an: „Es ist unglaublich, wie viel die Kinder auf solchen Reisen lernen. Je öfter man es macht, desto weniger lassen sie sich von solchen Kulissen, wie zum Beispiel beim JFK-Cup, beeindrucken. Wir sind froh und dankbar, dass es solche Veranstaltungen gibt und wollen im nächsten Jahr wiederkommen“, sagt Robert Kilin.

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