Bezirksligist SG Findorff gewinnt die ersten sieben Saisonspiele – fünf davon mit einem Tor Vorsprung

Erfolgreiche Minimalisten

Bremen. Dieses 2:0 gegen Viktoria am vergangenen Spieltag der Bezirksliga, es war schon ein besonderes Ergebnis für die Fußballer der SG Findorff. So „klar“ gewinnen sie sonst nur selten.
06.10.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Bremen. Dieses 2:0 gegen Viktoria am vergangenen Spieltag der Bezirksliga, es war schon ein besonderes Ergebnis für die Fußballer der SG Findorff. So „klar“ gewinnen sie sonst nur selten. Gegen den SC Weyhe (1:0), Sparta Bremerhaven (1:0), den ATSV Sebaldsbrück (2:1), BTS Neustadt II (1:0) und den ESC Geestemünde II (2:1) reichte gerade ein mehr erzieltes Tor zum Sieg. Lediglich der 7:1-Erfolg gegen Hippokrates fällt komplett aus dem Rahmen. Unterm Strich stehen aber 21 Punkte aus sieben Partien.

Die SG Findorff liegt wohl nur deshalb nicht an der Spitze ihrer Spielklasse, weil der punktgleiche TSV Farge Rekum ein Spiel mehr absolviert hat. „Wir können uns auf unsere Defensive verlassen, und dann reicht eben auch mal ein Tor zum Sieg“, sagt André Zachar. Aber zufrieden ist der Trainer deshalb nicht: „Wir sind fußballerisch noch nicht so gut drauf.“ Dennoch ist der Minimalismus der SGF erfolgreich. Es soll allerdings schon bald eine Phase folgen, in der große Spielanteile auch zu klaren Siegen führen. „Bis auf das Spiel gegen Sebaldsbrück hätten wir deutlich höher gewinnen müssen“, findet André Zachar. Andererseits betont er auch, dass bislang eigentlich alles nach Plan gelaufen sei.

Es begann im Sommer mit einem neuen Kollegen. Dass Zachar nun mit Lennart Dinter, er kam vom TS Woltmershausen, ein gleichberechtigtes Gespann bildet, empfindet der Trainer als Schritt nach vorn. Schließlich seien mit dem Neuen „Impulse von außen“ verbunden gewesen, und die tun der Arbeit in Findorff gut. Zusammen konzentrierten sich die Übungsleiter in der Vorbereitung erst einmal auf die Defensivarbeit der Mannschaft. In dieser Hinsicht gab es nämlich Luft nach oben, das hatte die vergangene Saison, die die SGF als Sechster beendete, unterstrichen. Das Torverhältnis von 16:3 unterstreicht nun, dass die Findorffer schon mal recht gut stehen.

Jetzt ist der nächste Schritt gefragt, nämlich die Effektivität in der Offensive. „Wir arbeiten daran“, sagt Zachar. Im Training übt die Mannschaft derzeit recht intensiv das schnelle Umschalten nach Balleroberung, und es geht auch um die richtige Taktik gegen eine tief stehende Viererkette. Zudem versprechen sich die Findorffer irgendwann einmal auch Besserung aus einer ganz anderen Richtung. Denn momentan sind noch vier Angreifer verletzt, darunter auch Rene Zachar und Dennis Tesch, erfolgreiche Stürmer der vergangenen Saison. „Wenn sie zurückkehren, haben wir einen größeren Konkurrenzkampf“, sagt André Zachar. Derzeit würde sich die Mannschaft quasi von selbst aufstellen, Spieler ohne gute Form bekämen keine Pausen und hätten so keine Chance, zu einer besseren Verfassung zu finden.

Dagegen setzen sie bei der SG Findorff erst einmal nicht mehr auf die Dienste von Alexander Schlobohm. Der einstige Torjäger ist zwar längst zurück von seinem USA-Aufenthalt. Er laboriert derzeit aber an einer hartnäckigen Schambeinentzündung. Der Trainer: „Wir gehen nicht davon aus, dass er wiederkommt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison ist trotz der Offensivschwäche dagegen existent. Womöglich verschafft das ruhige Umfeld dem Team einen weiteren Vorteil. „Wir würden gern aufsteigen, aber wir müssen nicht“, sagt André Zachar.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+