Handball-Frauenmannschaft aus Vilsen Erfolgreicher Radikalumbruch

Br.-Vilsen. Vor genau einem Jahr hatten die Handball-Frauen der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf mit 14:4 Punkten in der Spitzengruppe der Landesliga gestanden. Zum Ende der Saison hat sich die Mannschaft aufgelöst und wurde neu formiert - mit Erfolg.
14.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christine Leska-Ottensmann

Br.-Vilsen. "Der Umbruch ist vollauf geglückt", frohlockt Trainer Andreas Schnichels. Denn nach der Hinrunde steht sein Team mit 16:4 Punkten auf Platz eins der Tabelle.

Vier Damen waren aus dem Landesliga-Team übrig geblieben, hinzu kamen vier Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft. Mit der jungen Leonie Finke konnte die HSG jedoch nur einen echten Neuzugang begrüßen. Der Minikader erhält aber Unterstützung aus dem Nachwuchs. "Wir können regelmäßig auf vier A-Juniorinnen zurückgreifen. Seit Oktober absolvieren wir wöchentlich auch eine Trainingseinheit zusammen", verrät Schnichels. In den Partien überzeugten die Youngster Nina Braatz, Sophia Giese, Ida Schumacher und Maren Döhrmann bereits mit zum Teil hervorragenden Leistungen.

Schwer auszurechnen

Für die Gegner sind die Vilserinnen schwer auszurechnen, denn absolute Ausnahmespielerinnen gibt es nicht. "Immer wieder spielen sich andere Damen in den Vordergrund", freut sich der Trainer, dem die Arbeit mit der Mannschaft sehr viel Spaß bereitet. Sein verlängerter Arm auf dem Feld ist Lena Rajes, die eine gute Spielauffassung und ein großes Kämpferherz besitzt. Zusammen mit der pfeilschnellen und einsatzfreudigen Sabine Slembeck, die zudem ein "Terrier in der Deckung" (Andreas Schnichels) sei, motiviert Rajes ihre Teamkameradinnen zu Höchstleistungen.

Marnie Igwerks glänzt mit ihrer guten Übersicht, und vorne wirbelt Jeanette Eiskamp. "Sie kann ein Spiel allein entscheiden", lobt ihr Coach. Genauso wie Torfrau Meike Klinker, die mit ihren 39 Jahren die erfahrenste Akteurin ist. "Gegen den TV Scheeßel hat Meike mit tollen Paraden beide Punkte für uns festgehalten", schwärmt Schnichels.

Eine Sieggarantin war in dieser Partie auch Katrin Meier, die auf Rechtsaußen das entscheidende Tor erzielte. "Katrin ist sehr flexibel und hat sich in den drei Jahren bei uns sehr gut entwickelt", urteilt der HSG-Coach. Auch Claudia Grafe und Ann-Kathrin Engelke trugen mit guten Leistungen ihren Teil zur bisher so erfolgreichen Saison bei.

Wie nicht anders zu erwarten, verlief der Saisonstart etwas holprig. Zwar gelang direkt zum Auftakt ein Erfolg gegen die TSG Seckenhausen/Fahrenhorst, doch dann folgten zwei knappe Niederlagen gegen die SG Achim/Baden II (20:21) und den TV Oyten IV (15:17). So standen nach vier Spielen nur 4:4 Punkte zu Buche. "In dieser Phase fehlten uns die Abstimmung und das gewisse Quäntchen Glück", erinnert sich Schnichels. Danach fanden die Vilserinnen besser zueinander. Sie spielten sich regelrecht in einen Rausch und feierten sechs Siege in Folge.

Das Ziel für die Rückrunde klingt erst einmal bescheiden: "Für unsere Niederlagen wollen wir uns revanchieren", wünscht sich der HSG-Coach. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am heutigen Sonnabend, wenn sein Team um 19 Uhr in eigener Halle den Tabellenvierten SG Achim/Baden II empfängt. Das Wort Aufstieg möchte der Coach (noch) nicht in den Mund nehmen. "Aber wenn man erst einmal dort oben steht, möchte man diesen Platz auch nicht so schnell wieder hergeben", sagt er und schmunzelt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+