Fußball-Bezirksliga Frauen Erleichterung, Ernüchterung und Erfreuen

Gemischte Gefühlslagen bei den kreisverdener Teams: Während Bassen an die Spitze stürmt, jubelt Holtebüttel über den ersten Saisonsieg. Bei Fischerhude kehrt Ernüchterung ein.
24.09.2018, 17:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Landkreis Verden. In der Fußball-Bezirksliga der Frauen gab es einen Wechsel an der Tabellenspitze. Der TSV Bassen ist nach seinem Sieg gegen den MTV Jeddingen die neue Nummer eins. Seinen ersten Saisonsieg feierte der SV Holtebüttel. Das Team von Andreas Dressler setzte sich beim SV Dornbusch durch und schaffte den Anschluss an das rettende Ufer. Seine zweite Niederlage bezog hingegen Aufsteiger TSV Fischerhude-Quelkhorn beim Heeslinger SC.

Heeslinger SC - TSV Fischerhude-Quelkhorn 2:1 (2:0): Für den Aufsteiger wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Das Team von Jan Blanken bekam in Heeslingen zu spüren, wie gut in der Bezirksliga gespielt wird. „Der HSC war bislang unser stärkster Gegner. Die Niederlage geht völlig in Ordnung, daran gibt es nichts zu rütteln“, gestand Blanken. In Halbzeit eins hatte der Aufsteiger keinen Zugriff auf das Spiel. Die Gastgeberinnen dominierten eindeutig das Geschehen auf dem Platz und hätten deutlicher als mit 2:0 führen können. TSV-Keeperin Nina Brüning wehrte noch mehrfach in höchster Not ab. Nach dem Seitenwechsel lief es besser für die Blanken-Elf, die nun munter mitspielte. Die erste Gelegenheit zum Anschlusstor bot sich Nele Brüning nach einer Ecke (60.). Auch Nina Luhmann, die in der 75. Minute frei vor Heeslingens Torfrau auftauchte, hätte treffen können. Das 1:2 in Minute 85 durch Ronja Kittner fiel letztlich zu spät. Für Fischerhude geht es am 14. Oktober mit dem Derby beim TSV Bassen weiter.

SV Dornbusch - SV Holtebüttel 0:3 (0:0): „Es war gut anzusehen, wie meine Spielerinnen kombiniert und letztlich auch in der Höhe verdient gewonnen haben“, strahlte Andreas Dressler nach dem Sieg beim Schlusslicht. Schon in der ersten Halbzeit stellte der SVH die bessere Mannschaft und hatte gute Torchancen. „Leider wurden die Möglichkeiten zur Führung nicht genutzt“, erzählte Dressler. Den Bann brach dann Jamina-Jana Zaugg in der 52. Minute, als sie im Nachsetzen den Ball über die Torlinie beförderte. Zuvor hatte Sarah Bresagk abgezogen. Mit einem tollen Fernschuss erhöhte zunächst Noura Jalal Aldin auf 2:0 (86.), ehe Bresagk in der Schlussminute zum 3:0 für Holtebüttel traf. „Nach einem Jahr Spielpause war Maren Weidemann wieder dabei. Sie hat unserem Spiel viele Impulse gegeben“, sah Dressler ein gutes Comeback der Mittelfeldakteurin. Die ansteigende Form des SVH gilt es am 14. Oktober zu bestätigen, wenn es auf eigenem Platz gegen den Heeslinger SC geht.

TSV Bassen - MTV Jeddingen 2:1 (1:0): Die Zuschauer bekamen in der ausgeglichenen Partie nur wenige Torraumszenen zu sehen. Meist spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte sich Bassens Lena Troschka auf der Außenposition durch und passte auf Christina Meyer, die keine Mühe hatte, den Ball aus zwei Metern zum 1:0 über die Torlinie zu drücken (43.). Direkt nach dem Seitenwechsel gelang Anna-Lena Voigt mit einem Distanzschuss das 1:1 (48.). In der Folge neutralisierten sich beide Teams nahezu. Nach einer Stunde verpassten gleich drei Bassenerinnen einen Flankenball von Maike Grünhagen. „Da musste das 2:1 für uns fallen“, betonte Bassens Pressesprecher Uwe Norden. TSV-Torfrau Juliane Lindhorst fischte einen Ball aus der Ecke, und dann war die Zeit von Sophie Gäbelein gekommen. Nach Zuspiel von Joelle-Laureen Trimpert erzielte Gäbelein den Siegtreffer (69.). Jeddingen drängte in der Schlussphase zwar auf den Ausgleich, aber ernsthafte Gefahr entstand dadurch nicht. „Wir stellten das glücklichere Team“, freute sich Norden über den Erfolg seines TSV.

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