David Lohmann hält Heidkrug im Spiel, dann brechen bei Eversten die Dämme - 4:0

Erlösender Doppelschlag

Delmenhorst. Glück braucht der Mensch - und ab und an einen Doppelschlag zum richtigen Zeitpunkt. Zumindest die Bezirksliga-Fußballer des TuS Heidkrug durften sich gestern beim TuS Eversten über diese günstige Konstellation freuen, denn nach dem am Ende überdeutlichen 4:0 (0:0)-Sieg bleiben die Delmenhorster jetzt als Tabellenzweiter hinter dem ebenfalls siegreichen neuen alten Spitzenreiter VfL Wildeshausen in Lauerstellung.
01.11.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Delmenhorst. Glück braucht der Mensch - und ab und an einen Doppelschlag zum richtigen Zeitpunkt. Zumindest die Bezirksliga-Fußballer des TuS Heidkrug durften sich gestern beim TuS Eversten über diese günstige Konstellation freuen, denn nach dem am Ende überdeutlichen 4:0 (0:0)-Sieg bleiben die Delmenhorster jetzt als Tabellenzweiter hinter dem ebenfalls siegreichen neuen alten Spitzenreiter VfL Wildeshausen in Lauerstellung.

'Das war ein hartes Stück Arbeit', sagte Heidkrugs Trainer Detlev Garmhausen und pustete erst einmal durch. Die Platzverhältnisse und das miese Wetter taten das Übrige, um die Reise nach Oldenburg für die Heidkruger erst einmal zu einer Schreckensfahrt werden zu lassen. Denn viel hätte nicht gefehlt, und die Gastgeber wären - sogar verdientermaßen - in Führung gegangen.

Die Heidkruger konnten sich in den ersten 45 Minuten einfach nicht auf die langen Bälle der Everster einstellen. Vorne in der Spitze wartete mit Sebastian Schwarz ein schneller Stürmer. Der lief gleich zweimal allein auf das Heidkruger Gehäuse zu, doch beide Male parierte dort David Lohmann glänzend zwischen den Pfosten. 'Ganz klar, David hat uns hier heute im Spiel gehalten', lobte auch Garmhausen seinen Schlussmann. Hinten anfällig, vorne kein Druck und nicht eine einzige Torchance - in der zweiten Halbzeit musste etwas passieren, wollten die Heidkruger die Steilvorlage des TV Jahn, der dem alten Tabellenführer TSV Oldenburg ein 1:1 abknöpfte, nutzen.

Taktische Umstellung

Und es tat sich etwas. Die Heidkruger kamen wesentlich aggressiver aus der Kabine und die wohl entscheidende taktische Umstellung trug schnell Früchte. Denn nach der Pause rückte Ralf Faulhaber, der bis dato als hängende Spitze agierte, wieder vor Patrick Klenke und Andreas Lorer auf die zentrale Stürmerposition. Dadurch ergaben sich die lange benötigten Freiräume, die die Delmenhorster schließlich nutzten.

Letztlich waren es elf Minuten, die die Everster wie ein Orkan durchwirbelten und die Entscheidung brachten. Zunächst nickte Andreas Lorer einen Eckball von Nils Giza zur erlösenden 1:0-Führung ein (56.), bevor Patrick Finke eine Minute später eine Hereingabe von Lorer nutzte, um danach den Everster Torwart vor dem 2:0 zu tunneln. Weitere zehn Minuten später wurde Mark Spohler vom Glück begünstigt, als ihm nach einer Faulhaber-Ecke der Ball unverhofft auf den Fuß und vorn dort aus zum 3:0 ins Tor sprang - das Spiel war gelaufen.

Die bis dato weitgehend auf Augenhöhe Paroli bietenden Gastgeber resignierten nach dieser Vorentscheidung zusehends, während die Heidkruger in der Folgezeit noch etliche Chancen zum Führungsausbau vergaben. Lediglich Patrick Klenke nutzte eine der letzten Möglichkeiten dieses Spiels, als er mit einem sehenswerten Heber das 4:0 besorgte (88.).

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