Grambke-Oslebshausen feiert langersehnten Sieg – 30:26 über Verden Erlösung nach 25 Wochen

Oslebshausen. Ist der Knoten bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen endlich geplatzt? Fakt ist, dass sie mit dem 30:26 (16:15)-Heimsieg über die HSG Verden-Aller ihre 25-wöchige Durststrecke beendeten. So lange hat es gedauert, bis ihre Zuschauer nach drei Unentschieden und 13 Niederlagen endlich wieder einen Sieg beklatschen durften.
14.03.2019, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Ist der Knoten bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen endlich geplatzt? Fakt ist, dass sie mit dem 30:26 (16:15)-Heimsieg über die HSG Verden-Aller ihre 25-wöchige Durststrecke beendeten. So lange hat es gedauert, bis ihre Zuschauer nach drei Unentschieden und 13 Niederlagen endlich wieder einen Sieg beklatschen durften. So richtig getraut hatten sie dem Braten auf den Rängen aber lange nicht. Sie erhoben sich erst acht Sekunden vor dem Abpfiff von ihren Sitzplätzen, klatschten dafür aber dann, was das Zeug hielt. Schließlich waren sie in den vergangenen Wochen und Monaten schon zu oft enttäuscht worden – beim 33:33 gegen den direkten Konkurrenten SV Beckdorf II sogar durch das Verspielen eines Drei-Tore-Vorsprungs in der allerletzten Sekunde.

Diesmal war es anders, da hatte SVGO-Interimstrainer Marcel Hägermann einen Erfolgs-Flüsterer auf der Bank sitzen: seinen Linkshänder Sebastian Dunker. „Wechsel mich ein, ich mach das“, hatte Dunker seinem Coach gesagt. Dunker war nämlich auf der Bank immer unruhiger geworden, als seine Mitspieler den 20:16-Vorsprung durch die doppelte Manndeckung für die Hinrichs-Brüdern Steven und Pascal geradewegs verspielt hatten (25:25/55.). „Die offensive Abwehr kommt meinem Spielstil zugute“, argumentierte der Mann, der als einziger Spieler seines Teams ohne Backe auskommt. Ja, der sie sogar als störend empfindet.

Der Schwarzschopf stieß mit seinen Argumenten bei Marcel Hägermann auf Gehör und verpasste den glücklicherweise immer offensiver deckenden Gästen mit drei Toren in der Crunchtime geradewegs einen richtigen Tritt vor das Schienbein. Als Dunker keine 13 Sekunden nach seinem dritten Fließbandtreffer zum 28:25-Vorsprung (58.) auch noch einen Ball in der Abwehr eroberte, dabei gefoult wurde und sein Gegenspieler dafür für zwei Minuten auf die Sünderbank musste, war das gelb-blaue Glück perfekt.

Zum Schluss verpassten die Hinrichs-Brüder Steven und Pascal dem Statistik-Zwilling in 2019 –beide Teams waren in ihren fünf Spielen dieses Jahres sieglos geblieben (1:9 Zähler) – mit den finalen Treffern zum 30:26-Endstand den endgültigen K.o. „Ich sollte wohl öfter auf meine Spieler hören“, scherzte Marcel Hägermann erleichtert. Denn der Sieg hält die Hoffnungen des Tabellenvorletzten auf den Klassenerhalt sieben Spieltage vor dem Saisonende weiter am Leben. Vom Relegationsplatz, den der nächste Punktspielgegner TV Gut Heil Spaden innehat, trennen die Gelb-Blauen noch drei Punkte. Allerdings sind sie in der Fremde auch seit mittlerweile zwei Jahren sieglos.

Der Motor des Grambker Angriffsspiels war gegen die HSG Verden-Aller übrigens Pascal Hinrichs, der vor allem auf der Angriffsmitte bis zu seiner Manndeckung siebenmal mit seinen unwiderstehlichen Unterarmwürfen erfolgreich ins Schwarze getroffen hatte. „Er hat das Spiel so geführt, wie ich es mir von ihm wünsche“, lobte Marcel Hägermann. Auch seine Deckung stellte sich nach dem Seitenwechsel besser auf und blockte den Niedersachsen einige Bälle weg. Dass es zum Schluss der zweiten 30 Spielminuten nur noch elf weitere Gegentreffer geworden sind, war außerdem das Verdienst des SVGO-Schlussmanns Michael Mulinski, der sich zwischen den Pfosten deutlich steigerte.

Im Kellerduell gegen die körperlich äußerst robust spielenden Spadener muss beim SVGO nun unbedingt die Revanche für die ärgerliche 37:38-Hinspielniederlage her (Sonnabend, 18 Uhr, Hans-Gabrich-Halle, Leherheide). Danach müssen die Gelb-Blauen vor allem in ihren fünf verbleibenden Heimspielen noch einige wichtige Zähler nachlegen.

SV Grambke-Oslebshausen: Mulinski; Feldermann (1), Pfeiffer (1), P. Hinrichs (9), Bülow, Rüttjerott (2/1), S. Hinrichs (7/3), Dunker (4), Hanke, Hergert (1), Behrmann (1/1), Bischof (3), Schmidt (1).

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