HSG Delmenhorst verliert 25:27 gegen Hatten, bleibt dank Huder Schützenhilfe jedoch mit fünf Punkten Spitzenreiter Erste Niederlage noch ohne Folgen

Delmenhorst. Die schneeweiße Weste der HSG Delmenhorst hat in der Handball-Weser-Ems-Liga der Frauen einen ersten Grauschleier bekommen. Gegen die TSG Hatten/Sandkrug verlor die Mannschaft von Volker Gallmann nach einer 14:9-Pausenführung am Ende noch mit 25:27. Ohne Punktgewinn blieben die HSG Harpstedt/Wildeshausen beim 13:22 (5:8) gegen den Oldenburger TB, der TSV Ganderkesee mit 21:25 (12:16) gegen die HSG Wilhelm-shaven II sowie die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit 19:32 (7:14) bei Tura Marienhafe. Eine bemerkenswerte Leistung bot die HSG Hude/Falkenburg II, die gegen den MTV Aurich mit 27:23 (11:14 gewann.
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Von Rolf Behrens

Delmenhorst. Die schneeweiße Weste der HSG Delmenhorst hat in der Handball-Weser-Ems-Liga der Frauen einen ersten Grauschleier bekommen. Gegen die TSG Hatten/Sandkrug verlor die Mannschaft von Volker Gallmann nach einer 14:9-Pausenführung am Ende noch mit 25:27. Ohne Punktgewinn blieben die HSG Harpstedt/Wildeshausen beim 13:22 (5:8) gegen den Oldenburger TB, der TSV Ganderkesee mit 21:25 (12:16) gegen die HSG Wilhelm-shaven II sowie die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit 19:32 (7:14) bei Tura Marienhafe. Eine bemerkenswerte Leistung bot die HSG Hude/Falkenburg II, die gegen den MTV Aurich mit 27:23 (11:14 gewann.

HSG Delmenhorst - TSG Hatten/Sandkrug 25:27 (14:9): Einmal musste es ja auch die HSG erwischen. Allerdings sah es lange Zeit ganz und gar nicht danach aus, denn die Delmenhorsterinnen schienen beim 18:11 auf der sicheren Seite. Die letzten 20 Minuten aber widerlegen das Zwischenergebnis. Das Spiel begann für den Tabellenführer nach Wunsch. Die Chancen wurden genutzt und auch der Deckungsbereich arbeitete gut. Zudem ahndete das Schiedsrichtergespann Arendts/Schwarzenberger jede Aktion der Gäste. Die Gallmann-Damen spulten ihren Faden runter und kamen über ein 5:2 und 11:5 zu einer 14:9-Pausenführung. Der Pausentee schmeckte noch nach und die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff ließen Volker Gallmann ruhig auf der Bank Platz nehmen. 18:11 führten die Gastgeberinnen nach 37 Minuten.

Wende kurz und heftig

Die Wende kam kurz und heftig. Nun waren es die Delmenhorsterinnen, die für ihre Taten von den Unparteiischen aufs Korn genommen wurden. Das brachte das Team mehr und mehr vom Weg ab. Innerhalb weniger Minuten war die TSG dran und schaffte den Anschluss zum 17:18. Die Delmenhorsterinnen brachten nur noch wenige konzentrierte Aktionen zu Stande. Da auch die Defensivabteilung immer wackeliger wurde, geriet man nach dem 21:21 mit drei Toren vorentscheidend in Rückstand.

TSV Ganderkesee - HSG Wilhelm-shaven II 21:25 (12:16): Der TSV Ganderkesee trägt weiterhin die rote Laterne der Weser-Ems-Liga. Das Trainergespann Sabine Kalle und Olaf Wiegmann musste gegen Wilhelmshaven passen, so dass Heike Wehrenberg die Rolle auf der Bank wahrnahm. Die Mannschaft kam gut ins Spiel und lag nach 15 Minuten mit 7:4 vorn. Ein Team-Time-out der Gäste brachte den TSV aber vom Weg ab. Die HSG sortierte sich neu, nahm Maike Berner mehr in Augenschein und hatte gegen die etwas zu passiv stehende Deckung des TSV keine Mühe, fünf Tore in Folge zu erzielen. Die Ganderkeseerinnen schafften durch Maike Berner zwar noch einmal das 11:11, doch bis zur Pause geriet man noch mit 12:16 in Rückstand. Daran änderte sich während der zweiten Halbzeit nichts mehr. Es fehlen einfach durchschlagskräftigere Spielerinnen, die in solchen Spielen mehr Impulse setzen können.

HSG Harpstedt/Wildeshausen - Oldenburger TB 13:22 (5:8): Die verletzungsbedingt arg gebeutelte HSG Harpstedt/Wildeshausen geht schweren Zeit entgegen. Für das Trainergespann Marlis Holste und Ilona Beuke wahrlich keine leichte Aufgabe, Woche für Woche mit einer anderen Aufstellung ins Spiel zu gehen. Die Deckung erledigte die Aufgaben zwar noch ganz ordentlich, aber im Angriff fehlen die einfachen, schnellen Tore, da das Umschalten zu lange dauert. Aus dem gebundenen Angriffsspiel kommen nur selten Tore au dem Rückraum zustande, da es hier an Durchschlagskraft fehlte. Das 5:8 zur Pause war allerdings noch im drehbaren Bereich. Nach dem Wechsel bahnte sich mit dem Oldenburger 16:7-Vorsprung jedoch eine Vorentscheidung an. Da das Schiedsrichtergespann Un-tiedt/Kettmann aus Garrel nicht antrat, sprangen Uwe Lampe (Harpstedt) sowie Sabrina Meyer (OTB) ein.

HSG Hude/Falkenburg II - MTV Aurich 27:23 (11:14): Über diesen Erfolg durfte sich nicht nur die HSG Hude/Falkenburg freuen, sondern auch die HSG Delmenhorst, denn die bleibt weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung vor der Konkurrenz Tabellenführer. Die Aufgabe war schwer, aber nicht unlösbar für die Gastgeberinnen. Die laufstarken Auricherinnen lagen im ersten Abschnitt zwar stets vorn, doch richtig absetzen konnten sie sich nicht. Dafür bot die HSG kämpferisch eine zu starke Leistung. Nach dem Wechsel glichen die Breithaupt-Schützlinge zwar schnell zum 14:14 aus, doch kurz danach hatte der alte Drei-Tore-Rückstand wieder Bestand. Fünf Minuten vor dem Ende hieß es 22:22. Die Gastgeberinnen konnten noch einmal eine Schippe drauflegen und kamen mit erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen durch Veronika Sinn sowie Pia Möller zur vorentscheidenden 26:22-Führung.

Tura Marienhafe - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 32:19 (14:7): In Marienhafe muss man nicht gewinnen, doch bei der Niederlage kommt es auf das Wie an. Mit Einsatzbereitschaft hatte HSG-Trainer Andreas Müller den Kern getroffen. Außer Torhüterin Carina Uken und Mareike Herrmann stemmten sich keine weiteren Mitspielerinnen gegen die drohende Niederlage. Bereits nach 15 Minuten beim Stande von 4:9 ließen die meisten Spielerinnen den Kopf hängen. Damit war das Ende bereits frühzeitig eingeläutet. Ohne Kampf kann man in dieser Liga kein Spiel herumreißen.

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