Horner Floorballer verlieren zweites Play-off-Halbfinale gegen Schriesheim mit 5:6

Erstligareife fehlt

Bremen. Als die Schlusssirene in der Schrieshemer Mehrzweckhalle ertönte, beendete sie nicht nur ein packendes Play-off-Halbfinalrückspiel, sie setzte auch den endgültigen Schlussstrich unter die Aufstiegshoffnungen des TV Eiche Horn. Mit 5:6 hatten sich die Bremer Floorballer dem Meister der Süd/Ost-Staffel, dem TV Schriesheim, geschlagen geben müssen, nachdem sie im ersten Aufeinandertreffen in Horn bereits mit 3:9 unterlegen waren.
28.03.2019, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Als die Schlusssirene in der Schrieshemer Mehrzweckhalle ertönte, beendete sie nicht nur ein packendes Play-off-Halbfinalrückspiel, sie setzte auch den endgültigen Schlussstrich unter die Aufstiegshoffnungen des TV Eiche Horn. Mit 5:6 hatten sich die Bremer Floorballer dem Meister der Süd/Ost-Staffel, dem TV Schriesheim, geschlagen geben müssen, nachdem sie im ersten Aufeinandertreffen in Horn bereits mit 3:9 unterlegen waren. Damit verpasste Eiche zwar erneut den Sprung in die 1. Liga, doch dieser Abschluss stimmte immerhin versöhnlich. „Das war sicherlich eines unserer besten Saisonspiele. Wir haben dagegen gehalten und nicht aufgegeben“, sagte Trainer Daniel Teetz, der diesmal weitaus weniger geknickt war als noch im vergangenen Jahr, als sich die Horner nach einer schier endlos scheinenden Odyssee an Auf- und Relegationsspielen dann doch nicht mit dem Sprung ins deutsche Oberhaus belohnen konnten.

Am Ende blieb den Bremern in dieser Saison eine schlichte Erkenntnis: „Wir waren in diesem Jahr nicht erstligareif“, stellte Daniel Teetz fest. Was andererseits aber nichts an seinen Plänen für die kommende Serie in der 2. Liga ändert. „Nächstes Jahr machen wir einen neuen Anlauf. Ich will in der nächsten Saison endlich aufsteigen“, sagt Teetz.

Dabei begann das Halbfinal-Rückspiel optimal. Der wieder einmal überragende Marcel Westermann hatte nach einem Solo zunächst für Mannschaftskapitän Till Geiler optimal aufgelegt, der den Ball volley zum 1:0 in die Maschen drosch (2.). Knapp drei Minuten später erhöhte Westermann dann selbst ebenfalls mit einem Volleyschuss auf 2:0. Es sollte nicht die letzte Horner Führung bleiben, denn in der sehr ausgeglichenen Partie wogte das Spiel sehr zur Freude der begeisterten Zuschauer hin und her. Die Gastgeber konnten sich wie bereits im Hinspiel auf ihr herausragendes Stürmertrio verlassen, das über eine exzellente Schusstechnik verfügt. Diesmal waren Schriesheims Spielertrainer Alexander Burmeister, dessen Bruder Nicolas und Felix Künnecke sogar an allen sechs Treffern beteiligt. Alex Burmeister sorgte noch im ersten Drittel für den 2:2-Zwischenstand, Nicolas glich die erneute Führung von Jan Paul Gersdorf im zweiten Abschnitt zum 3:3 aus.

Die Horner steckten jedoch nie auf. Das schien die Schriesheimer ziemlich zu ärgern. Damit hatten sie nach dem Hinspiel offenbar nicht gerechnet“, sagte Daniel Teetz. Marcel Westermann brachte Eiche schließlich noch einmal zum 4:3 in Führung, doch Benno Zehnder und Nicolas Burmeister drehten den Spieß zum 5:4-Drittelendstand um.

Im Schlussdurchgang baute Alexander Burmeister diesen Vorsprung zum 6:4 aus, bevor Marcel Westermann mit seinem dritten Treffer noch das 5:6 gelang. „Wir waren am Drücker und ich bin fest davon überzeugt, wären noch zwei Minuten mehr Zeit gewesen, hätten wir den Ausgleich noch geschafft“, sagte Daniel Teetz.

So blieb es aber bei der knappen Niederlage, mit der die Horner eine keinesfalls schlechte Serie beenden. Nur – so richtig gut war sie für Bremer Verhältnisse auch nicht. Der Umbruch, dem die Mannschaft unterworfen war, forderte seinen Tribut. Cordsen und Teetz setzten wie so oft auf die Jugend und wurden nicht enttäuscht. Zudem hatte Eiche mit Verletzungen zu kämpfen und einige Leistungsträger mussten ihre Prioritäten neu setzen. So fehlte zum Beispiel ein Stammspieler wie Steven Schweiger in beiden Play-off-Spielen. „Steven wollte sich vor seinen Sport-Prüfungen für das Abitur auf keinen Fall verletzen. Das kann ich natürlich absolut verstehen. Trotzdem können wir auf solch einen Spieler eigentlich nicht verzichten“, sagte Teetz. Vor den Hornern liegt jetzt erst einmal eine aktive Pause, die mit allem, nur nicht mit Floorball gefüllt werden soll. Ende Mai/Anfang Juni beginnt die Saisonvorbereitung. Bis dahin dürfte der Kader stehen. Dabei verspricht Teetz auf jeden Fall Veränderungen. Der Umbruch setzt sich fort.

TV Eiche Horn: Lizotte, Schaidl; Florian von Kroge, Kerlin, Gersdorf, Pavel Komarov, Geiler, Finn von Kroge, Per Gerdsen, Eidam, Griebel, Fliegner, Ole Gerdsen, Westermann.

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