1. Floorball-Bundesliga

Es fehlt immer noch ein bisschen

Immerhin in zwei Dritteln war der TV Lilienthal die bessere Mannschaft. Doch die frühe 3:0-Führung reichte Floorball-Dauermeister UHC Weißenfels zu einem am Ende recht knappen Sieg gegen die „Wölfe“.
03.12.2017, 19:46
Lesedauer: 3 Min
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Von karsten hollmann
Es fehlt immer noch ein bisschen

Lilienthals Torwart Nils Hallerstede zeigte im Spitzenspiel gegen UHC Weißenfels etliche starke Paraden.

Hans-Henning Hasselberg

Lilienthal. Der TV Lilienthal befand sich in den Schlusssekunden der Partie gegen den Dauermeister der 1. Floorball-Bundesliga, UHC Weißenfels, in doppelter Überzahl. Dann übernahm „Wölfe“-Spielertrainer Janos Bröker die Verantwortung, zielte jedoch vorbei. Somit war die knappe 4:5-Niederlage gegen den Ersten besiegelt. Nur einen Tag später ließen die Lilienthaler einen 11:0-Kantersieg über den VfL „Red Hocks“ Kaufering folgen.

TV Lilienthal – UHC Weißenfels 4:5 (0:3/2:1/2:1): Der Spitzenreiter legte vor allem beim Überzahlspiel seine Extraklasse an den Tag. Gleich die erste Strafzeit gegen die Gastgeber für Ole Appenrodt wegen überharten Körpereinsatzes nutzten die Gäste zum Führungstor durch Anssi Soini (12.). Dieser Gegentreffer bekam den Hausherren gar nicht gut. „Wird sind nach dem 0:1 ein bisschen eingebrochen“, räumte Spielertrainer Mark-Oliver Bothe ein. Anssi Soini leitete das 2:0 von Axel Kuch ein, der das 3:0 markierte.

Die beiden folgenden Abschnitte entschieden die Gastgeber aber zu ihren Gunsten. „Da haben wir gezeigt, dass wir nicht ohne Grund über die beste Defensive der Liga verfügen“, so Bothe. Nach 35 Minuten brachte Janos Bröker seine Farben auf 1:3 heran. Dann kassierten Weißenfels' Philip Jassmann sowie Luca-Leon Beyrich binnen weniger Sekunden jeweils wegen Stockschlagens Zeitstrafen (44.). Bothe verwertete in doppelter Überzahl ein Zuspiel von Janos Bröker zum 2:3. Nun waren die „Wölfe“ auch drauf und dran, das Spiel komplett zu drehen. Doch der Finne Soini stellte kurz vor Ende des zweiten Drittels wieder den alten Zwei-Tore-Abstand her.

Die Heimformation glaubte aber nach wie vor an ihre Chance: Nach einer tollen Parade von Keeper Nils Hallerstede sprang die gesamte Lilienthaler Bank auf und jubelte wie nach einem Tor (46.). Nachdem Bothe und Frank Brinkmann Möglichkeiten zum 3:4 ausgelassen hatten, erzielte Soini nach einem langen Ball von Harri Naumanen das 5:2 für den Favoriten (49.). Die Zuschauer reagierten trotzig. „Auf geht's Wölfe, schießt ein Tor“, skandierten sie. Mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel verringerte Bothe auf Pass von Niklas Bröker den Abstand auf zwei Treffer (51.).

Dann verkürzte Antti Mähönen nach einem langen Abwurf von Nils Hallerstede fünf Minuten vor dem Ende sogar auf 4:5. Dabei brummte Fabian Diaz de Armas gerade eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockschlagens ab. Direkt zuvor hatte Hallerstede sein Team mit einer Riesenparade vor dem Knockout bewahrt. Auch dank der Glanztaten von Hallerstede überstanden die „Wölfe“ eine doppelte Unterzahl wegen Zeitstrafen gegen Miro Siljamo und Antti Mähönen schadlos. Als Lilienthal seinen Torwart herausnahm, rettete Niklas Bröker nach einem Ballverlust seines Bruders Janos mit dem Fuß auf der Linie. „Uns hat die Konsequenz im Abschluss gefehlt“, nannte Mark-Oliver Bothe den Hauptgrund für die erneute Niederlage gegen den Serienmeister.

TV Lilienthal – VfL „Red Hocks “ Kaufering 11:0 (3:0/4:0/4:0): Kauferings junger Torwart David Winziger sorgte mit einem Eigentor bereits nach 180 Sekunden für einen optimalen Auftakt für die Heimformation. Der Keeper fälschte einen Schuss von Janos Bröker zunächst nach oben ab, ehe er sich das Spielgerät im Anschluss selbst ins Tor beförderte. Mit einem Rückpass nach einem Lauf um das Tor herum leitete Jami Veijalainen nach zwölf Minuten das 2:0 von Fabian Diaz de Armas ein. Alexander Seitz produzierte nach Assist von Janos Bröker den 3:0-Pausenstand nach dem ersten Drittel. Bei den wenigen Kontern der Gäste passten die „Wölfe“ sehr gut auf.

Gleich nach der Rückkehr aus den Kabinen offenbarte Kaufering mehr Offensivgeist. Das nächste Tor markierten aber wieder die Lilienthaler. Ole Appenrodt schloss einen Konter über Janos Bröker zum 4:0 ab (22.). In der Folgezeit durfte sich auch Sebastian Spöhle zwischen den TVL-Pfosten einige Male auszeichnen. Niklas Bröker legte die Kugel auf Bothe ab, der nach 38 Minuten zum 5:0 vollstreckte.

Nur wenige Sekunden später machte Leon Bauer das halbe Dutzend Treffer voll. Janos Bröker bereitete kurz vor Ende des zweiten Durchgangs sogar das 7:0 von Mark-Oliver Bothe vor. Torben Lange, Niklas Bröker, Ole Appenrodt sowie erneut Bothe schraubten das Ergebnis noch auf 11:0 in die Höhe. Der Dritte war seinem Kontrahenten an diesem Tage einfach in allen Belangen überlegen.

TV Lilienthal: Hallerstede, Spöhle; Heike, Bothe, Janos Bröker, Minnermann, Brinkmann, Veijalainen, Niklas Bröker, Mähönen, Moes, Bauer, Appenrodt, Diaz de Armas, Röttger, Lange, Siljamo, Leiermann, Seitz

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