Kommentar zu den Vorfällen gegen Dietmar Hopp

Es geht um mehr als Fußball

Es ging bei den Aktionen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp in den Stadien um mehr als Fußball, meint Olaf Dorow. Es ging darum, dass sich die Mehrheit gegen eine beleidigende Minderheit stellt.
02.03.2020, 06:04
Lesedauer: 1 Min
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Es geht um mehr als Fußball
Von Olaf Dorow
Es geht um mehr als Fußball

Dietmar Hopp, Mäzen der TSG Hoffenheim, wird vom Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, umarmt.

Revierfoto/dpa

Es fällt nicht so leicht, aber es erscheint doch angebracht, die gute Nachricht voranzustellen: Die Hetzer, die Chaoten, Idioten, oder wie man die Hass-Botschafter gegen den Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp in Deutschlands Fußballstadien nun auch nennen soll (vielleicht am besten: die Dummen?), sie waren in der Minderheit. Sie wurden gegeißelt, geächtet, bloßgestellt. Nicht durch Ordnungshüter, sondern zunächst mal durch Schiedsrichter, Spieler, Trainer, Zuschauer.

Und das ist soo wichtig, das ist viel wichtiger als die dringend notwendigen Sanktionen oder auch zivilen Strafverfolgungen gegen die Verleumder und Beleidiger. Wenn die die Fußballbühne als Plattform missbrauchen, wenn sie sich, wie offenbar am Wochenende passiert, in Netzwerken zu kruden und in der Form inakzeptablen Kollektivangriffen gegen Kollektivstrafen verabreden, dann müssen die, die das für nicht hinnehmbar halten, zeigen, was sie davon halten. Selbst um den Preis eines Spielabbruchs oder eines minutenlangen Ballgeschiebes der Spieler, wie am Samstag in Hoffenheim geschehen. Es geht hier nicht mehr um Fußball, es geht um mehr.

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