Flutlichtspiele

„Es ist einfach cool in einer solchen Atmosphäre“

Hannes Frerichs über Flutlichtspiele
22.11.2018, 22:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Herr Frerichs, Ihr Trainer Kristian Arambasic ist begeistert von den Flutlichtspielen am Freitagabend und sieht vor allem Vorteile in diesem Termin. Wie geht es ihnen damit?

Hannes Frerichs: Ich finde sie auch richtig gut. Man hat nach den Spielen am Wochenende genug Zeit, sich zu erholen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ich davon hörte, dass der FC Oberneuland seine Heimspiele immer am Freitagabend austrägt. Ich finde, man kann sich darauf auch richtig gut fokussieren: Es ist ja eine kurze Woche, und so ist man bereits beim Training am Montag richtig drin im Thema.

Was macht den Reiz eines Spiels unter Flutlicht denn genau aus?

Meine ersten Spiele habe ich bereits in Blumenthal absolviert. Da waren es schon immer mehr Zuschauer als an den anderen Tagen, und das ist jetzt beim FC Oberneuland nicht anders. Das Interesse an solchen Spielen ist einfach um einiges größer. Außerdem spielt die Bundesliga am Freitagabend keine so große Rolle wie sonst. Am Samstag, zumal wenn Werder ein Heimspiel hat, kommen einfach nicht so viele Zuschauer zu unseren Partien.

Dann wird ein Bremen-Liga-Spiel durch die Ansetzung am Freitagabend und unter Flutlicht einfach ein bisschen größer?

Auf jeden Fall. Es ist attraktiver für die Zuschauer, unser Umfeld und für uns als Spieler.

Sehen Sie auch Nachteile?

Man hat in der Woche hart gearbeitet, manche mehr als 40 Stunden. Darauf muss man sich erst einmal vorbereiten. Ich fühle mich aber am Freitagabend topfit, und wie gesagt: man kann sich danach ja auch erholen. Durch die richtige Einstellung und die richtige Vorbereitung hat man jedenfalls selbst an diesem Termin die nötige Power.

Und was bedeutet ein Flutlichtspiel für Sie als Torhüter?

Es ist einfach cool in einer solchen Atmosphäre zu spielen. Damals in der Jugend bei Werder mochte ich diese Spiele überhaupt nicht. Aber wenn jetzt das Flutlicht bei uns läuft, dann ist das einfach top.

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Zuletzt mussten sie allerdings ein paar Mal ausweichen. Empfinden Sie die Atmosphäre auch auf dem Kunstrasen neben dem Stadion am Vinnenweg als so gut?

Dort spiele ich jedenfalls auch lieber an einem Freitagabend unter Flutlicht als samstags oder sonntags am Nachmittag. Die Atmosphäre ist dann immer noch besser als an den anderen Tagen.

Wirkt sich das künstliche Licht denn nicht auf Ihr Spiel als Torhüter aus?

Auf anderen Plätzen erscheint mir das Flutlicht manchmal dunkler und manchmal werde ich bei langen und hohen Bällen auch geblendet. Aber das geht dann ja allen Spielern so. Es ist halt wie mit der Sonne bei Helligkeit. Sie blendet ja auch.

Sie sind ja nicht nur aktiver Fußballer, sondern auch Beobachter der anderen Spiele. Sind Ihnen die Partien unter Flutlicht auch als Zuschauer lieber?

Wenn ich die Zeit habe, gucke ich auch lieber an einem Freitagabend ein Spiel. Man merkt dann ja auch, dass die Atmosphäre am Platz eine andere ist als am Samstag oder Sonntag. Dann kommen alle von der Arbeit oder aus der Uni und läuten das Wochenende auf dem Fußballplatz ein.

Das Gespräch führte Stefan Freye

Info

Zur Person

Hannes Frerichs (24)

wechselte im Sommer vom FC Hagen/Uthlede zum FC Oberneuland. Zuvor war der Torhüter für den Blumenthaler SV, den TV Esenshamm und den SV Meppen angetreten. Seine Jugendzeit hatte er bei Preußen Münster und Werder Bremen verbracht. Hannes Frerichs absolviert gerade die Ausbildung zum Physiotherapeuten.

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