Olympia Ex-IOC-Mitglied untersucht Bestechungsaffäre

Amersfoort. Der Niederländische Olympische Sportverband NOC-NSF hat in der Bestechungs-Affäre im Eisschnelllauf bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin eine dreiköpfige Untersuchungskommission eingesetzt.
05.01.2010, 10:11
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Amersfoort. Der Niederländische Olympische Sportverband NOC-NSF hat in der Bestechungs-Affäre im Eisschnelllauf bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin eine dreiköpfige Untersuchungskommission eingesetzt.

Wie die Nachrichten-Agentur ANP berichtet, gehören zu dem Gremium das frühere IOC-Mitglied Els van Breda Vriesman, der Vorsitzende der Niederländischen Radsport-Union (KNWU), Marcel Wintels, und der Chef de Mission in Sydney 2000, Jan Loorbach. Sie wurden von der NOC-NSF-Präsidentin Erika Terpstra und dem Präsidium des Niederländischen Eislauf-Verbandes KNSB berufen.

Vor Weihnachten hatte die polnische Läuferin Katarzyna Wojcicka öffentlich gemacht, dass ihr bei Verzicht auf einen Olympia- Startplatz über 5000 Meter 50 000 Euro geboten worden seien. Mit der Bestechung sollte der Niederländerin Gretha Smit, der Olympia-Zweiten von 2002, der Start in Turin ermöglicht werden. Sie wäre die erste Nachrückerin gewesen.

Wojcicka hatte im niederländischen Fernsehen NOS behauptet, dass die damalige Trainerin des privaten Telfort-Teams, Ingrid Paul, das Angebot unterbreitet hätte. Paul ist inzwischen Auswahl-Trainerin in Kanada und betreut in Christine Nesbitt und Kristina Groves auch Top- Favoritinnen für die Olympischen Spiele in Vancouver. Sie bestreitet bisher die Vorwürfe. (dpa)

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