Ehrung durch den Kreissportbund Extra-Aufmerksamkeit für Riekers/Kloppe

Neubruchhausen. Es ist der alljährlich wiederkehrende Ablauf. Im Gasthaus 'Zur Post' in Neubruchhausen sitzen geschätzte 150 Menschen, die allesamt zwischenzeitlich zumindest einmal aufstehen müssen, die Hand gedrückt bekommen und ein sichtbares Zeichen der Anerkennung des Kreissportbundes für ihre erbrachte Leistung entgegennehmen.
11.05.2010, 20:53
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Extra-Aufmerksamkeit für Riekers/Kloppe
Von Micha Bustian

Neubruchhausen. Es ist der alljährlich wiederkehrende Ablauf. Im Gasthaus 'Zur Post' in Neubruchhausen sitzen geschätzte 150 Menschen, die allesamt zwischenzeitlich zumindest einmal aufstehen müssen, die Hand gedrückt bekommen und ein sichtbares Zeichen der Anerkennung des Kreissportbundes für ihre erbrachte Leistung entgegennehmen. Vorher gibt's lecker Frühstück, nachher einen Fototermin für die Presse. Klingt langweilig, klingt nach Pflichttermin. Aber genau das ist falsch: Die aufrichtige Freude in den Gesichtern der Sportler war der Beweis für das Gegenteil.

Es ist eine Veranstaltung, die sich in dieser Form inzwischen etabliert hat. Etwas Neues gab es allerdings doch: Walter Link fehlte. Den verstorbenen Vorsitzenden des KSB vertraten sein Nachfolger Peter Schnabel und dessen Stellvertreterin Inge Schmidt-Grabia am Mikrofon. Ein bisschen nervös zwar, aber durchaus mit Charme. So hatte Schmidt-Grabia so ihre Mühe mit der Aussprache des Recurve-Bogens. Nach der dritten verschiedenen Variante wechselte sie zu 'dieser spezielle Bogen' und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite. Auch das Papiergewicht, in dem die Boxerin Jana Ring (Boxring 46 Kirchweyhe) startete, sorgte für Schmunzeln.

Weltklasse aus Schwarme

Neben den 55 Einzelsportlern und 20 Mannschaften, die für ihre Erfolge ab Landesmeisterschaften aufwärts ausgezeichnet wurden, standen zwei Personen besonders im Rampenlicht.

Zuerst Herwald Kloppe. Der ehemalige Weltklasse-Geher vom TSV Schwarme ist seit 30 Jahren Kampfrichter und verdiente sich seine Meriten nach der aktiven Laufbahn als Trainer, Leichtathletik-Abteilungsleiter und Kassenwart beim Kreis-Leichtathletikverband Diepholz. Dafür gab?s den silbernen Ehrenbecher des KSB. 'Mein zehnter', freute sich der so Geehrte. 'Aber es ist wirklich schön, wenn die eigene Leistung einmal öffentlich anerkannt wird.' Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch Lieselotte Riekers. 1931 trat sie als Siebenjährige in den TuS Sudweyhe ein, dem sie bis heute die Treue hält. Ihr erstes Sportabzeichen errang sie im Jahre 1943, seit 1958 ist sie Sportabzeichenprüferin. 'Damit ist sie die dienstälteste Prüferin im Landkreis Diepholz', lobte Peter Schnabel. Doch ausgezeichnet wurde Riekers für die 50. Wiederholung des Sportabzeichens.

In diesem Rahmen geehrt wurden zudem Dietmar Klein (TSV Barrien/25.), Horst Schülke (TSV Barrien/35.) und Ingrid Thäsler (SG Diepholz/35.).

Insgesamt arbeitet der KSB aber immer noch an seinem Ziel, 5000 Sportabzeichen pro Jahr zu verleihen. In diesem Bestreben musste sogar ein Rückschritt hingenommen werde: Obwohl 99 Erwachsene mehr die 'Olympiade des kleinen Mannes' in 2009 mit Erfolg in Angriff genommen hatten, war ein Rückgang von 4811 auf 4465 Absolventen zu verzeichnen, ganze Schulen waren weggebrochen. Aktivste Vereine waren der TTC Erichshof, TSV Bramstedt und der MTV Barnstorf. Damit endet die Veranstaltung. Doch wer weiß: Vielleicht gibt es im nächsten Jahr ja eine Änderung. Denn die Kammermusikgruppe der SV Kirchweyhe, geehrt für ihren Auftritt während des Deutschen Turnfestes, gab dem KSB eine Zusage 'für jede Veranstaltung, die ihr wollt'. Und auch Rhönradturnerin Philine Engler schien einem Showauftritt nicht abgeneigt zu sein.

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