Barrien Extra-Klasse im wahrsten Sinne

Barrien (cgo). Am 24. Sandberg-Crosslauf nahmen drei Marathonläufer der Extra-Klasse teil.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christiane Golenia

Am 24. Sandberg-Crosslauf nahmen drei Marathonläufer der Extra-Klasse teil. Einer davon ging als Lokalmatador an den Start, der zweite vertrat sich auf der Mittelstrecke die Beine, der dritte im Bunde kümmerte sich unauffällig um Organisatorisches beim Zieleinlauf. Die Rede ist von Oliver Sebrantke, Karl Wolfgang Baumgarten und Dietrich Wittmershaus.

Sebrantke und Baumgarten waren tags zuvor der Einladung des VfL Adensen-Hallerburg zum 1. Schloss Marienburg-Marathon gefolgt. „Ein Marathon für Vielläufer“, hieß es in der Ausschreibung, und das passte den beiden Marathonis aus Stuhr und Weyhe gut ins Konzept – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Für Oliver Sebrantke galt es nach dem nicht optimalen Abschneiden bei der Senioren-WM in Brasilien, die Saison mit einem Gesamtsieg abzuschließen. Das gelang denn auch nach 2:57:15 Stunden ohne Probleme. Wobei das Rennen für Sebrantke einen anderen Verlauf nahm als erwartet.

Der Zwei-Runden-Kurs führte im Dauerregen bei rund 500 Höhenmetern größtenteils über Feld- und Waldwege sowie Trials. „Es war rutschig und sehr gefährlich. Das hatte nichts mehr mit dem von mir gewohnten Marathonlaufen zu tun. Dieser Lauf wurde zum Survivalrun“, berichtete Sebrantke. Trotz einiger unfreiwilliger Umwege geriet der Sieg des Stuhrers allerdings zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Oliver Sebrantke absolvierte in Nordstemmen-Adensen seinen 38. Marathon. Für Karl Wolfgang Baumgarten war es der 300.! Die Veranstalter hatten dem lauffreudigen Weyher entsprechend die Startnummer 3 gegeben. Nach dem Zieleinlauf erhielt Baumgarten die selten vergebene „300er-Ehrung“ in Form eines großen Pokals. Den „Riesenpott“ wollte er nicht extra den Sandberg rauftragen. Sicher werden ihn aber die Freunde vom Weyher Lauftreff, die ihm schon beim Crosslauf fleißig gratulierten, noch bewundern können.

Und da war dann natürlich auch noch Dietrich Wittmershaus. Kaum ein Läufer wusste, dass er im Ziel von einem frisch gebackenen Senioren-Weltmeister in Empfang genommen wurde. Wie Sebrantke war Wittmershaus in Porte Alegre bei der Senioren-WM im Marathon angetreten und mit dem deutschen Team Mannschafts-Weltmeister seiner Altersklasse geworden. Mit seiner Zeit von 3:39:13 Stunden hatte sich der Barrier zudem Platz vier in seiner Altersklasse M65 gesichert. Ein außerordentlicher Erfolg, mit dem Wittmershaus allerdings sehr bescheiden umging – auch beim Sandberg-Cross.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+