Motorsport F-1-Boss Ecclestone: Vettel wird Weltmeister

Hamburg. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hält Michael Schumacher für motivierter denn je, im WM-Rennen sieht er aber einen anderen Deutschen am Ende ganz vorn: «Ich tippe auf Sebastian Vettel.»
24.01.2010, 16:44
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Hamburg. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hält Michael Schumacher für motivierter denn je, im WM-Rennen sieht er aber einen anderen Deutschen am Ende ganz vorn: «Ich tippe auf Sebastian Vettel.»

«Er hätte die WM im Vorjahr gewinnen können, er hätte es sollen. Ich bin sicher, heuer ist er bereit», sagte der Geschäftsführer der Königsklasse des Motorsports in einem Interview der «Salzburger Nachrichten». Vettels Rennstall Red Bull habe hart gearbeitet und sehr viel für die Formel 1 getan. «Das Team verdient es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Es wird in der Lage sein, es zu tun», sagte der 79-jährige Brite.

Die Chancen von Rückkehrer und Rekordweltmeister Schumacher macht Ecclestone von dessen neuem Dienstwagen abhängig. «Ich habe keinen Zweifel, dass Michael motivierter zurückkommt als er es als Weltmeister je war. Ich bin sicher, er ist superfit, andernfalls würde er sich nicht auf diese Sache einlassen. Ich weiß, dass er schon wieder mit dem Team arbeitet und die Leute anspornt, noch mehr am Auto zu verbessern», sagte Ecclestone kurz vor der Vorstellung des neuen Teams Mercedes Grand Prix mit dem 41-jährigen Schumacher und dessen 17 Jahre jüngeren neuen Kollegen Nico Rosberg.

Der Wiesbadener wird auch eine Woche später am 1. Februar in Valencia die Jungfernfahrt mit dem neuen Silberpfeil absolvieren. Am 25. Januar wird im Mercedes-Museum in Stuttgart ein Auto von 2009 zumindest in der neuen Lackierung präsentiert. Die Saison startet mit dem Großen Preis von Bahrain am 14. März.

Dass alle vier neuen Rennställe in der kommenden Formel-1-Saison beim Auftaktrennen in Bahrain antreten, davon geht Ecclestone nicht aus. «Campos und das amerikanische Team könnten Schwierigkeiten haben», sagte der Formel-1-Geschäftsführer in dem Interview. Die möglichen Probleme wären finanzielle, nicht technische, erklärte der Brite. Ecclestone hofft aber, dass sich seine Befürchtungen nicht bewahrheiten werden.

Der spanische Campos-Rennstall ist zurzeit auch nach eigenen Angaben auf der Suche nach weiteren Investoren. Als Fahrer konnte das Team den Neffen der 1994 bei einem Unfall gestorbenen Formel-1- Legende Ayrton Senna, Bruno Senna, gewinnen. Der zweite Pilot steht - eine Woche vor den offiziellen Testfahrten im spanischen Valencia noch nicht fest.

Noch gar keinen Piloten konnte bislang das USF-1-Team aus den USA vorstellen. Seit Verkündung des Projekts zweifeln Experten an der tatsächlichen Umsetzung bis zum Saisonstart am 14. März mit dem Großen Preis von Bahrain.

Neben Campos und USF1 sind auch noch Lotus und Virgin neu gemeldet. Bei beiden Rennställen sind die Cockpits längst vergeben. Für Virgin fährt neben Lucas di Grassi aus Brasilien der Wersauer Timo Glock. Dessen ehemaliger Toyota-Teampartner Jarno Trulli und der Ex-McLaren-Mercedes-Mann Heikki Kovalainen werden für das malaysische Lotus-Ensemble aufs Gaspedal treten. (dpa)

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