Tus Varrel fungiert als Ausrichter der Bremer Jugendmeisterschaften im Schach Fairness und rauchende Köpfe

Weyhe-Stuhr. Die KGS Leeste war in den Osterferien Austragungsort der Bremer Jugendmeisterschaften im Schach. Erstmals nach 15 Jahren hatte sich der Tus Varrel wieder um die Ausrichtung beworben und schließlich den Zuschlag erhalten.
15.04.2018, 00:00
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Von FR

Weyhe-Stuhr. Die KGS Leeste war in den Osterferien Austragungsort der Bremer Jugendmeisterschaften im Schach. Erstmals nach 15 Jahren hatte sich der Tus Varrel wieder um die Ausrichtung beworben und schließlich den Zuschlag erhalten. Als Spielort bot sich die Leester Schule an, wo sich seit Jahren das Schulschach großer Beliebtheit erfreut. Fünf Tage lang rauchten die Köpfe der insgesamt 60 teilnehmenden Schachspieler. Der jüngste Teilnehmer war dabei gerade einmal fünf Jahre alt. Gespielt wurde nicht nur um die Landesmeistertitel, sondern auch um die begehrten Qualifikationsplätze zur Deutschen Meisterschaft. Doch bei alledem verlief das Turnier stets in ruhiger, sportlich fairer Atmosphäre.

Als Rahmenprogramm stand neben dem obligatorischen Fußballspiel auch ein Tandemturnier auf dem Programm, bei dem jeweils zwei Spieler ein Team bildeten und einmal vom Gegner eroberte Figuren dem Partner zur Verfügung gestellt wurden. Hierbei kam es des Öfteren zu einer vereinsübergreifenden Bildung von Teams – was den harmonischen Charakter der Veranstaltung noch einmal besonders unterstreicht.

Die Spieler des Tus Varrel, allesamt in Weyhe wohnhaft, waren bei diesem Turnier sozusagen die Lokalmatadoren. Die Konkurrenz kam aus Bremen, Bremerhaven, Delmenhorst und Lilienthal. Am erfolgreichsten aus Sicht des Ausrichters schnitt dabei der Leester Max Weidenhöfer ab, der trotz seiner erst elf Jahre kürzlich vom TuS Varrel bereits als „Sportler des Jahres“ geehrt worden war. In neun Runden blieb er ungeschlagen, remisierte zweimal und gewann die übrigen sieben Partien. Das bedeutete am Ende Rang eins in der Altersklasse U 12 und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in der Pfingstwoche im hessischen Willingen. Über den Bremer Meistertitel muss indes noch ein Stichkampf mit dem punktgleichen Delmenhorster Joshua Sinnhöfer entscheiden.

Zufrieden war Trainer Dennis Webner auch mit dem Abschneiden seiner weiteren Schützlinge: Patricia Gesell holte in der U 18 w den Vizemeistertitel. Fabian Gesell (U 12) und Ben Weidenhöfer (U 10) belegten Mittelfeldplätze. Ihre Eltern kümmerten sich derweil in der Cafeteria um das leibliche Wohl der Besucher.

Als einziger Spieler behielt Nikolas Wachinger (Werder Bremen) im gesamten Turnier eine weiße Weste und gewann in der U 16 alle Partien. Weitere Titel gingen an Emmilie König (U 18 w, Delmenhorst), Eske Albert (U 16 w, Delmenhorst), Ornela Mellugja (U 14 w, SK Kirchweyhe), Niklas Fröhlich (U 10, SK Bremen-West) und Annalena Schimpf (U 10 w, Karl-Marx-Schule Bremerhaven). In einigen Klassen müssen aber noch Stichkämpfe ausgetragen werden.

Im Rahmen der Siegerehrung wurden auch die erfolgreichsten Mannschaften der abgelaufenen Saison geehrt. Hier belegte die erste Mannschaft des Tus Varrel den dritten Rang unter 14 Teams in den Bremer Jugendligen, hinter dem SK Bremen-Nord und dem Delmenhorster SK. Zum Varreler Team gehörten neben den anwesenden Spielern noch Ben Rademacher, Niklas Sobirey und Reik Kappelmann.

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