Mannschaft weigert sich, anzutreten Falkenburg sagt Hürriyet-Spiel ab

Delmenhorst. Die Fußballer des TV Falkenburg haben beschlossen, zum für Sonntag geplanten Spiel der 1. Kreisklasse gegen Rot-Weiß Hürriyet nicht anzutreten. Das gab die Mannschaft gestern in einer Pressemitteilung bekannt.
21.08.2012, 05:00
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Falkenburg sagt Hürriyet-Spiel ab
Von Christoph Bähr

Delmenhorst. Die Fußballer des TV Falkenburg haben beschlossen, zum für Sonntag geplanten Spiel der 1. Kreisklasse gegen Rot-Weiß Hürriyet nicht anzutreten. Das gab die Mannschaft gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Grund dafür sei ein Kreisklassen-Spiel vor rund zwei Jahren gegen Hürriyets Reserve, in dem der Falkenburger Florian Martin nach einem rüden Foul von Özcan Birinci einen mehrfachen Trümmerbruch des Fußgelenks erlitten hatte.

"Herr Kalabalik (Hürriyet-Vorsitzender, Anm. d. Red.) erklärte nach dem Vorfall, dass der ,Foulsünder’ nicht mehr für RW Hürriyet spielen würde. Leider blieben dies sowie eine Entschuldigung oder Genesungswünsche von Seiten Hürriyets aus", heißt es in der Mitteilung. Die Falkenburger Mannschaft sehe sich daher zum Nichtantreten gezwungen, "als Zeichen für den immer noch sportinvaliden Kameraden, der wahrscheinlich auch künftig kein Fußball mehr spielen kann." In der Rückrunde wollen die Falkenburger voraussichtlich ebenfalls nicht gegen Hürriyet spielen und nehmen somit in Kauf, beide Partien kampflos zu verlieren.

Birinici gehört in der Tat immer noch zum Kader von Hürriyet. "Es hätte auch sein können, dass er am Sonntag aufläuft", bestätigte Metin Kalabalik, der das Rot-Weiß-Team vor zwei Jahren nach dem rüden Foul vom Feld beordert hatte, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Für den jetzigen Schritt der Falkenburger hat der Hürriyet-Vorsitzende dennoch kein Verständnis: "Es war damals ein grobes Foulspiel von unserem Spieler, für das ich mich noch auf dem Platz entschuldigt habe. Verletzungen passieren aber leider beim Fußball, und für das Foul gab es nicht einmal Rot." Für Kalabalik ist Falkenburgs Nichtantreten "eine Frechheit". Darüber, dass Hürriyet voraussichtlich die Punkte aus dem Spiel zugesprochen bekommen wird, kann sich der Klubchef nicht freuen: "Wir würden die Punkte gerne sportlich holen."

Es sind aktuell wieder unruhige Zeiten für RW Hürriyet, denn auch die Partie gegen den SV Atlas Delmenhorst (1:1) am Sonntag sorgt noch für Diskussionsstoff. Wie das Internetportal Snoa gestern berichtete, sollen Hürriyet-Spieler von Zuschauern aufs Übelste beschimpft worden sein. Kalabalik will die Vorfälle jedoch nicht dramatisieren: "Es gab wohl Beleidigungen, aber da stehen wir drüber. Der SV Atlas kann nichts dafür, und das Spiel verlief trotz zweier Platzverweise fair." Atlas-Team-Manager Thomas Hebgen sagte, er habe von den angeblichen Beschimpfungen nichts mitbekommen.

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