Dem Handball-Oberligisten gelingt mit Neuzugang Leif Brandt vom Drittligisten OHV Aurich ein echter Königstransfer Familienzusammenführung beim SVGO

Oslebshausen. Das Geburtstagsgeschenk bekam Uwe Feldermann schon eine Woche vorher überreicht, auch wenn es noch nicht richtig zündete. „Spätestens am 10.
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Von Olaf Kowalzik

Das Geburtstagsgeschenk bekam Uwe Feldermann schon eine Woche vorher überreicht, auch wenn es noch nicht richtig zündete. „Spätestens am 10. Oktober, wenn es um 16 Uhr in der Sperberstraße gegen den TV Bissendorf-Holte geht, hätte ich gerne den Einsatz Leif Brandt in meinem Team“, hatte sich der Trainer des Handball-Oberligisten SV Grambke-Oslebshausen gewünscht. Bis dahin musste Uwe Feldermann allerdings nicht warten, denn sein Neuzugang vom OHV Aurich war schon am dritten Spieltag einsatzbereit. 24 Stunden vor dem Anpfiff hatte der Rückraumschütze vom Verband das grüne Licht bekommen. Also ging es nach nur zwei Trainingseinheiten mit dem neuen Team sofort nach Cloppenburg, wo es jedoch eine 26:35–Niederlage setzte.

Immerhin konnte sich Leif Brandt mit seiner stattlichen Körperlänge von 1,92 Meter fünfmal erfolgreich durchsetzen, angesichts seiner vorherigen neunwöchigen Trainingspause machten die Kräfte aber noch nicht lange mit. „Er hat aber schon gezeigt, dass er uns enorm weiter bringen wird“, sagte der SVGO-Coach.

Für ihn hat die Verpflichtung des 24-Jährigen ein wenig von der von Claudia Pizarro beim Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen: Leif Brandt ist routiniert und gilt als Hoffnungsträger. Einer, der die Chancen der Gelb-Blauen auf den erhofften Klassenerhalt deutlich steigen lässt. Im Gegensatz zu Pizarro kommt Leif Brandt bei seiner Ankunft in der Halle eher zurückhaltend daher. Der krasse Gegensatz zu seinem durchtrainierten Körper und der Leistung, die er in vier Drittliga-Jahren aufs Parkett gebracht hatte. 387 Tore hatte er in dieser Zeit für den OHV Aurich geworfen, was einem Schnitt von etwa 97 Toren pro Saison entspricht. Daher darf er getrost als Königstransfer bezeichnet werden.

„Endlich ist die Familie wieder zusammen“, freut sich Leifs um zwei Jahre jüngerer Bruder Erik Brandt. Mit dem hatte der SVGO schon vor einem Jahr einen wahren Glücksgriff gemacht, als er ihn in der Kreisoberliga entdeckte und drei Ligen höher in die Oberliga Nordsee zog. Mittlerweile sitzt auch Vater Ralf als Co-Trainer neben Uwe Feldermann auf der Bank. Damit ist der Handball spielende Teil der Familie Brandt also komplett. „Die Familie war auch schon ein wichtiger Faktor, ich wollte unbedingt noch einmal mit Erik zusammenspielen“, sagte Leif Brandt. Genügend Angebote von Dritt- und Oberligisten aus der Region hatte er nämlich vorliegen. Das letzte Mal hatten die beiden in der D-Jugend des ATS Bexhövede zusammengespielt. Danach wechselte Leif Brandt schon im C-Jugendalter zum SC Magdeburg, wo er im Sportinternat untergebracht war.

Sportlich wurde er mit verschiedenen Teams des SC Magdeburg Norddeutscher Meister, deutscher Vizemeister und Schüler-Weltmeister mit der Internatsmannschaft in Dänemark. Nach der A-Jugend spielte er ein Jahr in der zweiten Magdeburger Männermannschaft in der zweiten Liga, bevor er sich das Kreuzband riss. Über den Drittligisten HG Köthen ging es für den Loxstedter zum OHV Aurich.

Jetzt ist es sein Studium, das ihn nach Bremen verschlägt. „Und ich wollte nicht mehr Vertragsspieler mit all den dazugehörigen Verpflichtungen sein“, erzählt der Blondschopf, der alle drei Rückraumpositionen bekleiden kann. Für Brandts Heimdebüt am Sonnabend gegen Bissendorf-Holte hat Uwe Feldermann noch einen Wunsch: „Zwei Punkte, um den Anschluss nicht zu verlieren.“

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