Fußball FC Hude jubelt nach spektakulärer Schlussphase

Die Mannschaft von Lars Möhlenbrock setzt sich in einem lange hitzigen Bezirkspokal-Duell knapp mit 3:2 gegen den SV Baris durch.
28.07.2019, 19:56
Lesedauer: 2 Min
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FC Hude jubelt nach spektakulärer Schlussphase
Von Justus Seebade

Am Ende wurde es doch noch mal richtig spannend in der Bezirkspokal-Partie zwischen den Fußballern des FC Hude und denen des SV Baris Delmenhorst. Unnötig spannend aus Huder Sicht, denn die Gastgeber befanden sich nach einer knappen Stunde eigentlich in einer vermeintlich guten Ausgangslage. Eine 1:0-Führung im Rücken, ein Mann mehr auf dem Platz, nachdem Baris-Akteur Alexander Pelman aufgrund einer Tätlichkeit frühzeitig zum Duschen geschickt worden war – normalerweise wäre da eine ruhige letzte halbe Stunde möglich gewesen. Doch die kam nicht zustande, da sich die Huder ein bisschen zu sehr zurücklehnten. Die Delmenhorster gaben sich derweil noch nicht geschlagen und kamen nicht nur zum Ausgleich, sondern später auch noch zum 2:3. Zu mehr sollte es dann aber nicht reichen, sodass der FCH in die zweite Runde einzog.

Bis auf die zwei Gegentreffer sei es eigentlich nach Plan gelaufen, meinte Lars Möhlenbrock nach dem Abpfiff. „Wir hatten alles auf unserer Seite“, sagte der Huder Coach mit Blick auf die eingangs geschilderten Begebenheiten, die bereits eindeutig für einen Sieg seiner Mannschaft gesprochen hatten. Die beiden Situationen, die zu den Gegentreffern führten, dürften in der Form aber nicht entstehen. Zudem hätte sein Team die Begegnung früher entscheiden können, ließ jedoch zwei, drei gute Gelegenheiten liegen. „Auf dem Niveau, auf dem wir jetzt sind, muss man diese Chancen nutzen“, monierte Möhlenbrock.

Eine dieser Möglichkeiten hatte gleich in der ersten Minute Mohamed Alawie, dessen Schuss jedoch noch kurz vor der Linie abgeblockt wurde. In dieser Szene hätten die Platzherren in Führung gehen können, in der 35. Minute hätten sie in Führung gehen müssen. Alawie kam auf den Baris-Kasten zu und hatte das Auge für den mitgelaufenen Dominic Brumund, der den Ball allerdings völlig frei aus kurzer Distanz am Tor vorbeischob. Zuvor hatten in einer auf beiden Seiten ruppig geführten Partie die Gäste leichte Vorteile, münzten diese aber nicht in Zählbares um.

Nach der Pause dauerte es dann nicht lange, bis die Möhlenbrock-Elf die Führung bejubeln durfte. Nils Sandau schloss nach Vorarbeit von Alawie trocken ab (51.). Kurz darauf folgte die Gelb-Rote Karte, nach der sich das Geschehen bezüglich der harten Gangart beider Teams beruhigte. Aufseiten der sich eigentlich ja im Vorteil befindenden Huder galt das aber auch ein bisschen zu sehr für das eigene Offensivspiel. Über Ansätze und Halbchancen kamen sie nicht mehr hinaus.

Baris nutzte das aus, indem es seinerseits vermehrt den Vorwärtsgang einlegte. Insofern war das 1:1 nicht unverdient. Dennis Kuhn ließ die FCH-Abwehr aussteigen und legte quer auf den nach seiner Einwechslung auffälligen Mergim Bajqinovci, der nur noch vollenden musste (82.). Zwei Minuten später fehlten Mikael-Cihan Blümel bei seinem Lattentreffer nur Zentimeter. „Wir hätten das Spiel mit einem Doppelschlag drehen können“, trauerte Baris-Coach Önder Caki der Großchance nach. Sein Team habe das Duell in Unterzahl dominiert. Dank einer Systemumstellung zur Pause habe man mehr Druck ausgeübt.

In der Nachspielzeit musste Caki jedoch mit ansehen, wie stattdessen Hude per Doppelschlag nachlegte. Nach einer Ecke traf Alawie mit einem Kopfball, der von der Unterkante der Latte hinter die Linie und wieder aus dem Tor heraussprang (90.). Zwei Minuten später schien die Partie entschieden, als Andy Brinkmann per Strafstoß traf. Doch damit war noch nicht Schluss. Mit dem Gedanken vermutlich schon vom Platz runter, passten die Gastgeber nicht auf und kassierten durch Blümel das 2:3 (90.+3). Der Ausgleich sollte aber nicht mehr fallen.

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