TV Oyten II kann sich gegen unbequemen ATSV Habenhausen erst in der Schlussphase absetzen Fee Klemmt rettet den Arbeitssieg

Der TV Oyten II hat seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen mit einem 26:23-Sieg gegen den ATSV Habenhausen unterstrichen, lieferte dabei aber vor allem in den ersten 30 Minuten eine enttäuschende Leistung ab. Trainer Axel Seefeld sprach daher auch von einem "Arbeitssieg", den die Mannschaft letzten Endes ihrer Torfrau Fee Klemmt zu verdanken gehabt hätte.
21.11.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Der TV Oyten II hat seine Ambitionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen mit einem 26:23-Sieg gegen den ATSV Habenhausen unterstrichen, lieferte dabei aber vor allem in den ersten 30 Minuten eine enttäuschende Leistung ab. Trainer Axel Seefeld sprach daher auch von einem "Arbeitssieg", den die Mannschaft letzten Endes ihrer Torfrau Fee Klemmt zu verdanken gehabt hätte.

Oyten. Der TV Oyten II bleibt weiter dran an den führenden Mannschaften in der Oberliga Nordsee, tat sich aber wie Spitzenreiter HSG Wilhelmshaven (32:30 gegen Werder Bremen II) und ganz im Gegensatz zum Tabellenzweiten SFN Vechta (47:18 gegen Elsflether TB) ausgesprochen schwer gegen einen unangenehmen, weil sehr motivierten und in der Abwehr recht bissig zu Werke gehenden Gegner.

Letztlich machte Fee Klemmt den Unterschied aus, die vor allem mit flachen Bällen bisweilen kaum zu überwinden schien und die beiden Bremer Torhüterinnen deutlich in den Schatten stellte. Nach ihrer Babypause drängt sich die frühere Bremerin und Zweitliga-Torhüterin des TV Oyten wieder für höhere Aufgaben auf.

Entscheidung durch Krängel

Dies ganz im Gegensatz zu ihren Vorderleuten, die vor allem im ersten Abschnitt keine Einstellung zum Gegner fanden, der bei Ballbesitz mit seinen wuseligen Angreiferinnen nur schwer zu kontrollieren war und in der Abwehr auch vertikal sehr flexibel gegen den starken Oytener Rückraum verschob. Damit wurde es den jungen Drittliga-Spielerinnen Ivonne Krängel und Denise Engelke sowie Eva Schmidt sehr schwer gemacht, obwohl es den Gastgeberinnen am Potenzial für die Eins-gegen-Eins-Situationen keineswegs fehlte.

Die Führung wechselte in dem bis zum Schluss sehr ausgeglichenen Spiel ständig, ehe Oyten II letztlich von einigen völlig unnötigen gegnerischen Ballverlusten entscheidend profitierte. Zunächst hatten sogar die Habenhausenerinnen, bei denen in der Offensive fast alles über die Ex-Oytenerin Viola Pleines lief, das Heft in der Hand. Erst nach dem 20:18 durch die im Abschluss sehr sichere Rechtsaußen Michele Müller schien sich die Waage endgültig zu Gunsten des Vorjahresmeisters zu neigen. Denise Engelke legte jeweils per Siebenmeter zum 21:20 und 22:20 nach, doch die Hansestädterinnen stellten noch einmal den Anschlusstreffer her, ehe Linksaußen Jana Stoffel das 23:21 erzielte und Denise Engelke den Abstand sogar auf 24:21 ausbaute, nachdem Viola Pleines den Ball bei einem weiten Parallel-Pass ins Seitenaus gesetzt hatte.

Die Mannschaft von der sogenannten Erdbeerbrücke spielte nun auch noch in Unterzahl, kam aber dennoch zum 24:22. Das 25:22 durch einen von Ivonne Krängel verwandelten Siebenmeter stellte die endgültige Entscheidung dar. Völlig unnötig daher aus Oytener Sicht das grobe Foul (Griff in den Wurfarm) beim folgenden Bremer Angriff, das auch mit einer roten Karte hätte geahndet werden können. Die Schiedsrichter ließen jedoch nicht nur Gnade vor Recht ergehen, sondern schickten mit Denise Engelke statt Mette Müller auch noch die falsche Spielerin für zwei Minuten vom Platz.

Seefeld hatte nach diesen 60 Minuten kein gutes Gefühl mit Blick auf die bevorstehende Partie in Oldenburg, zumal ihm dort keine Kräfte aus der Drittliga-Mannschaft zur Verfügung stehen werden. Er wird sein Stammaufgebot mit A-Jugendlichen erweitern müssen.

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