Frauen-Regionalliga: TV Jahn Delmenhorst unterliegt zum Saisonabschluss dem FC St. Pauli mit 0:5 Fehlender Siegeswille

Hamburg. „Traurig“ – so lautete der erste Kommentar von Claus-Dieter Meier zum Spiel seiner Frauen vom TV Jahn Delmenhorst beim FC St. Pauli.
22.05.2017, 00:00
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Fehlender Siegeswille
Von Patrick Hilmes

Hamburg. „Traurig“ – so lautete der erste Kommentar von Claus-Dieter Meier zum Spiel seiner Frauen vom TV Jahn Delmenhorst beim FC St. Pauli. Zum Saisonabschluss der Fußball-Regionalliga setzte es für die Delmenhorsterinnen die vierte Pleite der Spielzeit, zudem eine deutliche: 5:0 (1:0) lautete das Endergebnis aus Sicht der Gastgeberinnen.

„Toller Beginn“ – so lautete Meiers ironischer Kommentar zur ersten Szene in der Partie. Denn St. Pauli durfte bereits wenige Sekunden nach dem Anstoß jubeln. Denn direkt mit dem Anstoß drosch die Hamburgerin Linda Malika Sellami den Ball gen Delmenhorster Gehäuse. Gäste-Keeperin Magdalena Flug war überrascht und zu weit vor ihrem Tor. Der Ball klatschte unter die Latte und ins Netz. Ein Schock für die Jahn-Frauen, von dem sie sich über die gesamten 90 Minuten nicht mehr erholten.

St. Pauli übernahm von Anfang an die Kontrolle und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Das führte auch dazu, dass Claus-Dieter Meier nur eine wirkliche Chance seiner Schützlinge am Ende der Begegnung auf seinem Zettel stehen hatte. Neele Detken verzog nach Vorarbeit von Simone Wimberg knapp (27.). Da sich die Jahn-Frauen in der Defensive aber ansonsten schadlos hielten, blieb es bis zum Pausentee beim 0:1. Doch das änderte sich schnell in Halbzeit zwei: Ann-Sophie Greifenberg trug sich für St. Pauli in die Torschützenliste ein (49.). Ein Fernschuss (60.) und ein Abstimmungsfehler zwischen der Jahn-Defensive und Keeperin Flug (74.) führten dazu, dass Paulis Nina Philipp das 3:0 und 4:0 erzielte. Für den fünften Gegentreffer war Carlotta Lilli Greifenberg in der 82. Minute verantwortlich. Erneut war sich die Jahn-Defensive nicht einig, getreu dem Spruch: „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“.

„Die Mädels waren völlig von der Rolle. Pauli war hoch motiviert und wollte einfach mehr gewinnen“, resümierte Meier, „wenn wir hätten gewinnen müssen, wäre das auch was anderes gewesen“. Doch der Aufstieg in die 2. Liga stand ja längst fest. Nun steht für den TV Jahn noch am kommenden Sonntag das Finale um den Niedersachsen-Pokal gegen den TSV Limmer an.

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