2. Bundesliga Volleyball

Fehlstart ins neue Jahr für den TV Baden

Dem TV Baden fehlt im Heimspiel gegen den TuB Bocholt die Konstanz. Nach knapp zwei Stunden stand die 1:3-Niederlage fest.
13.01.2019, 19:53
Lesedauer: 3 Min
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Fehlstart ins neue Jahr für den TV Baden
Von Florian Cordes
Fehlstart ins neue Jahr für den TV Baden

Die Enttäuschung über die Heimniederlage gegen den TuB Bocholt war bei Ole Seuberlich, Ole Sagajewski, Nils Mallon und Stefan Baum (von links) nicht zu übersehen.

Björn Hake

Baden. So richtig Lust hatte Stefan Baum zunächst nicht, über das Heimspiel gegen den TuB Bocholt zu sprechen. Kein Wunder: Schließlich legte der Kapitän des Volleyball-Zweitligisten TV Baden am Sonntag mit seinem Team einen Fehlstart ins Jahr 2019 hin. Nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit war die Niederlage der Badener besiegelt. Bocholt setzte sich gegen den Aufsteiger mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:22, 26:24) durch.

Nach kurzer Bedenkzeit fand der Mannschaftsführer dann aber doch ein paar Worte. Auch er wusste, dass sich sein Team gegen den TuB zu viele eigene Fehler erlaubte. Diese Fehler seien für ihn aber nicht das Entscheidende gewesen, meinte Stefan Baum: „Wir haben die Punkte einfach nicht gemacht. Ein ähnliches Problem hatten wir schon im November. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn wir nach dem Sieg gegen Moers weitergespielt hätten. Aber das soll keine Ausrede sein.“ Insgesamt sei die Mannschaft gegen Bocholt nicht auf dem Niveau gewesen, auf dem sie in dieser Saison bereits gewesen ist, urteilte Badens Kapitän: „Wir müssen unser Zusammenspiel wieder verbessern. Außerdem haben wir bei einfachen Bällen Fehler gemacht. Und dann verlierst du halt.“

Badens Trainer, Fabio Bartolone, meinte ebenfalls, dass seine Mannschaft zu fehlerhaft agiert habe. „Das hat Bocholt ausgenutzt. Hinzu kam dann noch, dass uns in den wichtigen Momenten die Erfahrung gefehlt hat. Aber das ist eben die 2. Bundesliga“, sagte er. Mit diesem Satz machte er deutlich, dass seinem Team gegen Bocholt die Konstanz fehlte. Der TVB war diesmal nicht in der Lage über die gesamte Spielzeit ein Topniveau abzurufen. Den Mut im Abstiegskampf – Baden steht immer noch über dem Strich – werde man wegen der Niederlage aber nicht verlieren. Bartolone: „Es muss jetzt weitergehen.“ Zunächst war den Badenern nicht anzumerken, dass eine mehrwöchige Spielpause hinter ihnen lag. Sie machten im ersten Satz dort weiter, wo sie Ende 2018 beim dramatischen Heimsieg gegen den Moerser SC aufgehört hatten. Beim 14:10 war erstmals zu erahnen, dass der Auftaktsatz an die Badener gehen soll. Allerdings wurde es zum Satzende hin noch einmal richtig spannend. Als der TVB sich den ersten Satzball erspielt hatte (24:21), kam Bocholt noch einmal zurück – 23:24. Die Gäste stoppten ihre Aufholjagd dann aber selbst, weil Lukas Essing seinen Aufschlag ins Netz schlug.

Satz Nummer zwei sollte anfangs ebenfalls ausgeglichen verlaufen, jedoch nur bis zum 6:6. Danach wollte beim Team von Fabio Bartolone nicht mehr viel klappen. Die Gäste aus Bocholt erwischten dagegen Bälle kurz vor dem Hallenboden, die im Grunde schon verloren waren. Der TuB setzte sich dank seiner starken Defensivarbeit auf 16:7 ab und gab sich danach keine Blöße mehr. Zwar wehrte der TVB noch zwei Satzbälle ab, musste den Abschnitt aber doch den Gästen überlassen (17:25) und ging anschließend in die zehnminütige Pause.

In dieser stellten sich wohl nicht wenige der mehr als 300 Zuschauer die Frage, wie die Badener aus der Kabine kommen würden, nachdem sie phasenweise vom Gegner dominiert worden waren. Das Bartolone-Team kam mit neuem Schwung aus der Pause. In der ersten Hälfte des Satz führten die Gastgeber stets – bis zum 11:11. Danach kam wieder das Problem auf, dass die Konstanz fehlte. Bocholt drehte den dritten Durchgang und war dem Auswärtssieg einen weiteren Schritt näher gekommen.

Der vierte Satz sollte einen ähnlich Verlauf wie der zweite nehmen. Keinem Team gelang es zunächst sich abzusetzen. Bei der zweiten technischen Auszeit lagen die Gäste aber 16:12 vorne. Moritz Wanke versuchte, seinen TVB noch einmal wachzurütteln. Mit Erfolg: Die Badener stemmten sich gegen die drohende Niederlage und glichen zum 23:23 aus. In der Folge wehrten sie sogar einen Matchball des TuB Bocholt ab. Wenig später war die Niederlage jedoch perfekt, weil Jannik Haats am Block der Gäste hängen blieb und der Ball in der Spielfeldhälfte des TVB landete.

TV Baden: Stefan Baum, Ole Sagajewski, Moritz Wanke, Ole Seuberlich, Jannik Haats, Nils Mallon, Artem Tscherwinski, Alexander Decker, Jan-Henrik Radeke, Nick Sörensen, Björn Hagestedt.

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