Fin Bartels‘ schwere Verletzung

Mindestens im oberen Mittelfeld der Dinge, die ich nie verstanden habe, sind Video-Zusammenschnitte schwerer Verletzungen. Hin und wieder schlägt mir der Youtube-Algorithmus vor, dass ich mir doch „die zehn brutalsten Horror-Fouls“ ansehen könne.
04.01.2018, 00:00
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Von Cedric Voigt

Mindestens im oberen Mittelfeld der Dinge, die ich nie verstanden habe, sind Video-Zusammenschnitte schwerer Verletzungen. Hin und wieder schlägt mir der Youtube-Algorithmus vor, dass ich mir doch „die zehn brutalsten Horror-Fouls“ ansehen könne.

Mich beschleicht die Vermutung, dass man seine Freizeit deutlich angenehmer verbringen könnte. Zum Beispiel, indem man sich an seinem freien Tag gemütlich vor dem Fernseher ein verdientes 2:1 von Werder Bremen in Dortmund ansieht, völlig ohne Risiken und Nebenwirkungen. Klingt eigentlich ganz gut – in der Theorie. In der Praxis brauchte es nur eine gute halbe Stunde, um das Vorhaben grandios scheitern zu lassen: Fin Bartels, nach schleppendem Saisonstart gerade erst wieder richtig in Form gekommen, humpelt mit schmerzverzerrter Miene vom Platz. Im vorangegangenen Zweikampf mit dem Ex-Bremer Sokratis gab es keinen Versuch, Bartels‘ Knochen zu brechen, aber die Diagnose, die sich schon in der Halbzeit herumspricht, ist nicht weniger niederschmetternd: Achillessehnenriss. Eine der übelsten möglichen Verletzungen überhaupt.

Bartels sitzt zunächst auf der Reservebank, und allein die Traurigkeit seines Gesichtsausdrucks verrät, wie schlimm es wirklich ist. Für den 30-Jährigen ist es die erste schwere Verletzung seiner Karriere, er wird sich mühsam zurück auf den Platz kämpfen müssen. Und auch die Mannschaft verliert einen Schlüsselspieler, dessen blindes Verständnis mit Sturmpartner Max Kruse kurzfristig genauso schwer zu ersetzen sein dürfte wie sein Tempo und seine unorthodoxe Spielweise. Und dass auch der Mensch Fin Bartels in der Kabine fehlen wird, zeigten nicht zuletzt die Aufwärm-Shirts vor der folgenden Partie gegen Leverkusen: „Fin, wir sind da“, stand da auf den Leibchen.

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