Topspiel in der Fußball-Bezirksliga Fitschen schreibt den Titel ab

Mit einem Sieg wollte der TSV Ottersberg dem FC Hambergen so richtig auf die Pelle rücken. Dieser Plan ließ sich aber nicht realisieren: Die Ottersberger enttäuschten im Topspiel auf ganzer Linie.
28.10.2018, 20:09
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Nico Brunetti

Ottersberg. Meisterschaft? Nein, dieses Wort dürfen die Bezirksliga-Fußballer des TSV Ottersberg erst einmal nicht mehr in den Mund nehmen. „Der Zug ist abgefahren“, sagte Jan Fitschen, Trainer des Tabellenvierten. Aus ihm sprach eine Menge Enttäuschung: Gerade hatte seine Mannschaft das Duell gegen den Spitzenreiter FC Hambergen hochverdient mit 0:3 (0:2) verloren. „Wir waren kein Gegner für sie. Wir haben nicht stattgefunden, haben als Mannschaft nicht funktioniert. Das gibt mir zu denken“, analysierte er. Es nagte offensichtlich an ihm, dass die Ottersberger in einer so wichtigen Partie erneut nicht ablieferten. „Ich muss selbst die Kritik annehmen, ich bin Teil des Teams und nehme mich da nicht raus“, äußerte Fitschen.

Für ihn ist es nicht zu erklären, warum dem TSV in solch bedeutsamen Partien regelmäßig auch an der eigenen Mentalität scheitert. „Wir haben die Qualität für ganz oben. Aber man muss sie immer auf den Platz bringen. Das, was man sagt, muss man mit Leben füllen“, erzählte der Ottersberger. Wohl konnte seinen Fußballern gegen Hambergen nicht das Bemühen abgestritten werden. Hin und wieder versuchte der TSV, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Insgesamt war das aber einfach zu wenig. Unter dem Strich hatte der Liga-Primus leichtes Spiel.

„Es war ein gebrauchter Tag. Wir haben das Topspiel nicht angenommen“, meinte auch ein niedergeschlagener TSV-Kapitän Dominik Rosenbrock. Der 22-Jährige musste in der ersten Halbzeit gegen Hambergen als Rechtsverteidiger ran. Laut ihm sollte es ein Schachzug sein, um den FCH zu überraschen. „Sie haben uns gegen Oyten beobachtet, mich als Motor im Mittelfeld ausgemacht“, beschrieb Rosenbrock. Doch der Plan ging nicht auf, selbst als Rosenbrock in der zweiten Hälfte wieder auf einer angestammten Position im Zentrum spielte, wurde das Ottersberger Spiel nur unwesentlich besser. Eine Mitschuld daran, sagt Rosenbrock, habe durchaus der Gast. „Sie haben hoch gepresst, dadurch haben wir unseren Spielaufbau nicht hinbekommen. Und sie haben die Zweikämpfe angenommen“, berichtete Rosenbrock.

FCH-Trainer Eric Schürhaus bekam das Grinsen natürlich nicht mehr aus dem Gesicht: „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Wir waren sehr gut auf die Spielanlage von Ottersberg eingestellt und von der ersten Minute an konzentriert. Das war ein Teamerfolg. Wir haben die passenden Antworten gegeben, allen gezeigt, dass wir eine starke Defensive haben und mit einer Zwei-Tore-Führung umgehen können.“ Demzufolge war am Sonntag die Arbeit gegen den Ball der Schlüssel zum Sieg. Nach vorne tauchte der FCH immer nur sporadisch auf – wenn, dann wurde es aber meist brandgefährlich. Insbesondere Finn-Niklas Klaus bekam der TSV nie zu fassen. Einen feinen Spielzug, der über ihn lief, vollendete Malte Puckhaber zum 1:0 (25.). Beim zweiten Tor verlängerte er gekonnt per Kopf für Dennis Heineke (45.). Indem er die Flanke von Marc-Lennard Uhlhorn verwertete, setzte der Mann des Spiels seinen zwei Assists auch noch einen eigenen Treffer obendrauf (52.).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+