Frauen ziehen nach Sieg über Walddörfer SV Hamburg in die dritte Runde des Deutschlandpokals ein

Florettfechterinnen von Bremen 1860 feiern

Schwachhausen. Da war der Jubel groß! Schritt, Angriff, Treffer. 45:34 zeigte die digitale Anzeige.
31.01.2019, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Liane Janz
Florettfechterinnen von Bremen 1860 feiern

Lara Kleinschmit (von links), Clara Neumann, Elisabeth Wichmann und Amandine Colson zogen mit Bremen 1860 in die dritte Runde des Deutschlandpokals ein.

Liane Janz

Schwachhausen. Da war der Jubel groß! Schritt, Angriff, Treffer. 45:34 zeigte die digitale Anzeige. Damit haben die Florettfechterinnen von Bremen 1860 die dritte Runde im Deutschlandpokal erreicht. Clara Neumann stach im letzten Gefecht Maike Mosa vom WSV Hamburg aus. „Ich kenne Maike schon länger und weiß, dass sie sehr gut ist“, sagte die 1860erin nach der gewonnenen Runde. Entsprechend groß sei die Aufregung zuvor gewesen. Dazu komme, dass sie als Rechtshänderin länger nicht gegen eine Linkshänderin gefochten habe.

Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Elisabeth Wichmann und Lara Kleinschmit sowie Amadine Colson als Reserve gehört sie durch diesen Sieg gegen Maike und Nike Mosa und Lena von Deyen vom Walddörfer Sportverein (WSV) aus Hamburg zu den 16 besten Fecht-Mannschaften Deutschlands. Der Deutschlandpokal der Fechter läuft nach ähnlichem Muster wie der DFB-Pokal im Fußball. Es fechten Mannschaften mit drei bis vier Sportlern gegeneinander.

Bremen 1860 hat bei den Damen nur eine Florettmannschaft im Wettbewerb. Und die schmiss in der ersten Runde den Fechtklub Hannover raus und ging auch gegen den WSV direkt in Führung. Lara Kleinschmit machte den Auftakt gegen Maike Mosa und übergab eine 5:4-Führung an Clara Neumann. Die baute gegen Lena von Deyen auf 10:6 Treffer aus. Gegen Nike Mosa hatte 1860erin Elisabeth Wichmann ein paar Schwierigkeiten. Die Hamburgerin kam bis auf einen Treffer heran. Wichmanns 13:12 erhöhte Lara Kleinschmit gegen Lena von Deyen auf 20:12. Gegen Maike Mosa hatte Elisabeth Wichmann ihre Form gefunden und übergab ein 24:19 an Clara Neumann. Die brauchte nur rund eine halbe Minute, um Nike Mosa 30:19 von der Bahn zu schicken. Die Hamburgerin konnte keinen Treffer platzieren. Auch Elisabeth Wichmann ließ gegen Lena von Deyen nur wenig zu. Ihr 35:21 erhöhte Lara Kleinschmit gegen Nike Mosa auf 40:29 und den Schlusspunkt setzte Clara Neumann gegen Maike Mosa.

Mit dem Sieg hatte 1860-Trainer Sebastian Theiß gerechnet. Bereits im vergangenen Jahr setzte sich der Verein aus Schwachhausen gegen die Hamburgerinnen durch. Unterdessen ist die Vorfreude gewachsen. Vielleicht wartet im späten Frühjahr auch eine Mannschaft aus einer Fechthochburg auf die Bremerinnen.

Derweil hatten seine Herrenteams in der zweiten Runde das Nachsehen. „Vom Technischen her waren wir nicht sehr unterlegen“, analysierte der Trainer nach dem Duell gegen den Fechtklub Hannover. Allerdings hatten einige seiner Florettfechter gegen die Niedersachsen eher verhalten gefochten. Tom Willems sagte, er sei nicht richtig warm gewesen. Luis Wassenaar ging gesundheitlich angeschlagen in die Duelle. Trotzdem sah es zunächst gut aus: Tom Willems übergab eine 31:29-Führung an Tore Hoffmann. Der geriet gegen den Hannoveraner Jochen Nienhoff in Rückstand. Den konnte Teamkollege Luis Wassenaar gegen Lennard Reitz im letzten Gefecht nicht mehr aufholen. Die Florettfechter von Bremen 1860 unterlagen gegen den FK Hannover 39:45.

Bereits einige Tage zuvor verabschiedete sich auch das Degenteam von 1860 aus dem Wettbewerb. Kai Bischof, Michael Albrecht und Sebastian Theiß kassierten gegen den FC Bremen-Nord eine 27:45-Niederlage.

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