Bob Florschütz und Martini gewinnen Zweierbob-Weltcup

Königssee. Mit zwei Siegen sind die deutschen Bobteams ins Olympia-Jahr gestartet. Der Riesaer Thomas Florschütz gewann mit seinem neuen Anschieber Richard Adjei den Zweierbob-Weltcup in Königssee und feierte somit seinen ersten Saisonsieg.
09.01.2010, 16:40
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Königssee. Mit zwei Siegen sind die deutschen Bobteams ins Olympia-Jahr gestartet. Der Riesaer Thomas Florschütz gewann mit seinem neuen Anschieber Richard Adjei den Zweierbob-Weltcup in Königssee und feierte somit seinen ersten Saisonsieg.

Bei den Frauen verbuchte Cathleen Martini aus Oberbärenburg, die zuletzt wegen einer Muskelverletzung in der Wade pausierte und daher am Start nur mit halber Kraft agierte, ihren vierten Erfolg in diesem Winter.

Der WM-Zweite Florschütz verwies in 1:38,17 Minuten die Olympiasieger André Lange/Kevin Kuske aus Oberhof mit 5/100 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde mit 6/100 Sekunden Rückstand der Schweizer Beat Hefti. Lokalmatador Karl Angerer landete mit Gregor Bermbach auf Platz sechs. Lange und Hefti löschten zudem mit jeweils 49,00 Sekunden im zweiten Lauf den sechs Jahre alten Bahnrekord von Christoph Langen (49,34 Sekunden) aus, den Florschütz im ersten Lauf schon auf 49,08 Sekunden geschraubt hatte.

«Das war hoffentlich die Initialzündung für Olympia. Im Vorjahr konnte ich überraschend den Sieg feiern und als Sieger fährt man auf so einer Bahn einfach anders», sagte Florschütz, der seinen etatmäßigen Stammanschieber Marc Kühne nach zuletzt durchwachsenen Leistungen ausgetauscht hatte. Der 1,97 Meter große Hallenser kann sich aber daheim mit der Geburt seiner Tochter trösten. Für Kühne kam nun der bärenstarke Richard Adjei an die Bremse. Der gebürtige Düsseldorfer und ehemalige American Footballer ist der erste dunkelhäutige Anschieber in der Geschichte des deutschen Bobsports. Er hatte zuletzt als Sieger im Anschubwettbewerb überzeugt.

Auch André Lange war bei seiner Abschiedsvorstellung an der Bahn im Berchtesgadener Land, die nicht auf seiner Favoritenliste steht, zufrieden: «Ich habe endlich Frieden mit dieser Bahn geschlossen», sagte der Oberhofer, der mit dem Bahnrekord zusammen mit Hefti in die Annalen eingehen wird, da die Piste vom 20. Januar an leicht umgebaut wird und die Rekorde dann neu gelistet werden.

Bei den Frauen brachte das Anschieber-Roulette intern wenig Veränderungen. Selbst die mit der «Handbremse» startende Martini siegte mit Weltklasse-Anschieberin Romy Logsch mit 29/100 Sekunden Vorsprung vor den Kanadierinnen Kaillie Humphries/Heather Moyse. Dritte wurde Olympiasiegerin Sandra Kiriasis aus Winterberg mit Christin Senkel. Die Oberhoferin Claudia Schramm fiel mit Janine Tischer von Platz zwei auf Rang fünf zurück. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+