Für Eintracht Aumunds Torjäger Burak Aydin wegen des zweiten Kreuzbandrisses in unschöner Flutlicht-Experiment bleibt in Erinnerung

Aumund. Er war in der Saison 2010/11 einer der besten Stürmer in der Nordbremer Fußballszene. Damals, im Aufstiegsjahr des TSV Lesum-Burgdamm, erzielte Burak Aydin knapp 30 Tore für sein Team in der Bezirksliga. Später wurde es ruhig um den Goalgetter – der inzwischen 23-Jährige Akteur des SV Eintracht Aumund erholt sich gerade von seinem zweiten Kreuzbandriss.
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Von Marc Gogol

Aumund. Er war in der Saison 2010/11 einer der besten Stürmer in der Nordbremer Fußballszene. Damals, im Aufstiegsjahr des TSV Lesum-Burgdamm, erzielte Burak Aydin knapp 30 Tore für sein Team in der Bezirksliga. Später wurde es ruhig um den Goalgetter – der inzwischen 23-Jährige Akteur des SV Eintracht Aumund erholt sich gerade von seinem zweiten Kreuzbandriss.

Es passierte am 28. September diesen Jahres. Der SV Eintracht Aumund empfing an diesem Freitagabend die DJK Blumenthal zum Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga auf Kunstrasen unter Flutlicht. Ein Experiment, wie man damals meinte. Für Burak Aydin war es ein durch und durch misslungener Versuch, denn er zog sich noch in der ersten Halbzeit bei der 2:5-Niederlage der Gastgeber bereits den zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere zu.

"Ich will den Ball mit dem Körper abschirmen, der Gegner rennt in mich rein, und da hat es knack gemacht", erinnert sich Burak Aydin an jenen Moment, der seine Fußballer-Laufbahn für den Rest des Jahres 2012 geprägt hat und wahrscheinlich auch für die erste Hälfte des kommenden Jahres prägen wird. Um es vorweg zu nehmen: Burak Aydin geht es zurzeit ziemlich gut in der Reha, und er möchte in der nächsten Saison wieder aktiv auf den Fußballplätzen der Region dabei sein. Doch die Leidensgeschichte des Studenten der Wirtschaftsingenieur-Wissenschaften, der bis zum Februar an seiner Bachelor-Arbeit schreibt, ist eine besondere.

In der B- und A-Jugend kickte Burak Aydin beim Blumenthaler SV sehr erfolgreich in der Verbandsliga, der Schritt in den Herrenbereich endete für ihn dann jedoch recht ungeplant nur in der Reserve. Es folgte 2009 der Wechsel nach Lesum mit zunächst einem Mittelfeldplatz und einem Jahr später dem Landesliga-Aufstieg. In der Erfolgssaison konnte ich mich zuletzt richtig zeigen", erinnert sich Burak Aydin, "dann kam mit Frank Dahlenberg ein neuer Trainer, und irgendwie hat es nicht mehr so geklappt". Burak Aydin absolvierte nur wenige Partien, bis er sich seinen ersten Kreuzbandriss Anfang Oktober 2011 gegen den SV Grohn zuzog.

"Eigentlich war es gar kein Kreuzbandriss, bis zur Operation im Dezember hatte sich schon von alleine ein fast neues Kreuzband gebildet, und das Knie musste nur punktiert werden", erklärt Burak Aydin, "aber am Meniskus war fast ein Totalschaden entstanden". Jedenfalls stieg der Stürmer Ende März diesen Jahres schon wieder ins Fußballgeschehen ein, konnte den sportlichen Abstieg des TSV Lesum-Burgdamm aber auch nicht verhindern. Die Mannschaft fiel auseinander, ehe durch den Rückzug eines anderen Teams doch noch das Startrecht in der Landesliga erhalten blieb. Zu spät für Burak Aydin, der war sich längst mit Eintracht Aumund und dessen Neu-Trainer René Damaschke einig geworden. "Ich wollte nicht wieder gegen den Abstieg spielen, und in Aumund wollte man etwas aufbauen. Außerdem waren die anderen Jungs dort in Ordnung", begründet Burak Aydin seinen Schritt vom Heidberg an die Dobbheide.

Beim SVEA machte er die komplette Vorbereitung mit und dachte immer weniger an sein lädiertes Knie. "Das Knie hat gehalten, ich war fit, habe wieder meine Tore geschossen und auch an dem besagten Abend keine Angst gehabt. Allerdings hatte ich schon vor dem Spiel ein irgendwie insgesamt ungutes Gefühl …" Das trog ihn nicht. Inzwischen hat er seine erste echte Kreuzband-OP schon sechs Wochen hinter sich. Momentan erreicht er bereits wieder die volle Streckung des Gelenks und verspürt keine Schmerzen oder Komplikationen. "Mein Physiotherapeut sagt, dass ich weiter bin als ich normalerweise sein sollte." Mit dieser Zuversicht blickt Burak Aydin auf sein baldiges Comeback.

Dass er überhaupt weitermacht, dafür gibt es mehrere Gründe. "Die Aumunder Jungs haben sich bei mir gemeldet und nachgefragt, wie es mir geht", freut sich Burak Aydin genau so wie über den momentanen Tabellenstand seiner Truppe. "Wir wollten oben mitspielen, das läuft bisher optimal. In der nächsten Saison will ich dann etwas zurückgeben." Darauf wartet man ohnehin beim SV Eintracht Aumund. "Uns ist eine wichtige Säule weggebrochen", sagte Trainer René Damaschke, "wir warten auf ihn und hoffen, dass er bald wieder unsere zentrale Figur, unserer Sturmführer, wird. Dass er das werden kann, hat er in seinen ersten Spielen in dieser Saison schon gezeigt."

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