Bremer Fußball-Verband Frauen-Förderung mit gutem Start

Leadership-Programm im Fußball beginnt mit zwölf Teilnehmerinnen. Auch DFB-Vizepräsidentin zu Gast
26.02.2019, 15:42
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Frauen-Förderung mit gutem Start
Von Mathias Sonnenberg

Frauen an die Macht, so in etwa kann man die Pläne des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) beschreiben, endlich mehr Weiblichkeit in den Fußball an der Weser zu bringen. Deshalb hat der BFV erstmals das Leadership-Programm „Vielfalt in Gremien – Frauen im Fußball“ aufgelegt. Mit Erfolg, denn jetzt werden zwölf ehrenamtlich tätige Frauen aus Bremen und Bremerhaven für die Übernahme zukünftiger Führungsaufgaben in den Gremien von Vereinen vorbereitet, motiviert und qualifiziert.

Schon bei der Eröffnungsveranstaltung war zu erkennen, welchen Stellenwert das Leadership-Programm auch beim Deutschen Fußball-Bund und in der Bremer Politik hat. Neben den Programm-Initiatoren Björn Fecker (BFV-Präsident), Sandra Frerichs als Lehr- und Bildungsreferentin des BFV und Petra Löffler vom SC Borgfeld, die bereits am DFB-Leadership-Programm des DFB für Frauen teilgenommen hat, waren auch DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und Sport-Senatorin Anja Stahmann mit dabei.

Das einjährige Programm besteht aus den drei verpflichtenden Trainingsmodulen „Führung und Selbstmanagement“, „Kommunikation“ und „Veränderungsmanagement“. Ein begleitendes Trainingsprogramm soll die Teilnehmerinnen zudem auf die Anforderungen an künftige Führungsaufgaben vorbereiten. Geleitet wurde das erste Modul des Leadership-Programms von Meike Schröer, Referentin der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Merle Schulte, ehrenamtlich beim SV Werder Bremen tätig und Stadionsprecherin der Werder-Frauen, ist eine der Teilnehmerinnen. Sie möchte Frauen im Fußball weiterbringen und fordert sie sogar auf: „Bremen ist nicht nur Werder. Bremen ist auch ganz viel mehr. Liebe Frauen, liebe Mädchen, unterstützt euren lokalen Verein im Ehrenamt. Es gibt viele Plätze, die noch zu belegen sind.“ So viel Engagement hat BFV-Boss Fecker beeindruckt. „Wir wollen die Vielfalt, die wir auf unseren Fußballplätzen haben, auch in den Gremien des Fußballs abbilden. Mit dem Leadership-Programm möchten wir Frauen unterstützen, dass sie sich zukünftig im Fußball engagieren und das nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den Vereinen und im Verband“, erklärte er nach dem Start.

Unterstützung bekommt er von Senatorin Anja Stahmann. „Ich bin davon überzeugt, dass den Frauen im Sport die Zukunft gehört und deswegen sind solche Programme wichtig“, sagte sie. DFB-Vizepräsidentin Ratzeburg macht sich für eine gescheite Mischung stark. „Die Nachfrage bei Frauen ist groß, sich im Fußball weiterzubilden und zu entwickeln. Frauen möchten im Fußball Aufgaben übernehmen. Ich glaube einfach, dass es eine gute Mischung ist, wenn Männer, Frauen, Jüngere oder Ältere gemeinsam Themen des Fußballs, egal in welche Richtung, bearbeiten und sich weiterentwickeln.“

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