Im Blickpunkt: Aufstiegsrennen in der Verbandsliga entscheidet Achimer und Daverdener Schicksal Fredenbeck (ein wenig) im Fokus

Achim·Daverden. Nachdem der TSV Daverden vor einer Woche das Derby der Handball-Landesliga gegen die SG Achim/Baden II knapp gewonnen hatte, schien die Sache klar: Die Daverdener marschieren unaufhaltsam in Richtung Vizemeisterschaft und der damit verbundenen Aufstiegsrelegation, der Spielgemeinschaft bleibt dagegen nur Rang drei und ein weiteres Jahr in der Landesliga. Momentan hat der TSV vier Punkte Vorsprung auf die Achimer.
19.04.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Fredenbeck (ein wenig) im Fokus
Von Florian Cordes

Nachdem der TSV Daverden vor einer Woche das Derby der Handball-Landesliga gegen die SG Achim/Baden II knapp gewonnen hatte, schien die Sache klar: Die Daverdener marschieren unaufhaltsam in Richtung Vizemeisterschaft und der damit verbundenen Aufstiegsrelegation, der Spielgemeinschaft bleibt dagegen nur Rang drei und ein weiteres Jahr in der Landesliga. Momentan hat der TSV vier Punkte Vorsprung auf die Achimer.

Doch in der Weserstadt darf man nun doch wieder ein wenig mehr hoffen, dass man selbst die Relegation spielt und die Grün-Weißen aus Daverden direkt in die Verbandsliga Nordsee aufsteigen. Der Grund dafür liegt jedoch nicht in der Landesliga, sondern eine Klasse höher. In der Verbandsliga Nordsee nimmt der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz allmählich dramatische Züge an. Die Meisterschaft ist dort der SG HC Bremen/Hastedt zwar kaum noch zu nehmen. Doch dahinter geht es heiß her: Der TuS Rotenburg und der VfL Fredenbeck II liefern sich einen spannenden Kampf um den Vizetitel. Da die Fredenbecker am vergangenen Spieltag beim TuS Haren verloren, können nun die Rotenburger am VfL vorbeiziehen. Der TuS hat noch sechs, Fredenbecks Drittliga-Reserve fünf Spiele zu absolvieren. Chancen auf Platz zwei haben aber auch noch Haren, der TV Langen und TuRa Marienhafe.

Wird am Saisonende aber Rotenburg Vizemeister, würde nach aktueller Lage der TSV Daverden direkt in die Verbandsliga aufsteigen und die SG Achim/Baden II in die Relegation gehen. Bliebe nämlich der VfL Fredenbeck II Verbandsligist, ist der designierte Meister der Landesliga Bremen, der VfL Fredenbeck III, nicht aufstiegsberechtigt. Zwei Teams desselben Vereins in einer Liga lassen die Statuten nicht zu.

Dieses Szenario, das durchaus passieren kann, haben sowohl Daverdens Trainer Thomas Panitz als auch Karsten Krone, Coach der SG Achim/Baden II, im Hinterkopf. „Ich interessiere mich natürlich dafür, was so in den anderen Ligen passiert“, sagte etwa Panitz. „Und da geht der Blick natürlich auch zum VfL Fredenbeck II.“ Dass das Team am Wochenende verloren hat, sei ihm natürlich nicht entgangen, sagte er schmunzelnd. Allzu viel möchte er sich aber nicht mit dem Thema beschäftigen. Vielmehr gehe es darum, den zweiten Platz vor der SG Achim/Baden II zu verteidigen. „Was wir auf jeden Fall wollen, ist uns weiterentwickeln. Wir wollen nicht da stehen bleiben, wo wir uns aktuell befinden“, meinte Panitz. Wenn der Kelch der Relegation an seiner Sieben vorbei ginge, hätte er jedoch auch nichts einzuwenden.

Gegner kommt aus Weser-Ems-Gebiet

Genauso wie der Coach des TSV beobachtet auch Karsten Krone das Geschehen in der Verbandsliga. „Mit einem Auge schiele ich schon auf den Kampf um den zweiten Platz. Wir würden sehr gerne die Relegation spielen. Diese Herausforderung sollte man unbedingt annehmen. So viel Ehrgeiz sollte man haben“, sagte Krone. „Und vom Verein wurde mir bislang nicht verboten, eventuell sogar aufzusteigen. Wir haben zu Saisonbeginn ganz bewusst kein genaues Ziel ausgerufen.“ Besonders im Hinblick darauf, dass bei der SG Achim/Baden zur neuen Saison einige talentierte Handballer aus der Jugend in den Erwachsenenbereich wechseln, sei die Verbandsliga reizvoll. So sieht es auch Steffen Aevermann, Trainer der Oberliga-Mannschaft: „Über kurz oder lang sollte die Zweite Herren in die Verbandsliga aufsteigen.“ Ob es in diesem Jahr klappt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Doch auch wenn am Saisonende der VfL Fredenbeck II den Sprung in die Oberliga Nordsee schafft, wird definitiv eine Mannschaft aus dem Landkreis Verden in die Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga gehen. In zwei Partien spielt das kreisverdener Team gegen den Zweiten der Landesliga Weser-Ems einen weiteren Aufsteiger aus. In dieser Liga streiten sich derzeit der Wilhelmshavener HV II, die HSG Barnstorf/Diepholz II sowie die TS Hoykenkamp um die Ränge eins bis drei. Das Hinspiel findet am 28. Mai beim Weser-Ems-Zweiten statt, das Rückspiel steigt am 4. Juni im Landkreis Verden – ob in Achim oder Daverden werden unter anderem Fredenbeck II und Rotenburg entscheiden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+