Sportpolitik Freitag: Sport braucht Hilfe im Anti-Doping-Kampf

Hamburg. Nach Ansicht von Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, braucht der Sport dringend Hilfe für einen effektiveren Anti-Doping-Kampf.
28.01.2010, 11:42
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Hamburg. Nach Ansicht von Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, braucht der Sport dringend Hilfe für einen effektiveren Anti-Doping-Kampf.

«Der Sport allein ist definitiv nicht in der Lage, all die Probleme wirkungsvoll zu bekämpfen», erklärte die SPD-Politikerin in einem Interview von «Spiegel online». Über das Arzneimittelgesetz sei die Bekämpfung vorangekommen, aber bei nur einer Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft zum Thema Doping seien die wenigen Verfahren, die es bislang gab, «nicht wirklich erfolgversprechend». Da brauche man «wirkliche Profis», forderte Freitag, die im Kampf gegen den Pharma-Betrug gern weiter wäre.

Wo Maßnahmen des Gesetzgebers gefragt sind, ende auch die Autonomie des Sports. «Es kann nicht sein, dass wir als öffentliche Hand nur zahlen, aber nichts zu sagen haben. Wir haben die Pflicht, uns einzumischen - auch wenn es einigen mal unbequem erscheint», betonte Freitag, die seit 15 Jahren im Sportausschuss tätig ist.

Die Diskussionen, den Straftatbestand Sportbetrug einzuführen, würde sie gern intensivieren. «Es gibt von Juristen unterschiedliche Einschätzungen. Wir sollten diese Forderung vorurteilsfrei debattieren. Aber das wird vom organisierten Sport nicht gewünscht», sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. (dpa)

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