TSV Etelsen verliert Halbfinale in Lüneburg zwar mit 0:2, schafft aber verdientes Remis in Ahlerstedt/Ottendorf Freude über Punkt überstrahlt Pokal-Aus

Mit einem wertvollen Remis in der Landesliga Lüneburg sowie einer 0:2 (0:0)-Niederlage im Halbfinale des DFB-Bezirkspokals beim SV Eintracht Lüneburg haben die Kicker des TSV Etelsen den Doppelspieltag zu Ostern hinter sich gebracht. Die Freude über das 2:2 (0:1) bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf überwog allerdings bei Trainer Alexander Coels, der seiner Mannschaft eine disziplinierte und mutige Leistung bescheinigte. Durch den Punktgewinn bleiben die Etelser in der Tabelle mit 26 Punkten auf Tuchfühlung mit dem FC Hagen/Uthlede.
10.04.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Freude über Punkt überstrahlt Pokal-Aus
Von Lars Köppler

Mit einem wertvollen Remis in der Landesliga Lüneburg sowie einer 0:2 (0:0)-Niederlage im Halbfinale des DFB-Bezirkspokals beim SV Eintracht Lüneburg haben die Kicker des TSV Etelsen den Doppelspieltag zu Ostern hinter sich gebracht. Die Freude über das 2:2 (0:1) bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf überwog allerdings bei Trainer Alexander Coels, der seiner Mannschaft eine disziplinierte und mutige Leistung bescheinigte. Durch den Punktgewinn bleiben die Etelser in der Tabelle mit 26 Punkten auf Tuchfühlung mit dem FC Hagen/Uthlede.

Etelsen. Im Punktspiel bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf erkämpften sich die Kicker vom Schlosspark am Ostersonnabend einen überraschenden Punkt und knüpften dabei an die vor einer Woche beim 3:0-Sieg über Hagen/Uthlede gezeigte Leistung an. "Meine Mannschaft hat die Taktik genau umgesetzt und einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Spieler haben gezeigt, wie variabel sie sind", geizte der Trainer nicht mit Komplimenten.

Dabei lief es zunächst gar nicht gut für die Gäste. Die aus einer verstärkten Defensive - mit Nikolaj Schweizer und Oliver Warnke im zentralen Mittelfeld und nur einer Spitze - aufspielenden Etelser gerieten bereits nach zehn Minuten in Rückstand. Nach einer kurz ausgeführten Ecke durfte Mirco Detjen unbedrängt einköpfen. "Da haben wir gepennt", konstatierte Coels. Die Reaktion seiner Mannschaft konnte sich jedoch sehenlassen. Aus dem Spiel heraus gestatteten die Gäste dem als torgefährlich geltenden Favoriten keine Freiräume, so dass Torwart Daniel Büchau nur bei Standardsituationen eingreifen musste.

Doppelschlag in Halbzeit zwei

"Ahlerstedt hatte mehr vom Spiel, aber das war auch so gewollt", verteidigte Coels die Marschroute, mit der die Etelser unmittelbar nach dem Seitenwechsel den erwünschten Erfolg hatten. Pascal Mannig war es, der eine Vorarbeit von Mario Gloger zum Ausgleich verwertete (47.). Und es sollte für die Etelser noch besser kommen: Wieder krönte Mannig ein Zusammenspiel mit dem agilen Gloger, als er dessen Zuspiel aufnahm, zwei Gegenspieler aussteigen ließ und zum 2:1 abschloss (55.). Für einen Sieg reichte es dennoch nicht.

Obwohl Pascal Mannig sowie der eingewechselte Stefan Danylyszyn sehr gute Torchancen hatten, musste der TSV doch noch den Ausgleich hinnehmen. Die Ahlerstedter nutzten ihre einzige Torchance aus dem Spiel heraus durch Sascha Müller zum 2:2, der einen Pass von Detjen vergoldete (70.). Weniger erfolgreich verlief dagegen das Pokalspiel bei Eintracht Lüneburg für die Etelser. Coels leistete sich - wie angekündigt - den Luxus, Leistungsträgern wie Daniel Büchau, Mario Gloger, Sören Radeke und Jan Twietmeyer eine Pause zu gönnen. Für Büchau hütete Fabian Purpus den Kasten, in der Verteidigung durfte sich der Langzeitverletzte André Wegert über Einsatzminuten freuen. Auch Davut Kilinc und Max Krause liefen diesmal in der Startelf auf.

Die Gäste fanden gut ins Spiel, hielten die Lüneburger geschickt vom eigenen Tor fern und starteten immer wieder eigene Offensivaktionen. So hätten Pascal Mannig, Kato Tavan oder Maximilian Altevoigt mit etwas Glück und Geschick durchaus einen Treffer zur Führung erzielen können. "Wir hatten die Lüneburger gut im Griff", lobte Coels und ärgerte sich zugleich über die Versäumnisse in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, die das Pokalspiel entscheiden sollten.

Unordnung nach der Pause bestraft

Zweimal zeigten sich die Etelser unsortiert in der Defensive und kassierten so die Gegentore. "Das 0:2 hatte zu diesem Zeitpunkt nicht dem Spielverlauf entsprochen", stellte Coels fest. Ganze 120 Sekunden waren nach der Pause gespielt, als die Blauhemden in Rückstand gerieten. Von einem langen Freistoß fast von der Mittellinie ließen sich die Etelser in Unordnung bringen, Bennet Lorenzen war zur Stelle und verwandelte in Billardtormanier zum 1:0. Die nächste kalte Dusche erwischten die Schlosspark-Kicker nur neun Minuten später. Nach einem Angriff über die linke Außenbahn war Felix Reinecke mit dem Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (56.).

Doch die Truppe von Trainer Alexander Coels gab sich nicht auf und spielte weiter nach vorne, worauf sich Konterchancen für die Eintracht ergaben. Der Coach rüstete seine Offensive nochmals mit Jan Twietmeyer auf, später gesellte sich Jan Peteaux dazu. Am Ergebnis änderte sich jedoch nicht mehr. "Die Niederlage ist ärgerlich, denn hier war mehr drin. Aber wir haben uns gut verkauft", richtet Coels seinen Fokus nun auf den Abstiegskampf.

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