VSK-Trainer Günter Hermann liebt den Hallenfußball, Bornreihes Frank Thinius verteufelt ihn Freund und Feind des Budenzaubers

Landkreis Osterholz. Kurz aber intensiv - so lässt sich die Hallensaison des VSK Osterholz-Scharmbeck umschreiben. Der Fußball-Oberligist geht am heutigen Freitagabend beim Logistik-Hallencup des TSV Ottersberg an den Start. Am Sonntag folgt die Teilnahme am sehr gut dotierten Turnier in der Bremerhavener Stadthalle. Eine Woche später steht das eigene Turnier um den Schmolke-Cup an, dann ist der Budenzauber schon wieder vorüber.
07.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Freund und Feind des Budenzaubers
Von Werner Maaß

Landkreis Osterholz. Kurz aber intensiv - so lässt sich die Hallensaison des VSK Osterholz-Scharmbeck umschreiben. Der Fußball-Oberligist geht am heutigen Freitagabend beim Logistik-Hallencup des TSV Ottersberg an den Start. Am Sonntag folgt die Teilnahme am sehr gut dotierten Turnier in der Bremerhavener Stadthalle. Eine Woche später steht das eigene Turnier um den Schmolke-Cup an, dann ist der Budenzauber schon wieder vorüber.

Der VSK startet heute Abend als Titelverteidiger in das gut besetzte Turnier in Ottersberg. Auf den Sieger wartet ein Scheck über 500 Euro. Trainer Günter Hermann hat zahlreiche Ausfälle zu beklagen. Marco Ordenewitz, Jorit Löhr, Julian Stroppel, Sawie Peewee und Moritz Steidten fehlen erkrankt oder verletzt. Peer Jaekel weilt mit den Werder-Profis im Trainingslager in der Türkei. Der Oldie im Team, Stefan Meyer, kommt in der Halle nicht zum Einsatz. Und der Längste im Team fehlt ebenfalls, aus einem allerdings ungewöhnlichen Grund: Daniel Lippold pausiert aufgrund einer Fußverletzung, die er sich am Silvesterabend zugezogen hat. In unmittelbarer Nähe seines Fußes war ein Böller explodiert, so ist Lippold für eine Woche aus dem Verkehr gezogen. Den Sprung ins neue Jahr hatte sich der Abwehrchef des VSK sicherlich komplett anders vorgestellt.

So interessant das Turnier in Ottersberg für den VSK auch ist, Trainer Günter Hermann stuft die Veranstaltung am Sonntag in Bremerhaven höher ein. Wegen des starken Teilnehmerfeldes mit dem Regionalligisten FC Oberneuland und mehreren Top-Teams aus der Bremen-Liga, nicht zuletzt aber auch wegen des hohen Preisgeldes. Stolze 2500 Euro erhält der Sieger.

In der Bremerhavener Stadthalle sind auch die beiden Bezirksligisten FC Hagen/Uthlede und MTV Bokel am Start. Beide Teams müssen sich am heutigen Freitagabend durch die Qualifikationsrunde kämpfen, der VSK ist direkt für die Endrunde am Sonntag gesetzt.

Günter Hermann wird sich übrigens während des Turniers irgendwo oben auf der Tribüne verkrümeln. "Ich guck mir das von da oben an. Die Jungs sind alt genug. Die sollen das alles selbst regeln. Jeder hat einen zum wechseln, das klappt schon", sagte der bekennende Freund des Hallenfußballs. In den Jahren zuvor hatte es Zwist mit den Schiedsrichtern gegeben. Nicht zuletzt wegen des hohen Preisgeldes ging es auf dem Spielfeld oft sehr hart zur Sache.

Derweil zeichnet sich bereits jetzt ab, dass das für den 23. Januar angesetzte Nachholspiel gegen Nordhorn erneut verschoben wird. So wird der VSK vermutlich am 30. Januar mit dem Heimspiel gegen den TuS Heeslingen in die zweite Saisonhälfte starten - so es das Wetter zulässt.

Am heutigen Freitagabend könnte es übrigens zum Duell mit dem ewigen Rivalen aus Bornreihe kommen. Der SV Blau-Weiß geht ebenfalls in Ottersberg an den Start. In einer anderen Vorrundengruppe allerdings. Bornreihes Trainer Frank Thinius betrachtet das Gekicke in der Halle mit sehr gemischten Gefühlen: "Ich bin kein Freund des Hallenfußballs. Da passiert einfach zu viel. Ich sehe uns Trainer da irgendwo in der Fürsorgepflicht."

Thinius lieferte gleich ein Beispiel: Tobias Prigge hatte nach auskuriertem Fußbruch samt neun Wochen Pause auf einen Einsatz in der Halle in Gnarrenburg gedrängt. Direkt im ersten Spiel erwischte es ihn erneut am gleichen Fuß. Thinius hatte das Unheil kommen sehen: "Es ist doch nicht so, dass ich vorher in die Glaskugel gucke, ich spreche doch aus Erfahrung. Ich hatte Tobias vorher gefragt, aber er wollte unbedingt spielen." So traf Thinius folgende Entscheidung: Die Oldies Julian Geils, Tino Brünjes, André Lütjen und Nils Kühtmann sind für die Halle gestrichen. Thinius: "Die will ich dort nicht sehen, der Rest darf meinetwegen spielen."

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