Arne Woltmann löst Jan Rathjen als Eisbären-Manager ab – und muss wenig ändern Freundliche Übernahme

Bremerhaven. Der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga 2005, enge Play-off-Partien und Rettungen vor dem Abstieg in letzter Sekunde. Sichtlich bewegt stand der scheidende Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen ein letztes Mal vor dem harten Kern der Eisbären-Fans des Fanclubs Eisbären Power e.
22.06.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Jonas Mieke

Bremerhaven. Der Aufstieg in die Basketball-Bundesliga 2005, enge Play-off-Partien und Rettungen vor dem Abstieg in letzter Sekunde. Sichtlich bewegt stand der scheidende Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen ein letztes Mal vor dem harten Kern der Eisbären-Fans des Fanclubs Eisbären Power e.V. und ließ seine Amtszeit gemeinsam mit den Fans Revue passieren. „Zwölf Jahre Erstliga-Basketball in Bremerhaven, das schafft man nur zusammen und nicht eine Person alleine. Dafür möchte ich mich bei euch bedanken“, sagte Rathjen und erntete lauten Beifall der 50 anwesenden Fans.

Am 30. Juni wird die 15-jährige Amtszeit von Jan Rathjen als Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven zu Ende gehen. Auf seinen Wunsch hatte der Fanclub eine kleine Verabschiedungsfeier geplant, an der auch der neue Geschäftsführer Arne Woltmann sowie Eisbären-Profi Adrian Breitlauch teilnahmen. „Viele von uns waren von Anfang an mit dabei. Wir sind dir sehr dankbar für deine großartige Arbeit in den vergangenen 15 Jahren“, sagte der Vorsitzende des Fanclubs Heiko Goltermann. „Wir waren erschrocken, dass du uns verlässt. Aber man muss dir zu Gute halten, dass du kein sinkendes Schiff verlässt. Der Verein steht sehr gut da, das Schiff ist auf Kurs“, fügte Elke Block, die stellvertretende Vorsitzende des Eisbären Power e.V. hinzu.

Dem Lob der Fanvertreter schloss sich auch Rathjens Nachfolger auf der Geschäftsführerposition Arne Woltmann an, der sich bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt am 1. Juli bei den Fans vorstellte. „Jan Rathjen hat hier eine Ära angeführt. In meiner Anfangszeit wird sicher nicht sehr viel Veränderung zu erkennen sein, denn hier wurde sehr gut gearbeitet“, sagte Woltmann.

Während künftig erstmals in der ersten Liga ein neuer Manager die Geschicke der Eisbären lenkt, dürfen sich die Fans darauf freuen, in der kommenden Saison bei den Spielern viele bekannte Gesichter wiedersehen zu können. Mit vier Spielern aus der Vorjahresmannschaft hat Rathjen bereits einen Vertrag für die nächste Saison abgeschlossen. Neben Spielmacher Lars Wendt und Ivan Elliott bleibt auch der Star der vergangenen Saison Jordan Hulls sowie Lokalmatador und Publikumsliebling Adrian Breitlauch den Fans erhalten. „So eine personelle Konstanz hatten wir in unserem Kader nie in den vergangenen Jahren“, sagte Rathjen und erntete erneut lauten Applaus.

Vor den Fans kündigte Rathjen dann an, dass noch zwei weitere Spieler der Eisbären aus der abgelaufenen Spielzeit auch in der nächsten Saison in der Bremerhavener Stadthalle auflaufen werden. Zwar wollte er sich die Namen der zwei Spieler trotz zahlreicher Nachfragen von Fans nicht entlocken lassen. Gerüchten zufolge handelt es sich um Fabian Bleck und David Brembly.

Fabian Bleck, der vor der vergangenen Saison aus Hagen nach Bremerhaven gewechselt war, spielte sich vor allem in der zweiten Saisonhälfte in die Rotation von Eisbären-Trainer Sebastian Machowski. Der flexibel einsetzbare Flügelspieler erzielte im Schnitt fünf Punkte und sammelte drei Rebounds pro Partie. „Er ist wie ein Schweizer Taschenmesser und kann immer das liefern, was die Mannschaft in einer bestimmten Partie braucht“, sagt Machowski über den 24-jährigen Bleck.

Mit Flügelspieler David Brembly würde ein Spieler zurückkehren, der großes Potenzial besitzt, jedoch in der vergangenen Saison auf Grund einer fast einjährigen Verletzungspause nur wenig Spielzeit ergattern konnte. Erst im Februar gegen Oldenburg konnte Brembly nach zwei Mittelfußbrüchen sein Debüt für die Eisbären feiern. Zum Ende der Saison zeigte er jedoch, wie wertvoll seine Athletik für die Eisbären in Zukunft sein kann.

So war trotz der Verabschiedung von Jan Rathjen die Vorfreude der Fans auf die neue Saison deutlich zu spüren. Dank der Arbeit am zukünftigen Kader blicken die Fans positiv in die Zukunft. Das bestätigte auch Rathjens Nachfolger Arne Woltmann: „Ich habe in den letzten Wochen einen Fortschritt gespürt, den wir mitnehmen wollen“, sagte er.

Auch Jan Rathjen freut sich schon auf die kommende Saison – dann mit neuer Perspektive: „Mit ein bisschen Glück kann die nächste Saison eine sehr besondere werden. Ich werde die Eisbären weiterhin in der Halle anfeuern, auch wenn ich dann als normaler Zuschauer wohl etwas weiter oben in der Halle sitze“, sagte Rathjen. „Darüber werden sich die Schiedsrichter sicher freuen“, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

„So eine personelle Konstanz hatten wir in unserem Kader nie.“ Jan Rathjen, scheidender Eisbären-Manager
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