Lahauser mit neun Neuzugängen Früher nach oben als erwartet

Lahausen. Es mutet fast wie ein Witz an, dass sich Jörg Amrhein als guter Prophet erwiesen hat. Denn der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen hatte zu Saisonbeginn sein Team, das in der Vorsaison als Vierter eingelaufen war, zum Aufstiegsfavoriten gekürt. Doch nach nur drei Spieltagen war Amrhein als Trainer auch schon wieder Geschichte, und das Team steckte tief im Tabellenkeller. Dann übernahm Co-Trainer Tim Arnebold als Spielertrainer das Amt und konnte nach einer furiosen Aufholjagd noch die Vizemeisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga feiern. Als schon 13 Partien absolviert waren, standen die Lahauser mit nur zwölf Punkten als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz. So drückte Arnebold den Erfolg ins rechte Licht : "Was die Mannschaft geleistet hat, ist einfach sensationell!"
30.07.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Henning Reinke

Lahausen. Es mutet fast wie ein Witz an, dass sich Jörg Amrhein als guter Prophet erwiesen hat. Denn der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen hatte zu Saisonbeginn sein Team, das in der Vorsaison als Vierter eingelaufen war, zum Aufstiegsfavoriten gekürt. Doch nach nur drei Spieltagen war Amrhein als Trainer auch schon wieder Geschichte, und das Team steckte tief im Tabellenkeller. Dann übernahm Co-Trainer Tim Arnebold als Spielertrainer das Amt und konnte nach einer furiosen Aufholjagd noch die Vizemeisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga feiern. Als schon 13 Partien absolviert waren, standen die Lahauser mit nur zwölf Punkten als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz. So drückte Arnebold den Erfolg ins rechte Licht : "Was die Mannschaft geleistet hat, ist einfach sensationell!"

Die Sensation in Zahlen: 15 Partien gewonnen, eins endete unentschieden und nur eine einzige Partie ging verloren (1:2 beim Meister TuS Syke II). Nachdem die Lahauser die Abstiegsränge hinter sich gelassen hatten, führte der Weg zügig ins Mittelfeld. Zur Winterpause stand bereits Rang neun zu Buche. "Obwohl die Aufstiegsplätze damals noch in weiter Ferne lagen und kein Thema waren, musste ich etwas auf die Euphoriebremse treten. Aber unsere überwiegend jungen Spieler blieben auf dem Teppich, ließen aber dennoch ihre Euphorie nicht nehmen", so der 33-jährige Arnebold - eine gute Kombination. Und der Trainer ließ es sich nicht nehmen, stets zu betonen, wie gut sich seine Schützlinge weiterentwickelt hätten.

Außerplanmäßiger Aufstieg

"Das war auch mein Bestreben, der Aufstieg dagegen nicht, der war eigentlich erst in der kommenden Saison unser Ziel", gesteht Arnebold. Dank einer super Serie waren die Lahauser dann zwar bis auf den vierten Platz vorgeprescht, aber immer noch kein heißer Aufstiegsanwärter. Doch das sollte sich ändern. "Wir haben fast kontinuierlich drei Punkte eingefahren, während die vor uns liegenden Teams schwächelten. Und plötzlich standen wir als Dritter auf einem Aufstiegsplatz, da der TuS Syke II ja nicht aufsteigen kann."

Gegen die Syker gab es in der Endphase zwar noch eine Niederlage, aber die Konkurrenz spielte für Lahausen. Beim folgenden mageren 1:0 bei Absteiger SC Ehrenburg gab es mehr Schatten als Licht. Dem Verdacht, dass es nur deswegen noch eng wurde, weil er selbst in diesen beiden Partien nicht mitwirkte, trat Arnebold ganz entschieden entgegen: "Danach hat die Mannschaft beim 2:0 im Ortsderby gegen Sudweyhe II bewiesen, dass es auch ohne mich geht." Dennoch: In den verbleibenden drei Duellen war der Spielertrainer wieder mit von der Partie. "Wir haben uns auch durch diverse personelle Engpässe nicht beirren lassen. Bester Beweis war unser 4:2 beim Mitkonkurrenten FC Sulingen II, als wir nur zwölf Spieler zur Verfügung hatten und mit meinem alten Freund Sven Pinkert einen Alten Herren einsetzen mussten. Die größte Hilfe haben wir aber stets von unserer zweiten Mannschaft bekommen", lobt Arnebold den teamübergreifenden Zusammenhalt. Personelle Engpässe sollte es in der Kreisliga nun nicht

mehr geben, denn dank der neun Neuzugänge umfasst der einst schmale Kader nun stattliche 23 Akteure. "Ausgewählt nach Qualität und Charakter", so Arnebold, der überwiegend beim Lokalrivalen SV Dreye fündig wurde.

So kehrte Philipp Ostner von der aufgelösten Dreyer Zweiten zurück. Zurück kam auch die zur Dreyer Ersten zählende Verwandtschaft: Tim Arnebolds Bruder Felix sowie Cousin Jörg. Ebenfalls Lahauser Wurzeln hat Torwart Benjamin Potthoff. Darüber hinaus kam noch Timo Friebel. Vom abgestiegenen Lokalrivalen TuS Sudweyhe II fanden Sebastian Mömkes, Jan Stünkel und Christian Hass den kurzen Weg nach Lahausen. Der Zug durch die Gemeinde endete mit dem Erwerb von Malte Neumann von den Weyher A-Junioren.

Tim Arnebold, mit 22 Treffern Haupttorschütze vor Tobias Marquardt und Sascha Erdmann, will wegen andauernder muskulärer Probleme in den Oberschenkeln möglichst nicht mehr so oft als Spieler in Erscheinung treten: "Ich halte mich aber fit für den Fall, dass ich auf dem Platz gebraucht werde."

Mit der Vorbereitung auf die neue Saison ist Tim Arnebold sehr zufrieden. "Wir haben das Turnier beim FC Gessel-Leerßen durch einen 3:0-Finalsieg gegen den Kreisligisten SV Heiligenfelde gewonnen und unseren ehemaligen Liga-Gefährten TSV Ristedt mit 3:1 bezwungen. Dabei habe ich auch schon ein gutes taktisches Verständnis festgestellt." Und Tore der "neuen" Arnebolds. Cousin Jörg traf gleich zwei Mal, Bruder Felix ein Mal. So stellt Tim Arnebold klar: "Ich denke, dass wir in der Kreisliga eine gute Rolle spielen werden."

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