Regionalliga-Referee André Wenzel zieht sich als Spitzenschiedsrichter des Kreises Osterholz zurück Frühzeitiges Karriereende mit 28 Jahren

Der Kreisfußballverband Osterholz bedauert den Rückzug seines Spitzenschiedsrichters: André Wenzel hat zum Saisonende 2012/13 seine Pfeife zur Seite gelegt. Der Unparteiische des SV Nordsode/Karlshöfenermoor leitete im abgelaufenen Spieljahr Meisterschaftsbegegnungen bis einschließlich zur Regionalliga.
21.06.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken

Der Kreisfußballverband Osterholz bedauert den Rückzug seines Spitzenschiedsrichters: André Wenzel hat zum Saisonende 2012/13 seine Pfeife zur Seite gelegt. Der Unparteiische des SV Nordsode/Karlshöfenermoor leitete im abgelaufenen Spieljahr Meisterschaftsbegegnungen bis einschließlich zur Regionalliga.

Nordsode. André Wenzel wurde seit Jahren als ranghöchster Fußball-Schiedsrichter im Kreisfußballverband Osterholz geführt. Der 28-jährige Referee stand fünf Jahre lang auf der Einsatzliste der Regionalliga-Schiedsrichter und lief in den letzten drei Jahren als Schiedsrichterassistent in der 3. Liga auf. "Ich höre aus privaten und beruflichen Gründen auf", sagte André Wenzel zu seinem Ausstieg auf DFB- und Verbandsebene.

Der Brilliter möchte sich verstärkt um seinen Beruf als Fahrschullehrer kümmern. "Die Zeit war einfach nicht mehr da", gab André Wenzel einen Grund für seinen Rückzug an. Die Einsätze im gesamten Bundesgebiet waren regelmäßig mit einer Übernachtung verbunden.

André Wenzel erlebte in der 3. Liga und der Regionalliga in der Vergangenheit viele schöne Momente. Zuletzt als Assistent in der 3. Liga vor 30000 Besuchern beim Spitzenspiel Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster. "Das war schon das Highlight, weil es ja um den Aufstieg in die 2. Liga ging. Bielefeld hat es dann ja gepackt", bekannte der Unparteiische des SV Nordsode.

Der Schiedsrichter wurde allerdings auch mit unerfreulichen Sachen auf dem Sportplatz konfrontiert. André Wenzel:"Beim Spiel Dynamo Dresden gegen Jahn Regensburg vor drei Jahren hatte ich eine falsche Abseitsentscheidung. Da gab es sehr viel Kritik. Daran hatte ich wochenlang zu knabbern."

André Wenzel schaffte als Talent vor einem Jahrzehnt den Aufstieg im Herrenbereich auf Bezirksebene. Damals noch als Unparteiischer des GSV Brillit. Der Fahrschullehrer schloss sich nach Unstimmigkeiten mit dem Rotenburger Kreisschiedsrichterausschuss dem Kreisfußballverband Osterholz im allgemeinen und dem SV Nordsode im besonderen an. Das war im Jahr 2006. Der Regionalliga-Schiedsrichter, der als Spieler zuletzt beim TSV Karlshöfen kickte, wurde beim jüngsten Stelldichein der niedersächsischen Spitzenschiedsrichter in Barnstorf gebührend verabschiedet. André Wenzel nahm als Geschenk vom Verbandsschiedsrichterausschuss ein Buddelschiff entgegen.

Der Osterholzer Kreisschiedsrichterobmann registrierte den Ausstieg des klassenhöchsten Schiedsrichters mit einem weinenden Auge. Thomas Rehberg: "Ich finde es schade, dass André Wenzel schon mit 28 Jahren seine Karriere beendet. Er hätte das Potenzial, noch höher zu kommen."

André Wenzel behält sich für die Zukunft die Optionen vor, dem Fußballsport und dem Schiedsrichterwesen als Beobachter oder Talentscout erhalten zu bleiben.

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