Abstiegskampf in der Handball-Oberliga Fünf Handball-Teams zittern noch

Fünf Mannschaften müssen noch um den Klassenerhalt zittern, darunter auch die HSG Schwanewede/Neuenkirchen.
27.04.2018, 16:35
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Bremen-Nord. So spannend war der Abstiegskampf in der Handball-Oberliga der Männer schon lange nicht mehr. Fünf Mannschaften müssen noch um den Klassenerhalt zittern, darunter auch die HSG Schwanewede/Neuenkirchen. Mit größter Wahrscheinlichkeit zwei von ihnen, schlimmstenfalls sogar drei, begleiten den ATSV Habenhausen II mit in die Verbandsliga.

Um ganz sicher zu sein, müssen die „Schwäne“ nun also noch einen Platz klettern. Auch für die Nordvertreter von der Landesliga bis in die Bremenliga haben diese Konstellationen einen großen Einfluss. Das Damoklesschwert für die Oberliga Nordsee befindet sich eine Etage höher in der dritten Liga, in der bereits der ATSV Habenhausen I abgestiegen ist und ihm der VfL Fredenbeck mit größter Wahrscheinlichkeit folgen wird.

Sollte es in den finalen beiden Spieltagen auch noch den stark gefährdeten OHV Aurich treffen, was immer wahrscheinlicher wird, würde in der Oberliga sogar ab Rang elf abwärts alles absteigen. Diesen Platz nimmt zurzeit die HSG Schwanewede/Schwanewede ein, die ebenfalls noch zwei Spiele vor der Brust hat. Ein wenig Hoffnung verspricht zwar eine Relegation der Drittletzten der vier Drittliga-Staffeln, unter denen sich dann sowohl Fredenbeck als auch Aurich befinden könnten. Doch diese wird nur unter dem Vorbehalt ausgetragen, dass bis zum 30. Juni eine eigentlich schon gerettete Mannschaft zurückziehen sollte – die Aussichten darauf sind aktuell eher gering.

In der Landesliga muss der SV Grambke-Oslebshausen bange Blicke auf die Verbandsliga werfen, aus der sich – je nach Abstiegslage in der Oberliga- drei oder vier Mannschafen verabschieden werden. Dort steht drei Spieltage vor dem Saisonende mit der HSG Bützfleth/Drochtersen lediglich ein Team vor dem Abstieg in die Bremer Landesliga, sodass in dieser der drittletzte Rang zum Klassenerhalt genügen würde. Selbst vier Verbandsliga-Absteiger würden der Bremer Landesliga nichts ausmachen, solange sich darunter nicht der Verbandsliga-Fünftletzte TuS Sulingen oder der Achtplatzierte TV Langen befindet. Wenn doch, könnte sich der Landesliga-Drittletzte noch retten, wenn sich der Landesliga-Vizemeister Bremens in einer Aufstiegsrunde gegen die Konkurrenz durchsetzen würde.

Die HSG Lesum/St. Magnus hängt in der Landesklasse zu guter Letzt am Tropf der Landesliga-Absteiger. Sollte es aus der Landesliga nur zwei Absteiger geben, dann wäre sie drei Spieltage vor dem Saisonende (die meisten Konkurrenten müssen noch viermal spielen) als aktueller Tabellenachter beinahe aus dem Schneider. Steigen aus der Landesliga drei Teams ab, dann dürfen die Rot-Blauen definitiv keinen weiteren Rang mehr absacken.

Zum Schluss lohnt sich noch ein Blick auf das Aufstiegsrennen in der Bremenliga, in der die SG Findorff II ihrer ersten Vertretung mit einem Nichtantritt beim SV Grambke-Oslebshausen II übel in die Karten gespielt hat – zum großem Vorteil für den SVGO II.

In der Bremenliga steht die erste Findorffer Mannschaft noch mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SVGO II an der Pole-Position. Die „SG-Füchse“ müssen dabei noch ein Spiel absolvieren, bevor sie am 5. Mai zum finalen Meisterschaftskracher in der Sperberstraße antreten. Sollten sie bis dahin weiterhin mit zwei Zählern führen und die Gelb-Blauen das Schlagerspiel gewinnen, dann nützt den Findorffern bei Punktgleichheit nicht das zurzeit erheblich bessere Torverhältnis.

Der Spielverzicht ihrer zweiten Vertretung gegen den SVGO II hat nämlich dazu geführt, dass das Torverhältnis laut Reglement nicht zur Platzierungswertung herangezogen werden darf. In diesem Fall käme es noch einmal zu einem Entscheidungsspiel der beiden Kontrahenten. Das würde nur entfallen, wenn die erste Vertretung der Gelb-Blauen in die Landesklasse absteigen sollte, denn zwei Teams eines Vereins dürfen dort nicht spielen.

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