SV Heiligenfelde II schlägt Dickel Fünf Platzverweise in einer Partie

Landkreis Diepholz. Die spektakulärste Partie des aktuellen Spieltags in der Fußball-Kreisliga A war die Begegnung des SV Heiligenfelde II mit dem Tabellenzweiten SV Dickel. Der Gastgeber gewann mit 3:2, die Gäste beklagten neben der Niederlage noch fünf Platzverweise. Der SV Dreye verpasste durch ein 0:0 beim Schlusslicht TSV Asendorf den Sprung auf Platz drei. Im Keller verbuchte der TuS Varrel ein 2:0 gegen TuS Sudweyhe II.
28.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Henning Reinke

Landkreis Diepholz. Die spektakulärste Partie des aktuellen Spieltags in der Fußball-Kreisliga A war die Begegnung des SV Heiligenfelde II mit dem Tabellenzweiten SV Dickel. Der Gastgeber gewann mit 3:2, die Gäste beklagten neben der Niederlage noch fünf Platzverweise. Der SV Dreye verpasste durch ein 0:0 beim Schlusslicht TSV Asendorf den Sprung auf Platz drei. Im Keller verbuchte der TuS Varrel ein 2:0 gegen TuS Sudweyhe II.

SV Heiligenfelde II - SV Dickel 3:2 (0:1). "Das war ein Ding", fand SVH-Coach Frank Köhler. Vorbote der späteren Karten-Inflation war ein Elfmeter in der 59. Minute. Da führte der Gast noch mit 2:0 (11./57.). Doch den Elfmeter nutzte der selbst gefoulte Normen Helms zum Anschlusstreffer. Der Dickeler Sünder Sebastian Bertels sah glatt Rot. In der 67. Minute gab es nach Foul an Daniel Köhler erneut einen Elfmeter, den Helms zum Ausgleich verwertete. In der 72. Minute zeigte der Schiri nach Foul an Helms zum dritten Mal auf den Punkt, doch diesmal scheiterte Helms am Torwart. Bei dieser Aktion sah Dickels Stephan Winkelmann Gelb-Rot. Als dann Oliver Storck (82.) und Marco Winkelmann verbal gegen den Schiedsrichter aufbegehrten, flogen auch sie mit Gelb-Rot vom Platz.

Doch Heiligenfelde hatte noch einen weiteren Schlag parat. Als der Dickeler Keeper beim Abschlag auf Zeit spielen wollte, spitzelte ihm Daniel Köhler (90.) den Ball aus der Hand und schoss ihn zum Siegtreffer ins Netz. Daraufhin beleidigte Andre Petersdorf den Unparteiischen und flog mit Rot als fünfter Dickeler vom Platz. "Den Siegtreffer seines Sohnes sah selbst Frank Köhler als nicht ganz astrein an. "Die Aktion am Torwart hätte man auch gegen uns pfeifen können."

SV Bruchhausen-Vilsen II - TSV Weyhe-Lahausen 0:4 (0:1). Die einmal mehr mit einer Mischung aus mehreren Mannschaften angetretenen Platzherren gerieten schon nach drei Minuten ins Hintertreffen. Der Lahauser Spielertrainer Tim Arnebold setzte sich durch, bediente Christian Böttcher, für den die Vollendung aus drei Metern dann eine der leichteren Aufgaben war. Im weiteren Spielverlauf hatte der Gast zwar weit mehr Anteile, strahlte aber nur wenig Torgefahr aus. Umstritten war dann die Vorentscheidung, denn Florian Krause bekam einen Arnebold-Schuss im Strafraum an den Arm, und der Schiri zeigte auf den Punkt. "Den musste man nun wirklich nicht pfeifen", so der Vilser Coach Helmut Schmidt. Arnebold war das egal, er setzte das Leder sicher in die Maschen (73.). In der Schlussphase legte Lahausen durch Arnebold (80.) und Sascha Erdmann (83.) noch zwei Treffer nach. "Egal, ob Abstieg oder Klassenerhalt, ich höre nach dem Saisonende auf", ließ Schmidt schon wissen.

TuS Varrel - TuS Sudweyhe II 2:0 (0:0). "Das ist ein ganz neues Gefühl. Zwei Siege in Folge sind für uns auch schon wie eine Serie", erklärte der Varreler Coach Kai Huntemann. Die Gäste hatten zwar optische Vorteile, die sie aber nicht für zwingende Aktionen nutzen konnten. Da auch von den Platzherren nichts Zwingendes kam, blieb die Partie ziemlich ereignislos. Bis zur 56. Minute, als Deniz Belin einen Pass von Nils Freuer zur Varreler Führung verwertete. Die Sudweyher erhöhten nun zwar den Druck, waren aber allenfalls bei Standards gefährlich. Der Varreler Sieg war aber erst in der 90. Minute in trockenen Tüchern, als Sebastian Hübner nach Pass von Belin traf. "Wir haben das rettende Ufer weiterhin im Blick", freute sich Huntemann über den Dreier. Für Sudweyhe wird es nun langsam eng.

TSV Asendorf - SV Dreye 0:0. "Wieder ein unerwarteter Punkt für die Moral, denn wir wollen nicht als Letzter absteigen", jubelte Betreuer Frank Detering über den Achtungserfolg. "Gegen uns werden sich auch noch andere Mannschaften wundern." Sehr enttäuscht war natürlich der Dreyer Trainer Denny Jürgenlohmann: "Wir haben den Sprung auf Platz drei verpasst, aber den holen wir nach." Beide Teams erspielten sich gute Chancen, wobei vor allem die Gäste beim Abschluss verkrampft wirkten. "Man hat gemerkt, dass Asendorf im Gegensatz zu uns nichts zu verlieren hatten", meinte Jürgenlohmann.

FC Sulingen II - TSV Ristedt 3:2 (1:1). Mit dem letzten Aufgebot, sogar Betreuer Frank Barrienbruch musste mit auflaufen, verkauften sich die nach der Winterpause noch sieglosen Ristedter sehr teuer. Die Gäste erwischten sogar den besseren Start und gingen nach einem Freistoß von Timo Huntemann durch einen Volley-Kracher von Daniel Frenzel auch nicht unverdient in Front. Kurz vor der Halbzeit kam es nach einer Ecke zu einer undurchsichtigen Aktion und zum Sulinger Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt zog Sulingen auf 3:1 (62./68.) davon, ehe Markus Bruns (88.) noch einmal verkürzte. "Julian Eggers, der den gesperrten Finn Huntemann ersetzte, bot eine starke Leistung", lobte Barrienbruch, den Keeper, der sonst bei der Zweiten spielt.

SV Lembruch - TuS Syke II 1:2 (0:0). Das Salz kam erst sehr spät in die Suppe. Zunächst brachte Nic Huntemann (75.) die Syker in Front. Lembruch glich durch Fin Lammers (83.) aus, doch in letzter Minute traf Niels Lange zum Syker Sieg.

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