Fußball-Landesliga Bremen Fünf Tore in Halbzeit eins

Nach drei Niederlagen in Folge ging der SV Grohn erneut leer aus. Am Tag der Deutschen Einheit zeigte sich TS Woltmershausen auf dem Rasen des Oeversbergs einfach geschlossener (7:2).
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Von Olaf Schnell

Grohn. Nach drei Niederlagen in Folge ging der SV Grohn in der Fußball-Landesliga Bremen erneut leer aus. Am Tag der Deutschen Einheit zeigte sich TS Woltmershausen auf dem Rasen des Oeversbergs einfach geschlossener und hatte auch viel mehr Durchschlagskraft im Angriff. Letztlich behielten die „Pusdorfer“, die zuletzt gegen die „Husaren“ am 13. August 2015 mit 2:3 das Nachsehen hatten, mit 7:2 (5:1) die Oberhand.

Im Vorfeld verlangte Grohns Trainer Celestin Zurek mehr Torgefährlichkeit von seinem Team, doch diese Tugenden zeigten sie in dieser Begegnung nur selten. Ganz anders die Stadtbremer, die allerdings nach zwei diskussionswürdigen Entscheidungen mit 2:0 führten. Beim Freistoßtor durch Lamin Sillah zum 1:0 in der zwölften Minute hofften Grohns Trainer Celestin Zurek und der sportliche Leiter Torben Reiß vorher vergeblich auf den Abseitspfiff. Auch beim 2:0 durch Manuel Joao Denis Carrilho sahen Zurek und Co. ein Handspiel – der Schiedsrichter Sercan Yücel sah beide Situationen aber anders.

Die Gäste hatten unter der Woche im Lottopokal gegen den Bremen-Ligisten Habenhauser FV für Furore gesorgt und erst nach einem Elfmeterschießen knapp mit 2:4 verloren. Dadurch offensichtlich gestärkt ließen sie den „Husaren“ kaum Entfaltungsmöglichkeiten und konnten sich so nach 29 Minuten bereits über das 3:0 durch den bärenstarken Björn Fender freuen. Grohns Schlussmann Mehmet Tugay Tiras wollte zwar noch den schnell vorgetragenen Angriff des TSW-Teams verhindern, doch Fender war einen Tick schneller und hatte so keine Probleme zu erhöhen. Fünf Minuten später jubelte Fender dann schon wieder lautstark. Nach einer sehenswerten Flanke vom Ex-DJK-Spieler Abdou Khadim Dieng war Björn Fender mit einem unhaltbaren Drehschuss erfolgreich.

Nach einem tollen Distanzschuss von Luc-Niclas Pohl konnten die Grohner, bei denen besonders der Innenverteidiger Landing Sanneh vermisst wurde – ihn vertrat Jannis Kurkiewicz – kurzzeitig auf eine Wende hoffen (37.). Doch als Björn Fender, wie beim 3:0, seinen dritten Treffer zum 5:1-Pausenstand anbrachte, war aus Sicht der Zurek-Schützlinge der Drops geluscht.

In der zweiten Halbzeit setzte der Gastgeber zwar noch einmal alles auf eine Karte und spielte mit drei Stürmern (Cansin Cetin, Florian Samorski, Kai Michaelis), doch es half alles nichts. Woltmershausen gab weiterhin auf dem Oeversberg klar den Ton an und schraubte das Ergebnis durch Manuel Joao Denis Carrilho auf 6:1 hoch. Hierbei verletzte sich Grohns Torwart Mehmet Tugay Tiras an der Schulter, konnte aber weiterspielen.

Für etwas Ergebniskosmetik sorgte dann Kai Michaelis in der 71. Minute vor seiner Auswechslung. Den Treffer zum bitteren 2:7-Endstand aus Grohner Sicht besorgte letztlich der Woltmershauser Omar Camara sieben Minuten vor dem Abpfiff. Damit kassierten die Grohner die vierte Niederlage in Folge und nun wird es allmählich Zeit, dass die „Husaren“ wieder in die Spur finden.

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