Für beide läuft’s nicht rund

Bremen-Liga: Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage – so hatte sich der selbst ernannte Titelmitanwärter SG Aumund-Vegesack den Saisonauftakt nicht vorgestellt. Allein die nackten Resultate zeigen die Berg- und Talfahrten der SAV in einer Liga mit einem großen Leistungsgefälle: 7:1, 2:2, 13:1, 0:2. Soll diese Serie Bestand haben, müsste jetzt also wieder ein Kantersieg folgen. Ein Kantersieg , den der gastgebende SV Türkspor verhindern will. Dem Team von Trainer Erhan Koser ist es schließlich gerade erst gelungen, die Gegentorflut (zuletzt 0:5, 2:9, 0:3) etwas einzudämmen. Auch wenn es im Angriff hapert und Ivaylo Mutafov (Muskelverletzung) sowie Teyfik Erkenekli (Aufbautraining) schmerzlich vermisst werden, sah Koser jüngst beim FC Sparta Bremerhaven einen verbesserten SV Türkspor: "Kämpferisch war ich sehr zufrieden." Während Koser einem 0:3 beim mit eher bescheidenen Zielen in die Saison gestarteten SVT also durchaus etwas Positives abgewinnen kann, ist das 0:2 gegen den Brinkumer SV für die SG Aumund-Vegesack eine mittlere Katastrophe. Beim Blick auf die Tabelle lässt sich feststellen, dass die SAV der Musik hinterherläuft. Apropos Tabelle. "Wir gucken nicht auf die Tabelle", will SAV-Trainer Kristian Arambasic sich und sein Team nicht zusätzlich unter Druck setzen, sondern unbeirrt daran weiter arbeiten, dass "die tollen Trainingsleistungen konstanter in den Spielen umgesetzt werden". Arambasic weiter: "Fußball ist keine Mathematik. Wir machen uns jetzt nicht verrückt. Wir haben nur ein Spiel verloren." Zum Reagieren sieht sich der Coach aber dennoch gezwungen und will gegen den SV Türkspor Änderungen vornehmen: "Wir brauchen jetzt Typen, die die Ärmel hochkrempeln." Verraten hat er gestern bereits, dass Ibrahim Fidan am Burgwall, wo er im Vorjahr für den BSV auflief, in der Startformation stehen wird. (pj)
28.09.2012, 05:00
Lesedauer: 6 Min
Zur Merkliste

Bremen-Liga: Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage – so hatte sich der selbst ernannte Titelmitanwärter SG Aumund-Vegesack den Saisonauftakt nicht vorgestellt. Allein die nackten Resultate zeigen die Berg- und Talfahrten der SAV in einer Liga mit einem großen Leistungsgefälle: 7:1, 2:2, 13:1, 0:2. Soll diese Serie Bestand haben, müsste jetzt also wieder ein Kantersieg folgen. Ein Kantersieg , den der gastgebende SV Türkspor verhindern will. Dem Team von Trainer Erhan Koser ist es schließlich gerade erst gelungen, die Gegentorflut (zuletzt 0:5, 2:9, 0:3) etwas einzudämmen. Auch wenn es im Angriff hapert und Ivaylo Mutafov (Muskelverletzung) sowie Teyfik Erkenekli (Aufbautraining) schmerzlich vermisst werden, sah Koser jüngst beim FC Sparta Bremerhaven einen verbesserten SV Türkspor: "Kämpferisch war ich sehr zufrieden." Während Koser einem 0:3 beim mit eher bescheidenen Zielen in die Saison gestarteten SVT also durchaus etwas Positives abgewinnen kann, ist das 0:2 gegen den Brinkumer SV für die SG Aumund-Vegesack eine mittlere Katastrophe. Beim Blick auf die Tabelle lässt sich feststellen, dass die SAV der Musik hinterherläuft. Apropos Tabelle. "Wir gucken nicht auf die Tabelle", will SAV-Trainer Kristian Arambasic sich und sein Team nicht zusätzlich unter Druck setzen, sondern unbeirrt daran weiter arbeiten, dass "die tollen Trainingsleistungen konstanter in den Spielen umgesetzt werden". Arambasic weiter: "Fußball ist keine Mathematik. Wir machen uns jetzt nicht verrückt. Wir haben nur ein Spiel verloren." Zum Reagieren sieht sich der Coach aber dennoch gezwungen und will gegen den SV Türkspor Änderungen vornehmen: "Wir brauchen jetzt Typen, die die Ärmel hochkrempeln." Verraten hat er gestern bereits, dass Ibrahim Fidan am Burgwall, wo er im Vorjahr für den BSV auflief, in der Startformation stehen wird. (pj)

Sonntag, 15 Uhr, Burgwall

OSC BREMERHAVEN – BSV

Die erste Kür

Bremen-Liga: Björn Reschke relativiert das derzeitige Tabellenbild, das den Blumenthaler SV nach vier Spieltagen mit vier Siegen auf dem Konto als Tabellenzweiten hinter Werder Bremen III ausweist: "Das ist eine Momentaufnahme." Klein reden möchte der BSV-Trainer sein Team damit aber keinesfalls und führt weiter aus: "Wir wissen, was wir können. Die anderen sehen, dass wir kein Team sind, das um die Plätze zehn oder elf Spielen möchte." Fest steht: Der BSV hat seine Pflichtaufgaben erfüllt." Die erste Kür kann damit folgen. Den gastgebenden OSC Bremerhaven schätzt Björn Reschke als "sehr stark" ein, nimmt das 2:2 gegen die SAV und das 3:2 gegen den Bremer SV als Belege dafür. Auch gegen die Seestädter geht es wieder darum, die Ausfälle von Spielern wie Tim Pendzich, Tim Weinmann, Walter Nowakowski, Marian Leppek, Ayhan Yazgi, Ahmet Eren aufzufangen. Auch darin sieht Reschke das bisherige Erfolgsrezept: "Wir haben einen großen Kader und können die Ausfälle kompensieren." Von der Ausfallliste gestrichen werden konnte der zuletzt von Stand-by-Keeper Sven Johannsen ersetzte Daniel Anders, dessen Rotsperre abgelaufen ist. (pj)

Sbd., 15 Uhr, Nordseestadion

OT BREMEN – 1. FC BURG

Nächstes Kellerduell

Bremen-Liga: Eine Woche nach dem 2:3 gegen den TSV Wulsdorf wartet auf den

1. FC Burg bei OT Bremen gleich das nächste Kellerduell. Beide Teams verließen bislang viermal als Verlierer den Platz, nur wegen der besseren Tordifferenz wird Burg vor OT und damit auf einem Nichtabstiegsplatz geführt. "Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, wir wollen etwas mitnehmen", erklärt Burgs Trainer Frank Seidler, der seiner jungen und unerfahrenen Mannschaft großen Trainingsfleiß bescheinigt und selbst viel Ruhe ausstrahlt. OT schätzt Seidler wegen seiner starken erfahrenen Spieler wie Wittfoth und Pilipovic sowie den talentierten Nachwuchskräften allerdings stärker ein als Wulsdorf. Auch wenn mit Marco Boes (Kurzurlaub) und Marcel Konopko (langzeitverletzt) wichtige Kräfte fehlen, hat sich die personelle Lage etwas entspannt. Muammer Eren kehrt zwischen die Pfosten zurück und die Sperre gegen Offensivmann Ercan Yilmaz wurde aufgehoben. Yilmaz hatte dem Schiedsrichter den Namen des Burger Betreuers nicht nennen können – ihm war nur der Spitzname bekannt – und war daraufhin für zwei Partien gesperrt worden. Nach einem Burger Einspruch wurde der Fall neu bewertet. (pj)

Sonntag, 15 Uhr, Schevemoor

SV GROHN – TUSPO SURHEIDE

Geht der Höhenflug weiter?

Landesliga: Im Heimspiel gegen TuSpo Surheide will der SV Grohn seinen Höhenflug – vier Siege, kein Gegentor – fortsetzen. Allerdings weiß "Husaren"-Trainer Malte Jaskosch, dass mit den Seestädtern kein einfacher Gegner auf den Oeversberg kommt. "Sie haben zwei gefährliche Stürmer und werden sicherlich offensiv relativ stark auftreten", vermutet der Coach. Insofern appelliert er an sein Team, nicht denselben Fehler wie im letzten Heimspiel zu machen, was nur knapp gegen die BTS Neustadt gewonnen wurde. "Wir dürfen nicht zu passiv agieren und denken, es geht schon irgendwie", so Malte Jaskosch. "Wir müssen unsere Leistung aus Weyhe in dieses Spiel transportieren." Die personelle Lage bei den Grohnern sieht rosig aus. Einzig Ugur Akcan, der sich noch im Aufbautraining befindet, steht nicht zur Verfügung. Florian Cakrazli ist wegen seiner Nasenverletzung noch leicht angeschlagen, kann aber spielen. Malte Jaskosch ist natürlich an einer Fortsetzung der Siegesserie interessiert: "Wir wollen das Maximale herausholen." (gol)

Sonntag, 15 Uhr, Oeversberg

SC WEYHE – TSV LESUM-BURGDAMM

Torwartproblem

Landesliga: Ein erneut schwerer Gang steht dem TSV Lesum-Burgdamm bevor. Die Nordbremer reisen zum SC Weyhe, der jüngst gegen den SV Grohn mit 0:4 eine deftige Heimniederlage kassierte. Was allerdings bei Bastian Haskamp, Lesums Co-Trainer, keinen Anlass zu irgendwelchen Fingerzeigen bietet. "Ich weiß von der Mannschaft aus Weyhe überhaupt nichts und kann sie daher auch nicht einschätzen", gibt Bastian Haskamp zu, dass er sich mit dem kommenden Gegner noch nicht beschäftigt hat. Ein Grund dafür ist aber auch die weiterhin angespannte Personallage bei den Lesumern. In Weyhe wird auch Torhüter Bastian Burghardt nicht auflaufen können, und da Lesums Ersatzkeeper verletzt ist, ist gute Rat zunächst einmal teuer. "Wir werden das aber irgendwie lösen", ist sich Bastian Haskamp sicher. Ob so drei Punkte herausspringen können? Bastian Haskamp: "Natürlich wollen wir immer alle Zähler holen, aber wir schauen einfach mal, was geht." (gol)

Sonntag, 15 Uhr, BSA Weyhe

SV MEPPEN – BLUMENTHALER SV

Angeschlagener Gegner

A-Junioren-Regionalliga: Der Überraschungszweite Blumenthaler SV trifft auf einen angeschlagenen Gegner. Der SV Meppen hat seine sechs Spiele verloren und sich infolgedessen gerade von seinem Trainer getrennt. "Mir wäre es lieber gewesen, wenn sie das eine Woche später gemacht hätten", erwartet Mohamed Chaaban aus dem Trainerduo des Blumenthaler SV eine Reaktion der Emsländer. Trotzdem nimmt Chaaban die Favoritenrolle an: "Die haben null Punkte wir 14. Eigentlich müssten wir gewinnen." Die zuletzt beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig gezeigten Schwächen der Viererabwehrkette haben Chaaban keine schlaflosen Nächte bereitet: "Das war nach sechs Spielen das erste Mal, dass wir etwas geschwommen haben. Und das gegen eine Topmannschaft." Mit sechs Gegentreffern aus sechs Spielen ist beim BSV alles im grünen Bereich. Das gilt auch für die personelle Situation. Da der kopfballstarke Jannik Rospek nach zweiwöchiger Pause wieder einsatzfähig ist, fehlen nur die Langzeitverletzten. (pj)

Sonnabend, 13 Uhr, Meppen

SVGO – FC OBERNEULAND II

Kräftemessen der Verfolger

Landesliga: "Wir sind guter Dinge", sagt Patrick Dundon, Co-Trainer des SV Grambke-Oslebshausen, vor dem Heimspiel, das zugleich ein Verfolgerduell des Tabellendritten gegen den Zweiten (beide zehn Punkte) ist, gegen den FC Oberneuland II. "Die Leistung in Melchiorshausen war, nicht ganz unerwartet, die beste der bisherigen Saison, und daran wollen wir natürlich anknüpfen." In welcher Besetzung der Gast aufläuft, dürfte die große Unbekannte sein, da die erste Oberneulander Mannschaft bereits am Freitagabend spielt und somit am Sonntag eventuell die Zweite mit einigen Verstärkungen antritt. "Aber wir sind trotz unserer schwierigen Vorbereitung gut in die Saison gestartet und hoffen auf einen weiteren Erfolg", so Patrick Dundon. Neben dem Langzeitverletzten Christopher Göllner (Meniskusschaden) fallen Jan Meyer und der beruflich verhinderte Pascal Plikat aus. Ansonsten kann Trainer Frank Kandziora aber aus dem Vollen schöpfen. (gol)

Sonntag, 15 Uhr, BSA Sperberstraße

HEDENDORF/N. – FC HAGEN/UTHLEDE

Goalgetter an die Kette legen

Bezirksliga 4 Lüneburg: Der FC Hagen/Uthlede legt im Spiel beim Sechsten VSV Hedendorf/Neukloster ein besonderes Augenmerk auf VSV-Goalgetter Thies Hermann, der am vergangenen Wochenende drei Tore zum 5:1 über den ASC Cranz-Estebrügge beisteuerte. Bei den Gästen fällt mit Marc Holler ein Torjäger mit einer Bänderdehnung aus. Der Einsatz des anderen Stürmers, Sascha Schneider, ist ebenso wie der von Sönke Blank und André Leinfels fraglich. Carsten Werde fehlt aus privaten Gründen. "Hedendorf ist eine spielstarke Mannschaft", sagte FC-Coach Udo Müller. Der Gast fährt mit dem Bus, der sich um 12 Uhr in Bewegung setzt. (kh)

Sonntag, 15 Uhr, Hedendorf

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+