Traditionelles Karate: Shogun-Nachwuchs überzeugt beim „Elbe-Cup“ In Magdeburg – Cara Schulze bezwingt Kaderathletin

Für eine Handvoll Medaillen

Bremen. Mit fünf Medaillen versüßten sich die elf Nachwuchsathleten des Bremer Karatevereins Shogun die Starts beim „Elbe-Cup“ in Magdeburg. Der gehört im traditionellen Karate zu den beliebtesten Turnieren und bietet engagierten Nachwuchs- und Kaderathleten die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Altersstufen in den beiden Wettkampfformen Kata und Kumite zu messen.
28.03.2019, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Mit fünf Medaillen versüßten sich die elf Nachwuchsathleten des Bremer Karatevereins Shogun die Starts beim „Elbe-Cup“ in Magdeburg. Der gehört im traditionellen Karate zu den beliebtesten Turnieren und bietet engagierten Nachwuchs- und Kaderathleten die Möglichkeit, sich in den verschiedenen Altersstufen in den beiden Wettkampfformen Kata und Kumite zu messen. Mehr als 200 Karatesportler aus Nord- und Ostdeutschland sowie aus Wattenscheid traten in der Eike-von-Repgow-Halle an.

Den Beginn machten die acht- bis elfjährigen Mädchen und Jungen. Für Bremen gingen Sidney Wilkeit, Anouk Vesting, Noel Vollstedt, Liam Köppe und Frederic Arendt an den Start. Ziemlich aufgeregt, aber umso mutiger gingen sie mutig in ihren Disziplinen auf die Matte. In den Einzel-Kata-Wettbewerben konnten sie ihre Trainingsleistung nicht abrufen und mussten sich gleich in den ersten Runden geschlagen geben.

Dafür lief es für Jungen im Partnerkampf (eine modifizierte, kontaktlose Form für den Kinder- und Jugendbereich) deutlich besser. Sie konnten sich bis in die dritte Runde vorkämpfen. Besonders Liam Köppe überzeugte mit starken und sauberen Techniken. Doch um ins Finale zu kommen, fehlte noch das letzte Quäntchen Selbstbewusstsein. „Macht nix, ich trainiere einfach weiter, es wird schon irgendwann klappen“, sagte der neunjährige Liam und übte sich in Geduld. Mit seinem Kata-Team hatte er mehr Glück und zog mit Anouk Vesting und Sidney Wilkeit ins Finale ein. Dort kamen die Bremer nicht an den übrigen Finalisten, die allesamt aus verschiedenen Dojos aus Hannover kamen, vorbei. Am Ende blieb ihnen der vierte Platz.

Für die 17-jährige Jana Mudder und den 20-Jährigen Tom Ungnade, die zum ersten Mal an einem Wettkampf teilnahmen, hielt der Tag eine Überraschung bereit. Dank auch einer glücklichen Gruppenkonstellation riefen sie im richtigen Moment ihre hart erarbeitete Leistung ab und brachten eine Silber- und zwei Bronze-Medaillen mit nach Hause.

Auch der zwölfjährige Flamur Mlokit konnte im Partnerkampf seine starke Form zeigen. In den Vorrunden setzte er sich mit viel Kampfgeist und starken Techniken gegen seine Gegner aus Hannover und Schwerin durch. Spannend wurde es im Finalkampf. Sein Magdeburger Gegner antwortete gegen die starken Angriffe von Flamur mit schnellen und präzisen Abwehr- und Kontertechniken. So stand es letztlich unentschieden. In der Verlängerung hatte nun jeder einen Angriff, der sitzen musste. Der Magdeburger konnte den Angriff des Bremers blocken und abkontern und in Führung gehen.

Jetzt musste auch Flamur unbedingt den kommenden Angriff parieren, um noch eine Chance auf den ersten Platz zu haben. Mlokit konnte den starken Angriff zwar blocken, doch seinem Konter fehlte die gewohnte Präzision. Flamur war dennoch zufrieden: „Ich freue mich sehr über diesen zweiten Platz. Ich bin ja zum ersten Mal in dieser Altersklasse gestartet.“

Auch die 17-jährige Cara Schulze startete hochkonzentriert. Sie überzeugte mit der Entschlossenheit und Dynamik, die sie in ihre Kata legte und ließ in den Vorrunden ihre Gegnerinnen aus Gladbeck und Hannover hinter sich. Im Finale musste sie sich nur der Göttingerin Ka Yi Man geschlagen geben, die die Kampfrichter etwas mehr überzeugte. Auf Platz drei kam Sophie Wiluweit aus Magdeburg. „Es ist ein toller Erfolg für mich. Ich konnte im Finale sogar eine Jugendkaderathletin hinter mir lassen“, sagte Cara Schulze. Nun schauen die Schützlinge von Shogun-Trainerin Kirsten Manske zuversichtlich auf die baldige Ostdeutsche Meisterschaft in Schwerin.

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